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- Weide- und Mutterkuhhaltung
Kälber bei der Mutter auf der Weide Für Kühe eine artgerechte Haltungsform Vor einiger Zeit hatte ich das Glück, eine Führung über einen Bio-Weidehof ganz in unserer Umgebung zu erhalten. Familie Wandinger, die den Klauser-Biohof ( www.beimklauser.de ) unterhält, hat vor fünf Jahren auf Mutterkuhhaltung umgestellt. Mutterkuhhaltung heißt, dass die Kälber über 9 bis 12 Monate bei ihrer Mutter bleiben und von ihr gesäugt werden. Es ist somit für die Tiere eine wesentlich natürlichere Form der Haltung als bei einem Milchwirtschaftsbetrieb, bei dem die Tiere früh von der Mutter getrennt werden. Für die Wandingers war die Milchkuhhaltung auch nicht mehr wirtschaftlich. Ursprünglich hatten die Wandingers nur Fleckvieh. Ihre Milchkühe haben sie behalten und mit anderen Rassen besamt, dem Angus und vor allem dem Limousin. Robuste Gesundheit der Tiere Mit ihren Tieren die aus diesen Kreuzungen hervorgegangen sind, sind sie sehr zufrieden, weil sie sich sehr robuster Gesundheit erfreuen. Ihre Mutterkühe erreichen ein Alter von 12 bis 20 Jahren. Die männlichen Kälber behalten sie als Ochsen und trennen alle erwachsenen Ochsen von den Mütterkühen und Kälbern. Somit haben sie zwei getrennte Weiden und Ställe. Die Tiere können nach Belieben rein und raus und wie wir beobachten konnten, haben sie sich gerne an die Massagerollen geschmiegt. Sehr amüsant war das zu sehen. Rotationsrhythmus Auf den Weiden um den Hof werden getrennte Bereiche abgesteckt, so dass die Rinder im Rotationsrhythmus alle drei bis vier Wochen neue Flächen zum Grasen erhalten. Auf ihren anderen Flächen, die sich weiter entfernt vom Hof befinden, wird das Heu für den Winter gesammelt. 100 % Grasfütterung gut für den Pansen Um das Futter besonders vitaminreich und abwechslungsreich zu gestalten, haben sie bestimmte Gras- und Kräutersorten mit angesät. Die Rinder bekommen im Sommer frisches Gras und im Winter Grassilage oder Heu. Thomas Wandinger erklärt, dass alles andere Futter für die Kuh nicht artgerecht ist, wie z.B. Getreide, Mais oder Soja. Der Pansen ist alleine auf die Verdauung von Gräsern und Kräutern ausgelegt. Auch in kargen Jahren kommt der Klauser-Biohof mit seiner eigenen Weidefläche zurecht, denn ihr Viehbesatz ist mit 1,6 Großvieheinheiten (GVE) pro Hektar sehr gering. Das beugt auch der Überdüngungsproblematik vor, der Fleischproduzenten im intensiven Anbau beim Zukauf von Futter ausgesetzt sind. Für Schweinehaltung zu hohe Auflagen Den Traum, außerdem Wollschweine im Freilandgehege großzuziehen, hat die Familie Wandinger aufgrund der starken Auflagen aufgegeben. Dazu bräuchte man einen doppelten Zaun, um jeglichen Kontakt mit Wildschweinen, die die Schweinepest übertragen könnten, zu verhindern. Dazu kommt meines Wissens noch ein Stall mit hohen hygienischen Vorschriften. „Ein Schwein, das im Dreck suhlen darf, was Schweine eigentlich von ihrer Natur her am liebsten tun würden, gibt es heute leider nicht mehr“, kommentierte Thomas die Situation der Schweinehaltung heutzutage. Marmoriertes Fleisch durch langsames Wachstum und höheres Schlachtalter Die Weiderinder werden im Alter von ca. 24 Monaten geschlachtet. Ihr Fleisch ist aufgrund des langsamen Wachstums und der reinen Weidehaltung wesentlich marmorierter als das durch die schnelle Aufzucht mit Kraftfutter der Fall wäre. Neben der Direktvermarktung von Fleisch und reiner Rindersalami, verkaufen die Wandingers ihr Fleisch an die Herrmannsdorfer Bioläden und an den Bioregionalvermarkter Tagwerk in Dorfen.
- Das Mikrogenderom
Männer und Frauen haben unterschiedliche Mikrobiome Unterschiedliche Geschlechtshormone führen zu unterschiedlichem Mikrobiom Wenn Frauen ein Steak essen, wird deren Darmflora anders beeinflusst, als wenn Männer ein Steak essen. Studien haben gezeigt, dass Männer und Frauen deutliche Unterschiede in der Zusammensetzung ihres Mikrobioms aufweisen, die unter anderem auf die Wirkung der Geschlechtshormone zurückzuführen sind. [1] Nach einer Kastration oder bei niedrigen Testosteronspiegeln beispielsweise nähert sich die Zusammensetzung der Mikrobiome von Männern und Frauen einander an. Auch hormonelle Veränderungen bei Frauen, z. B. während des Menstruationszyklus, der Schwangerschaft oder der Menopause, haben Auswirkungen auf die Bakterienflora. Auswirkungen von Testosteron Grundsätzlich haben die Geschlechtshormone positive Eigenschaften auf unseren Darm. Testosteron fördert die Entwicklung einiger Clostridia-Arten, die an der Produktion von Butyrat als Energiequelle der Darmschleimwandzellen beteiligt sind. Es gibt Hinweise darauf, dass Testosteron auch das Wachstum von Accermansia- und Muciniphila-Bakterien fördern kann, einer nützlichen Bakterienart, die mit einer verbesserten Darmbarrierefunktion und einem geringeren Risiko für metabolische Störungen assoziiert wird. Gleichzeitig wird mit der Präsenz von Testosteron das Wachstum entzündungsfördernder Bakterien gemindert. Hierzu gehören unter anderem Proteobacteria. Das Hormon wirkt entzündungshemmend, indem es die Produktion von proinflammatorischen Zytokinen, z. B. TNF-α, IL-6, reduziert. Auswirkungen von Progesteron Das weibliche Geschlechtshormon Progesteron wirkt bei Frauen schützend und regulierend auf das Mikrobiom. Die Effekte des Hormons sind entzündungshemmend und immunmodulierend. Besonders während der Schwangerschaft spielt es eine Schlüsselrolle für die Gesundheit von Mutter und Kind. Es hilft, das Gleichgewicht zwischen pro-inflammatorischen und anti-inflammatorischen Zytokinen aufrechtzuerhalten, was die Darmbarriere schützt. Progesteron hat entspannende Effekte auf die glatte Muskulatur, was die Darmbewegungen beeinflusst. Das wirkt Verstopfung entgegen und fördert die Ansiedlung von nützlichen Bakterien. Ein geschlechtsspezifisch gesunder Hormonhaushalt und eine gesunde Darmflora beeinflussen sich wechselseitig. Ohne eine gesunde Darmflora ist die Absorption wichtiger Nährstoffe für die Sexualhormone nicht möglich. Eine geschwächte Hormongesundheit wiederum führt zu einer pathogenen Darmflora. Cholesterin ist die Vorstufe dieser Hormone Alle Geschlechtshormone sind Steroidhormone, die aus Cholesterin synthetisiert werden. Eine ausreichende Zufuhr gesunder Fette ist daher die wichtigste Voraussetzung für deren Bildung. Ebenso wichtig ist Vitamin D, das einen unmittelbaren Effekt auf die Funktion der Geschlechtsdrüsen hat. Auch B6, B9 (Folsäure) und B12 spielen eine zentrale Rolle bei der Hormonsynthese und -regulation. Mikrogenderom und Gesundheit von Mutter & Kind Lebensmittel, die Zink enthalten, vorteilhaft Zink fördert die Hormonproduktion und ist essenziell für Testosteron und die Eierstockfunktion. Das Mineral Magnesium fördert die Aktivität von Enzymen, die an der Hormonsynthese beteiligt sind. Zu guter Letzt helfen Omega-3-Fettsäuren, die entzündungshemmend wirken, und die Cortisolausschüttung, das antagonistische Hormon der Geschlechtshormone, mindern. Austern, fettiger Seefisch, rotes Fleisch, Leber und vor allem tierische Fette sind ideale Lebensmittel für ausgeprägte Sexualhormone. Diese beeinflussen nicht nur, dass wir attraktiver wirken, sondern sie sind auch Indikatoren unserer ganzheitlichen Gesundheit. [1] Ravichandra Vemuri et al. 2018: The microgenderome revealed: sex differences in bidirectional interactions between the microbiota, hormones, immunity and disease susceptibility
- Wie können Mutter und Kind möglichst gesund sein?
Indigene Kulturen, Praktiken der Kirche im Mittelalter Nährstoffvorräte auffüllen Wer denkt heute beim Wunsch, schwanger zu werden, an seine Nährstoffvorräte? Kaum einer. Davon wird auch nicht viel geredet. Es werden einem Hormontherapien empfohlen, wenn man Schwierigkeiten hat, Kinder zu bekommen, oder künstliche Befruchtungen. Während der Schwangerschaft soll man dann schon künstliche Vitaminpräparate zu sich nehmen und es wird überprüft, dass zumindest der Eisenwert nicht zu sehr sinkt. Indigene Kulturen hatten häufig 3 Jahre Pause zwischen Geburten Ansonsten ist es vollkommen unbedenklich, kurz nach einer Geburt wieder schwanger zu werden. Wie wir von Weston A. Price wissen, war das bei indigenen Kulturen nicht so. Ihr Wissen war wesentlich größer als das unserer Schulmedizin. Im Mittelalter sollte seitens der Kirchen jährlich ein Kind geboren werden Im Mittelalter und bis in das 20. Jahrhundert hinein wurde in Europa von Seiten der Kirche Druck gemacht, möglichst viele Kinder möglichst kurz hintereinander zu bekommen. Dass die Familien durch die hohe Kinderzahl immer mehr verarmten und die Mütter völlig entkräftet häufig gestorben sind, oder auch die Kinder, ist kein Wunder. Meiner Ansicht nach sind die Umstände in Afrika auch heute noch ähnlich. Aber auch bei uns macht sich niemand Gedanken über unsere Nährstoffversorgung oder gar die der Schwangeren und Kinder. Meine Fehler bei den Schwangerschaften Ein Umdenken würde uns viel Leid ersparen. Auch ich habe da vieles falsch gemacht. In 3,5 Jahren drei Kinder zur Welt zu bringen und noch dazu dazwischen Weight Watchers Punkte und somit Fettaugen zu zählen. Die Folgen waren tatsächlich bei meinem jüngsten Kind Kreidezähne, eine kleinere Statur und schwere Allergien. Meine Muttermilch war durch die fettarme Ernährung so wässrig, dass sie nicht zur Kalorienversorgung der Kinder ausreichte. Wir müssen uns formieren und diese unterdrückten Erkenntnisse weitergeben und veröffentlichen. Tierische Nahrungsmittel sind extrem nährstoffreich und können uns gesunde Babies und Mütter ermöglichen. Zitate: "Weston-Price fiel auf, dass die von ihm untersuchten Gruppen künftige Eltern – und zwar Mütter und Väter vor der Zeugung sowie schwangere Frauen -, aber auch heranwachsende Kinder mit ganz besonderen Lebensmitteln versorgten. Sie schrieben bestimmte Abstände zwischen den Geburten vor, damit die Mütter ihre Nährstoffreserven für spätere Kinder wieder auffüllen konnten." [1] "Da hat uns der Pfarrer dann befragt, zuerst nach dem Namen, bei den Verheirateten dann besonders nach der Kinderzahl und nach dem Alter des jüngsten Kindes. Es kam dann schon auf, ob der Kindersegen verhütet worden ist, und das war eine Todsünde. Da kommt man im Fall eines plötzlichen Todes gleich in die Hölle. Meine Mutter ist beim letzten Kind gestorben, weil sie nicht in die Hölle kommen wollte." [2] "Die Gesichter von Models und Filmstars weisen überdurchschnittlich viel dynamische Symmetrie auf. Und häufig sind sie die Erstgeborenen in ihrer Familie." [3] "Die traditionelle Praxis, zwischen zwei Geburten eine gewisse Zeit verstreichen zu lassen, passte nicht zu den langfristigen Expansionszielen >>aufgeklärter<< Westler..." [4] "Wir alle profitieren von der guten Gesundheit unserer Kinder, und diese verlangt, dass der Körper einer Frau mindestens drei – besser noch vier – Jahre Zeit bekommt, um ihren Körper mit einer großzügigen Nährstoffversorgung wieder zu regenerieren." [5] [1] Price, Weston A.: Ernährung und körperliche Degeneration 2020, Mobiwell Verlag, S. 10 [2] Wimschneider, Anna: Herbstmilch 2019, Piper Verlag S. 76 [3] Shanahan, Dr. Catherine: Zellnahrung 2020, Rivaverlag S. 109 [4] S. 122 [5] S. 122
- Low Carb gegen Neurodermitis und Animal Based für Kinder!
Episode 42: Anna im Interview - Tipps zur Vereinbarkeit mit der Familie Eigentlich sollte dieser Podcast nur über Vereinbarkeit von Familie mit fleischbasierter oder carnivorer Ernährung handeln. Aber Annas Gesundungsgeschichte war wieder einmal so sehr beeindruckend. Anna hat in erster Linie Verbesserungen durch Low Carb erfahren. Ihre Neurodermitis und ihre allergischen Schwellungen waren so stark, dass viele Freunde sie einfach nicht mehr wieder erkannten. Sie ist nun durch die Begegnung mit dem Fleischzeitpodcast sehr dankbar über die positiven Informationen zur fleischbasierten Ernährung. Deshalb gibt sie ihrer Tochter auch sehr viel nährstoffdichtes und gut bioverfügbares Essen durch tierische Produkte. Von low carb zu animal-based Wir geben außerdem viele Tipps zur Vereinbarung von Familie mit Carnivore oder Keto ab Minute 29! Ihr findet Anna auf Instagram unter @anna.jay.942.
- Neurodermitis, Autoimmunprotokoll, Paleo, Fitness, etc.
Chris Regen im Gespräch Neurodermitis geheilt, Fettmasse verloren, Muskelmasse aufgebaut, Roh Carnivore Chris, 26, war unzufrieden mit seiner Haut und seiner Figur. So kam er zunächst zu AIP, dem Autoimmunprotokoll, schließlich zu Paleo und Keto und letztlich zu Carnivore. Seine Neurodermitis ist dadurch ganz verschwunden innerhalb von zwei Monaten, er hat durch Carnivore auch an Fettmasse verloren, aber dafür an Muskelmasse zugenommen. Über Ballaststoffe und deren Probleme wurde in diesem Podcast intensiv diskutiert. Chris kann seit er Carnivore lebt auch auf all die Nahrungsergänzungsmittel verzichten. Damit spart er sich monatlich eine Menge Geld. Das investiert er jetzt lieber in Fleisch und Rinderfett aus bester Tierhaltung. Was ihm dann noch weitere Nährstoffe liefert, ist rohe Leber, die er manchmal noch fermentieren lässt oder auch rohes Blut. Inzwischen ist sein Organismus so gut geheilt, dass er sich auch hin und wieder einmal Ausnahmen gönnen kann. Seid gespannt auf das Interview mit Chris!
- Bio360 über Entgiftung und Nährstoffe
Unkas Gemmeker im Interview Unkas Gemmeker, Podcaster, Autor und Gesundheitscoach durften wir als Interviewgast bei Fleischzeit begrüßen. Nach langer Zeit mit chronischem Fatigue Syndrom, beschreibt Unkas, wie er durch Entgiftung und das Auffüllen von Nährstoffvorräten wieder zu mehr Energie gekommen ist. Durch seinen Gesundheitspodcast Bio360, der inzwischen knapp 900 Folgen umfasst und namhafte Experten interviewt, kennt er sich in diesem Bereich sehr intensiv aus. Dieses Wissen hat er in seinen Büchern Richtig schlafen, Zurück ins Leben und Richtig entgiften niedergeschrieben. Des Weiteren bietet er einen Online-Kurs Die 12 Säulen der Entgiftung an . Weitere Informationen findest du auf seiner Webseite www.bio360.de .
- Aufbau von Knochen & Sehnen!
Mit mehr Eiweiß und fettlöslichen Vitaminen Höhere Verletzungsraten durch weniger Fleisch und mageres Fleisch Kommt es euch auch so vor, dass mehr und mehr Leute Knochen- oder Bänderverletzungen erleiden? Und das häufig, obwohl kaum eine Belastung stattgefunden hat! Immer mehr junge Leute berichten auch über Probleme mit den Gelenken oder der Wirbelsäule. Knochenaufbau mit Muskelfleisch Hohe Knochendichte durch Carnivore In einem MRT-Scan zeigt Mike Mutzel @metabolic_mike zeigen, dass seine 40-jährige Ehefrau nach einem Jahr Carnivore und OMAD (one meal a day) eine unheimlich hohe Knochendichte erlangt hat mit einem ungewöhnlich großen Anteil an Knochenmark, das dem eines 16-jährigen entspricht. ( Siehe You Tube Video: High Intensity Health: Keto, Carnivore & OMAD put to the test ) Knochen bestehen zu 30 % aus Eiweiß Chirurgen aus der Carnivore-Riege, wie Shawn Baker @shawnbaker1967, sind sich aber sicher, dass dies an der fehlenden Aufnahme tierischen Eiweißes, der Gelatine oder des Kollagens liegt. Denn nicht nur Bänder sind natürlich bei ausreichender Eiweißversorgung stabiler, auch Knochen bestehen zu 30 % aus Eiweiß, insbesondere Kollagen. Viele Leute aus der Carnivore-Diät haben ihre Knochendichte durch einen DEXA-Scan gemessen und durch die Ernährung stark verbessert. Zum Beispiel Sylwia Tabor (@biohacking.chick). Dass auf alle Fälle eine ordentliche Aminosäuresupplementation das Verletzungsrisiko senkt, zeigte eine Untersuchung von Wienecke E. im Jahr 2009, und zwar bei Freizeitsportlern von 60 % auf 5 % und bei Profisportlern von 80 % auf 15 %. ( aus ‚Mehr vom Sport‘, systemed 2011, Opoku-Afari, Worm, Lemberger, S. 62-63 ) Fettlösliche Vitamine für Knochenaufbau Weston A. Price fand bei seinen Reisen zu indigenen Kulturen im Jahr 1930 heraus, dass diejenigen, welche noch keine westliche Ernährungsweise angenommen hatten, wesentlich bessere Zähne und stärkere Knochen aufwiesen. Er führte es auf die große Zahl an fettlöslichen Vitaminen D, A und K2 zurück, die diese Völker aus tierischen Fetten bezogen. Inzwischen haben dies viele Studien bewiesen. (Geleijnse 2004, Vermeer 2004, Falcone 2011). Insbesondere K2 steuert die Ablagerung von Mineralien an der richtigen Stelle, nämlich nicht als Zahnstein oder als Arterienverkalkung, sondern im Aufbau von Knochenstruktur. (auch nachzulesen bei @drstevenlin Dr. Steven Lin „The Dental Diet“) Milchprodukte für Knochenaufbau? Allerdings, dass der Konsum von Milchprodukten eine bessere Festigkeit von Knochen zur Folge hat, wurde noch nicht bestätigt. Im Gegenteil. In den Ländern, in denen am meisten Milchprodukte konsumiert werden, ist die Osteoporoserate am größten. (aus ‘Lies my doctor told me‘, 2019, Ken D. Berry, S.63 oder dem Film “Das System Milch”) Ein Blick auf das Tierreich würde einem hier auch Klarheit geben: Welches Tier erhält nach der Säuglingszeit noch Muttermilch, selbst wenn es sich noch im Wachstum befindet!
- Überhydrierung macht dich krank!
Zuviel Trinken führt zu Natriummangel Trinken ohne Durst ist kein guter Ratschlag Wer kennt diesen total unlogischen Ratschlag nicht: „Trinke bevor du durstig bist!“? Das ist wie „Iss bevor du hungrig bist!“ oder „Atme bevor du…!" Wasser ist die Grundlage allen Lebens. Hydriert sein ist wichtig. 2,5 Liter sollten täglich mindestens getrunken werden. So zumindest lautet die gängige Empfehlung. Indigene Völker allerdings trinken tatsächlich beträchtlich geringere Mengen und widerstehen ohne weiteres extremer Hitze. Wie ist das möglich? Wasser in Lebensmitteln wird ca. bis zu 65 % im Dünndarm und 35 % im Dickdarm absorbiert. Je nach Beschaffenheit der Lebensmittel kann der Körper mehr oder weniger Mengen von zellverfügbarem Wasser aus ihnen extrahieren. Auch Bakterien werden ausgeschwemmt Es verdünnt das säurehaltige Milieu im Magen und Dünndarm und schwemmt gleichzeitig hilfreiche Bakterien aus, die für die Verdauung notwendig sind. Todesfälle durch zu viel Wasser Prof. Tim Noakes warnt in seinem Buch “ Waterlogged” vor zu viel Wassertrinken [1]. Am Beispiel einer jungen Frau, die bei kühlen Temperaturen beim Boston Marathon zusammengebrochen und schließlich im Krankenhaus verstorben ist, erklärt Noakes dieses vermutlich häufig auftretende Problem der Hyperhydration. Der Salzgehalt des Blutes der jungen Frau ist auf einen so tiefen Wert gesunken, was einen Zusammenbruch ihrer Körperfunktionen zur Folge hatte. Man sagt auch Hyponaträmie dazu, da zu wenig Natrium im Blut ist. Mit den Salzen Kalium und Natrium verhält es sich so, dass Kalium im Zellinnern ist, Natrium außerhalb. Nur wenn der Gehalt beider ausgeglichen ist, kann ein Austausch zwischen Zellinnerem und Zelläußerem stattfinden durch Osmose. Sinkt der Natriumgehalt dagegen außerhalb der Zelle zu sehr an, sammelt sich vermehrt Wasser in den Zellen. Es entstehen Ödeme. Im schlimmsten Fall können Lungen- oder Gehirnödeme zum Tod führen. Tim Noakes stellt fest, dass diese Tode bei Sportlern immer häufiger auftreten und das Problem auch nicht erkannt wird, weil man es kaum kennt. Man diagnostiziert dann oft das Gegenteil, nämlich eine Dehydrierung. Der Ratschlag für Sportler, ständig während eines Laufes zu trinken, obwohl kein Durstgefühl vorhanden ist, kann also gefährlich werden. Tim Noakes verweist hier auch auf die Jadgtechniken afrikanischer Ureinwohner. Sie trinken bei hohen Temperaturen während der Jagd zu Fuß oft über Stunden andauernd nicht zwischendurch. Vasopressin, ein Hormon, signalisiert uns Durst Es gibt ein Hormon, das Vasopressin, welches uns automatisch signalisiert, wenn der Salzgehalt des Körpers über einen bestimmten Wert ansteigt. Es verursacht das Durstgefühlt. Wer also als Sportler keinen Durst beim Dauerlauf verspürt, der sollte auch nicht zwischendurch trinken. Ähnlich wie bei Sportlern verhält es sich auch bei unseren Babies oder Kleinkindern und Senioren. Kleinkinder bekommen natriumarmes Mineralwasser. Ihre Mahlzeiten sollen möglichst nicht gesalzen werden. Stattdessen gibt man ihnen reichlich zu trinken. Fruchtsäfte führen zu Salzmangel und fehlendem Appetit bei Kindern Wenn es nicht Wasser ist, dann ist es häufig Fruchtsaft, der ebenfalls natriumarm ist. Das macht die Kinder zudem satt, so dass sie keinen Appetit auf eine salzige ordentliche Mahlzeit haben. Häufig müssen Kleinkinder wegen Hyponaträmie ins Krankenhaus. Eine Infusion löst das Problem des Salzmangels dort sofort. Wasservergiftungen bei Kindern und Senioren Auch Senioren werden in Heimen nur mit salzarmer Kost versorgt. Aber sie werden regelrecht dazu gezwungen, eine ausreichende Menge zu trinken. Häufig auch in Form von Fruchtsaft, weil sie es sonst nicht schaffen, die Mengen an Flüssigkeit zu trinken. (Ich spreche da aus eigener Erfahrung bei meinen Eltern. Der Zwang zu trinken ist schlimmer als die Hausaufgabenpflicht bei Kindern.) Dann nehmen Senioren häufig besonderes Blutdrucksalz, dass arm an Natrium, aber reich an Kalium ist. Das verschlimmert das Ungleichgewicht zwischen Natrium und Kalium um so mehr. Und wie viele Senioren haben mit Ödemen und Wassereinlagerungen zu kämpfen? Dazu kommen Diuretika, die die Flüssigkeiten im Körper wieder mitsamt der Mineralien, insbesondere Natrium ausschwemmen. Dieses Phänomen nennt man auch Wasservergiftung [2]. Der Schwächeanfall bei Senioren ist dann wie bei Kleinkindern im Krankenhaus durch eine Infusion mit ausreichend Salzen schnell gelöst. Vermutlich wäre es besser, das Essen stärker zu salzen, damit ein größeres Durstgefühl auftritt. Aber Wasser enthält doch auch Mineralstoffe? Das ist richtig. Je nach Beschaffenheit der Quelle werden vom Wasser unterschiedliche Sedimentschichten abgetragen, die den individuellen Geschmack prägen. Silicium beispielsweise kommt häufig in Vulkangestein vor und verleiht dem Wasser ein weiches und fast schon buttriges Mundgefühl. Aus diesem Grund erfreuen sich Volvic und Fiji so großer Beliebtheit. Mineralien können besser aus Lebensmitteln als aus Wasser aufgenommen werden Jedoch kann der Körper in Trinkwasser enthaltene Mengen kaum absorbieren. Das hängt damit zusammen, dass diese nicht an Nährstoffe gebunden sind und somit zum größten Teil nicht über den Darm absorbiert und den Zellen zur Verfügung gestellt werden können. Das meiste Wasser, was wir trinken, fließt tatsächlich einfach durch unseren Verdauungstrakt, wird in den Nieren gefiltert und einfach wieder ausgeschieden. Auf seinem Weg bindet es Mineralien und Vitamine. Der Mensch benötigt selbstverständlich Flüssigkeit, um zu überleben. Von großen Mengen Wasser ist allerdings abzuraten, da erstens die Verdauung gestört, zweitens Nährstoffe ausgeschwemmt und drittens keine optimale Hydrierung erfolgt. Früchte und Fleisch hydrieren auch Fleisch beinhaltet ca. 70 % Wasser, eine Wassermelone sogar bis zu 90 %. Die Flüssigkeit in diesen Lebensmitteln hat eine wesentlich bessere Bioverfügbarkeit als normales Trinkwasser. Um festzustellen, ob der Körper gut hydriert ist, ist nicht viel mehr nötig, als auf das persönliche Durstempfinden zu achten. [1] Noakes, Tim 2012: Waterlogged: The Serious Problem of Overhydration in Endurance Sports . [2] Pollmer, Udo 2011: tödliche Wasservergiftungen
- Buchtipp für Sportler!
Der Ratschlag, viel zu Trinken kann zum Tod führen Wer kennt diesen total unlogischen Ratschlag nicht: „Trinke bevor du durstig bist!“? Das ist wie „Iss bevor du hungrig bist!“ oder „Atme bevor du…!“… Heute möchte ich ein Buch empfehlen, das sich gegen die vielleicht gut gemeinten Ratschläge richtet. Hier existiert wieder einmal ein Dogma, das sich vielleicht auch nur durch die Firma Gatorade in den Ausdauersport eingeschlichen hat. Viele Todesfälle bei Marathonläufern können auf Überhydrierung zurückzuführen sein Am Beispiel einer jungen Frau, die bei kühlen Temperaturen beim Boston Marathon zusammengebrochen und schließlich im Krankenhaus verstorben ist, erklärt Prof. Dr. Tim Noakes dieses vermutlich häufig auftretende Problem der Hyperhydration. Der Salzgehalt des Blutes der jungen Frau ist auf einen so tiefen Wert gesunken, was einen Zusammenbruch ihrer Körperfunktionen zur Folge hatte. Aufgrund der ständigen Wasserzufuhr hat sich ihr Wassergehalt sehr viel mehr erhöht, ehe sich der Salzgehalt durch das Ausschwitzen von Wasser erhöhen konnte. Grundsätzlich ist aber auch anzuführen, dass ein erhöhter Salzgehalt in den Körperflüssigkeiten die Leistungsfähigkeit zunächst steigert, da die Osmose, also der Durchgang der Flüssigkeiten durch zelluläre Grenzschichten ebenfalls erhöht wird. Somit können die Salze und andere Teilchen im Körper schneller zwischen den Zellen diffundieren. Tim Noakes verweist hier auch auf die Jadgtechniken afrikanischer Ureinwohner. Sie trinken bei hohen Temperaturen während der Jagd zu Fuß oft über Stunden andauernd nicht zwischendurch. Es gibt ein Hormon, das Vasopressin, welches uns automatisch signalisiert, wenn der Salzgehalt des Körpers über einen bestimmten Wert ansteigt. Es verursacht das Durstgefühlt. Wer also als Sportler keinen Durst beim Dauerlauf verspürt, der sollte auch nicht zwischendurch trinken. Für mich stellt sich zuletzt hier auch die Frage, wie es bei den alten Leuten ist. Vielleicht sollte man ihnen aber auch mehr salzhaltige Nahrung geben, dann würde sich der Durst auch bei dieser Altersgruppe von allein regulieren. Schließlich wurde der Zusammenhang zwischen Bluthochdruck und hohem Salzkonsum nie bestätigt!
- Insulin und Glucagon
Entgegengesetzt wirkende Hormone, wie Tag und Nacht Wie wirken Insulin und Glucagon? Kurz gesagt ist Insulin das Essenshormon zum Aufbauen und Speichern von Körpermasse, Glucagon das Fasten-Hormon zum Abbauen und Verbrennen von Körpermasse. Man spricht hier auch von anabolen und katabolen Hormonen. Wo werden Insulin vs. Glucagon hergestellt? Sie werden beide hauptsächlich in der Bauchspeicheldrüse hergestellt. Glucagon von den Alpha-Zellen, Insulin von den Beta-Zellen. Insulin hat durch Rezeptoren Einfluss auf Muskelzellen und Fettzellen. Glucagon nur auf Fettzellen und die Leber. Insulin, Glukagon und Insulinausstoß Essenszustand versus Fastenzustand Im anabolen Zustand, wenn wir Insulinausschüttungen haben, auch wenn sie durch Snacking oder Kaugummikauen noch so klein sind, werden wir immer Körpermasse aufbauen, Fett aber nicht abbauen. Umgekehrt, wenn wir in einem fastenden Zustand sind, und keine Insulinausschüttungen haben, bewirkt Glucagon einen Abbau von Fettmasse, eine Verstoffwechslung der Fettsäuren in der Leber, übrigens auch bei solchen Leuten, die bereits eine Fettleber haben. Noch ein positiver Effekt: Glucagon wird im fastenden Zustand keinen Abbau der Muskelmasse zur Folge haben, denn es hat keine Rezeptoren an den Muskelzellen und somit darauf keinen Einfluss. Insulin, Glucagon und Fasten Glucosemahlzeit versus Fleischmahlzeit Nach einer Mahlzeit reich an Glucose oder Kohlenhydraten steigt Insulin stark an und Glucagon sinkt. Der typische Modus zum Körperaufbau. Nach einer Mahlzeit reich an Proteinen dagegen steigt Insulin zwar auch an, aber parallel dazu auch Glucagon. Glucagon induziert nämlich auch die Gluconeogenese in der Leber, was die Umwandlung von Proteinen in Glucose bedeutet. Deshalb wird auch der Blutzucker nach einer proteinreichen Mahlzeit über einen längeren Zeitraum leicht erhöht sein. [3] Insulinausschüttung bei Fleisch Wie uns der Insulinindex zeigt, ist der Ausstoß bei eiweißhaltigen Lebensmitteln nicht zu unterschätzen. Zum Beispiel ist der Ausstoß bei Rindfleisch oder Fisch größer als bei Nudeln [1]. Auch wenn Fleisch keinen Zucker liefert, so wird dennoch eine nicht geringe Menge an Insulin ausgeschüttet. Das ist für den Muskelaufbau natürlich von Vorteil. Wer aber abnehmen möchte, der sollte darauf achten, nicht zu große Mengen an Fleisch zu essen, sondern mehr durch einen hohen Fettanteil die Sättigung zu ermöglichen. Insulin, Glukagon und Abnehmhemmung Insulinausschüttung bei Prädiabetes Für alle, die bereits eine Insulinresistenz haben oder einen Prädiabetes, ist die Situation mit Insulin noch schwieriger: Sie schütten wesentlich mehr Insulin aus als nötig [2]. Deshalb ist bei ihnen der Fettabbau auch wesentlich schwieriger als bei anderen. Grundsätzlich wird durch Kohlenhydrate sehr viel Insulin ausgeschüttet, durch Eiweiß mittelmäßig je nach Grad der Hyperinsulinämie und durch Fett gar nichts. Wer also eine Hyperinsulinämie hat, der kann bereits in der Ketodiät mit zu viel Eiweiß zu viele Insulinausschüttungen haben, was den Fettabbau behindert und dauerhaft hungrig macht. In dem Fall ist es dann wirklich ratsam, den Fettanteil der Mahlzeiten stark zu erhöhen, um endlich in den Fettabbau zu kommen. [1] Susanne HA Holt, Janette C Brand Miller, and Peter Petocz. 1997: An insulin index of foods:the insulin demand generated by 1000-kJ portions of common foods. [2] Nuttall FQ, Gannon MC. 2004: Metabolic response of people with type 2 diabetes to a high protein diet. [3] Marty Kendall. 2015: Optimising nutrition, managing insulin.
- Leptinresistenz
Ein Teufelskreis verhindert das Abnehmen The Rosedale Diet Ron Rosedale hat mit seinem Buch „The Rosedale Diet“ das Thema Leptinresistenz aufgegriffen und als großes Hindernis beim Abnehmen bezeichnet. Was ist Leptin? Leptin wird von den Fettzellen produziert. Leptin steuert Appetit und Sättigung. Außerdem beeinflusst es unsere Körpertemperatur und hat somit auch Einfluss auf unsere Schilddrüsenfunktion. Hohe Nüchtern-Leptin-Werte bedeuten, dass Leptin nicht mehr richtig im Körper wirkt. Eine Leptinresistenz hat sich entwickelt. Hohe Leptinwerte bedeuten auch eine starke Alterung. Deshalb sind Langlebigkeitsstudien bei Tieren mit Kalorienrestriktion so erfolgreich. Leptinresistenz führt zu stärkerem Verlangen nach Süßem Leptin sagt dem Organismus auch, wann er Fett verbrennen soll. Eine Sensitivität gegenüber Leptin bedeutet auch, einen gesunden Organismus zu haben. Dazu müssen die Werte aber niedrig und stabil sein. Bei zu hohen Leptinwerten werden wir leptinresistent. Leptinresistenz bedeutet, dass mehr Fettzellen gebildet werden. Es führt auch zu einem stärkeren Verlangen nach Süßem und es beeinträchtigt unsere Schlafqualität. Sie führt auch gerade zu Bauchspeck und verhindert den Aufbau von Muskelmasse und Knochensubstanz, weil das Wachstumshormon IGF-1 gehemmt wird. Leptinresistenz und Insulinresistenz spielen zusammen. Höhere Leptinwerte stimulieren auch die Stresshormonausschüttung. Deshalb haben dann niedrigere Leptinwerte eine beruhigende Wirkung auf den Geist. Leptin aus den Bauchzellen führt zu Mangel an Testosteron Prof. Heufelder schreibt im Buch „Ran an den Bauch“: „Das Hormon Leptin, ein weiteres Produkt der Bauchfettzellen, schwimmt mit dem Blut ins Gehirn. Dort stört es im Zwischenhirn die geregelte Hormonbildung und bewirkt nachhaltige Funktionsstörungen zahlreicher Hormondrüsen im Körper, was unter anderem zu einem Mangel an Testosteron führt.“ Auch überschüssiges Protein verursacht mehr Leptinausschüttung Ron Rosedale empfiehlt, wenn man Gewicht verlieren möchte, muss man zunächst niedrigere Leptinwerte erreichen, um sensibler gegenüber Leptin zu werden. Kohlenhydrate verursachen hohe Leptinausschüttungen. Auch überschüssiges Protein, so warnt Ron Rosedale wird in Glucose umgewandelt und fördert weiterhin den gestörten Stoffwechsel. Er rät deshalb zu niedrigen Eiweißanteilen von höchstens 1 g pro kg Körpergewicht. Seine genaue Berechnungsformel setzt das Wissen über den eigenen Fettanteil voraus, den man nur mit einer Fettwaage berechnen kann. Fettreiche Nahrung ohne Transfette, also ohne Saatenöle, verringert dagegen die Leptinwerte. LCHF das Beste Somit ist eine LCHF, also low carb high fat, - Diät das ideale, um die Leptinresistenz in den Griff zu bekommen mit gleichzeitiger moderater Proteinzufuhr.
- Gallensteine durch Carnivore?
Die Ursache für deine Gallensteine ist nicht, was du denkst. Was sind Gallensteine und wie häufig treten sie auf? Gallensteine sind zu 80 % Cholesterinsteine. Zu 20 % sind es Pigmentsteine, die bei Leberzirrhose oder Blutkrankheiten auftreten, oder eine Mischform aus beiden [1]. Ich möchte im Folgenden auf die Cholesterinsteine eingehen. 10 bis 20 % der Erwachsenen bekommen im Laufe ihres Lebens Gallensteine. Frauen sind häufiger betroffen als Männer [2]. Oft bleiben sie unentdeckt und führen nicht zu Komplikationen. Wenn es aber zu Komplikationen kommt, liegt der Anfang ihrer Entstehung bereits 10 bis 15 Jahre zurück. Gallensteine können klein oder groß sein. Große Steine sind weniger gefährlich als kleine Steine, weil sie nicht in die Gallengänge gelangen können. Probleme mit Gallensteinen erstmals bei Keto oder Carnivore Gallensteine durch Carnivore? Erste Probleme bei existierenden Gallensteinen können mit der Umstellung auf eine fettreiche und kohlenhydratarme Diät auftreten. Dann wird nämlich durch die vermehrte Ausschüttung des Hormons Cholecystokinin nach dem Konsum von Eiweiß und Fett die Gallenkontraktion vermehrt angeregt. Wenn die Galle mit Gallensteinen gefüllt ist, treten Schmerzen auf. Es kann auch zu Übelkeit oder Aufstoßen führen, weil nicht ausreichend Gallensäfte in den Zwölffingerdarm gelangen. Auch ein heller Fettstuhl deutet auf ungenügend Gallensäfte bei der Verdauung hin. Blockiert ein kleiner Gallenstein den Gallengang kurz vor dem Übergang in den Darm, kann dies sogar zu einer Bauchspeicheldrüsenentzündung führen, weil weder Gallensäfte aus der Gallenblase noch Verdauungsenzyme aus der Bauchspeicheldrüse in den Darm gelangen können [3][6]. Hilft Ochsengallenpulver gegen Gallensteine? Solange die Sensitivität der Galle auf das Hormon Cholecystokinin eine unzureichende Kontraktion der Galle anregt, kann Ochsengallenpulver die Fettverdauung fördern. Es kommt aber nur bei schwer leberkranken Patienten vor, dass unser Körper überhaupt zu wenig Gallensäfte produziert. Solange unsere Leber noch ihre Funktion erfüllen kann, produziert sie immer ausreichend Galle. Die Gallenblase selbst ist nur ein Zwischenspeicher für den Gallensaft. Sind die Gallengänge verstopft, entwickelt man mit der Zeit gelbe Augen, gelbe Haut und teilweise juckende Haut durch die Gallensalze, die sich immer mehr im Körper ausbreiten, weil die Leber weiterhin Gallensäfte produziert [3]. Wie kommt es zu Gallensteinen? Rein statistisch korreliert das Vorkommen von Gallensteinen mit dem Auftreten von hohen Triglyceridwerten [2][4] sowie niedrigen HDL-Werten [1] - also wieder genau mit den Blutwerten, die sich durch eine carnivore oder ketogene Ernährung verbessern. Auch Übergewicht ist ein Risikofaktor. Wenn man bedenkt, dass Cholesterinsteine eine kristallisierte Form des cholesterinreichen Gallensafts sind, liegt die Ursache auf der Hand. Wer seine Galle nicht benötigt, weil er fettarm und proteinarm isst, der riskiert hier eine Kristallbildung in den unbewegten Gallensäften. Monastyrsky geht sogar so weit, zu behaupten, dass ein übermäßiger Konsum von Ballaststoffen den Dünndarm zu sehr füllt, sodass ein Rückstau bei den Verdauungssäften im Gallengang entsteht. Da Frauen tendenziell weniger Fett und mehr Ballaststoffe essen, seien sie häufiger betroffen [5]. Können sich Gallensteine durch Carnivore wieder auflösen? Gallensteine kann man nur im Ultraschall feststellen. Kleine Steinchen können vermutlich noch abgehen, aber bei größeren Steinen und bei Komplikationen ist eine Entfernung der Gallenblase nötig. Die Gallengänge übernehmen anschließend die Aufgabe der Galle und es kann wieder nach einer Umgewöhnungsphase fettreich gegessen werden. Dr. Cywes rät außerdem von Gallensteinentgiftungskuren ab. Ein Gallenstein könne sich nicht auflösen, er könne sich nur ablösen [3]. Über eine Neubildung von Gallensteinen durch cholesterinreiche Ernährung muss man sich als Carnivore aber keine Sorgen machen. [1] DocCheck Flexicon: Gallenstein [2] A.H.M. Smelt. 2010: Triglycerides and gallstone formation. [3] Dr. Robert Cywes M.D. Ph.D. #CarbAddictionDoc: Ep:392 MYTHBUSTERS: GALLSTONES AND BILE ON A KETOGENIC DIET [4] Hongliang Li, Congfeng Zhang. 2024: Association between triglyceride-glucose index and gallstones: a cross-sectional study. [5] Monastyrsky, Konstantin 2008: Fiber Menace [6] Universitätsspital Zürich: Gallensteine
- Schwermetalle - unser tägliches Gift
Cadmium, Blei, Quecksilber aus Seefisch, Tee, Reis, Dosen Metalle im Übermaß gegessen "Monsieur Mangetout" war ein französischer Entertainer, der für seine ungewöhnliche Fähigkeit bekannt war, Dinge wie Fahrräder und Fernseher zu essen. Es heißt, im Laufe seines Lebens habe er über 9 Tonnen Metall verzehrt. Darunter ein ganzes Flugzeug. Mit 57 Jahren starb er offiziell eines natürlichen Todes. An seinem Beispiel lässt sich leicht erkennen: nicht alle Metalle, die wir über Nahrung aufnehmen, lagern sich im Körper ab. Beim gesunden Darm wird ein Großteil der Metalle wieder ausgeschieden Ein intakter Verdauungstrakt ist in der Lage, 99 % des oral eingenommenen Aluminiums und anorganischen Eisens über den Darm wieder auszuscheiden. Der Rest wird nahezu vollständig über den Urin aus dem Körper transportiert. Wenn sich Stoffe wie Blei, Cadmium und Aluminium im Körper allerdings festsetzen, verursachen sie oxidativen Stress, was unter anderem zu Zellschäden und chronischen Erkrankungen wie Krebs, Diabetes und neurodegenerativen Erkrankungen führt. Wie kommt es also dazu, dass sich Schwermetalle in Gehirn, Knochen, der Leber, den Haaren, der Lunge und den Muskeln einlagern können? Schwermetalle binden sich an organische Stoffe Die Antwort ist relativ einfach. Schwermetalle setzen sich an Stoffen fest, die der Körper absorbieren will. Aluminium bindet sich beispielsweise leicht an Citrat, dem Salz der Zitronensäure, und nutzt so als blinder Passagier die Transportwege des Körpers, um zu verschiedensten Geweben zu gelangen. Auch die Blut-Hirn-Schranke kann Aluminium überwinden. Durch die molekulare Ähnlichkeit mit dem Stoff Eisen kann es sich an das Transportprotein Transferrin binden, dessen primäre Aufgabe es ist, den Körper mit Eisen zu versorgen. Östrogene Wirkung von Aluminium Aluminium wird auch als Metallöstrogen bezeichnet, da es unter Laborbedingungen die Östrogenrezeptoren blockiert. Folgen sind Gynäkomastie (Männerbusen), Osteoporose und Erektionsprobleme. Aluminium steht unter starkem Verdacht, maßgeblich die Entstehung von Demenz zu begünstigen. Quecksilberkontamination Nicht nur über die Nahrung, sondern auch über Lunge und Haut absorbiert der menschliche Organismus Schwermetalle. Quecksilber ist ein Metall, das selbst "Monsieur Mangetout" niemals vertilgt hätte. Organische Quecksilberverbindungen, wie etwa Methylquecksilber, werden aufgrund ihrer hohen Fettlöslichkeit aus dem Magen-Darm-Trakt resorbiert. Auch über die Haut und die Lunge werden sie gut aufgenommen. Quecksilber kann das Immunsystem schwächen und sich negativ auf die Fortpflanzungsfähigkeit auswirken, es führt zu Nierenversagen und ist extrem neurotoxisch. Gedächtnisverlust, Tremor, Koordinationsstörungen und zum Teil irreversible Hirnschäden können Folgen von Quecksilberkontakt sein. Verunreinigungen über das Wasser in die Nahrung Seit Jahren warnt uns der Verbraucherschutz vor erheblichen Mengen Schwermetall im Fisch oder in Meeresfrüchten. Meeresorganismen nehmen Stoffe wie Cadmium, Blei und Quecksilber aus verunreinigtem Wasser auf und übertragen sie in die Nahrungskette. Gift durch Zuckerschock Quecksilber aus rohem Fisch wird weniger eingeleitet Während die Blei- und Cadmiumgehalte bei Fischen nur im unteren Spurenbereich liegen, ist das Element Quecksilber im Zusammenhang mit der Belastung von Seefischen das problematischste Schwermetall. Je älter und größer die Tiere werden und je höher ihre Stellung in der Nahrungskette, desto mehr Quecksilber sammeln sie an. Betroffene sind häufig große Exemplare von Fischarten wie Schwertfische, Haifische, Marlin, Speerfische und große Thunfische. Anhänger der Rohkosternährung behaupten, dass der Konsum von rohem Fisch wesentlich unbedenklicher sei, da die intakten Enzyme und rohen Fette den Großteil der Schadstoffe ausleiten würden. Eine Untersuchung von Aajonus Vonderplanitz soll das beweisen. Epoxidharz-Beschichtung bei Dosen Beim Kauf von Thunfischkonserven werden in der Regel nur kleine Tiere verarbeitet. Wesentlich problematischer ist hier die Verpackung selbst. Metallkonserven bestehen häufig aus Stahl oder Aluminium, die zum Schutz vor Korrosion (Rost) mit einer Schicht aus Zinn oder einer speziellen Beschichtung - oft Epoxidharz - überzogen sind. Wenn diese Schutzschicht beschädigt oder unzureichend ist, kann das Metall mit der Nahrung in Kontakt kommen und Schwermetalle wie Zinn, Blei oder Aluminium können in das Essen übergehen. Auch während der Produktion von Konserven kann es zu Kontaminationen kommen, wenn die Maschinen oder Materialien, die zur Herstellung der Dosen verwendet werden, mit Schwermetallen belastet sind. Arsenbelastung durch Reis Die Reispflanze neigt dazu, besonders effektiv Arsen aus dem Boden zu ziehen. Entsprechend ist die Belastung verhältnismäßig hoch. Arsen erhöht das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen und ist ein gefährliches Karzinogen. Symptome beim Konsum sind Taubheitsgefühle und Kribbeln in verschiedenen Körperregionen. Cadmium in Kosmetika Auch Kosmetikartikel sind mit Schwermetallen belastet. Chrom lässt sich beispielsweise in Lidschatten und Eyeliner nachweisen und eine erhöhte Cadmiumkonzentration in Lippenstiften. Quecksilber kann in Hautaufhellern oder Anti-Aging-Produkten vorkommen. Schwermetalle in Tee Eine besonders hohe Konzentration an Schwermetallen enthalten Tees [1]. Im Verarbeitungsprozess werden Kräuter und getrocknete Früchte von Maschinen verunreinigt. Schwermetalle und Entgiftung Liquids aus E-Zigaretten enthalten Arsen, Chrom, Nickel und Blei Auch der Genuss von E-Liquids ist bedenklich. Dampfer sind durch den Konsum von Liquids im Übrigen Arsen, Chrom, Nickel und Blei ausgesetzt. Süßstoffe wie Ethylmaltol transportieren die Schadstoffe direkt in die Lunge. Gemüse und Obst, das nah an Verkehrsstraßen angebaut wird, beinhaltet erhöhte Mengen Cadmium und Blei. Ähnlich ist es mit den Eiern von Hühnern, die nah an der Straße gehalten werden. Bio-Hühnereier haben daher nicht selten einen höheren Gehalt als Eier aus Boden und Freilandhaltung. Blei ist besonders neurotoxisch, vor allem für Kinder. Es kann zu Lernschwierigkeiten, vermindertem IQ, Verhaltensstörungen und in schweren Fällen zu Hirnschäden führen. Bleieinlagerungen stehen in Verbindung mit Herzkreislauferkrankungen. Cadmium kann die Knochen schwächen, was zu Osteoporose und einem erhöhten Risiko für Knochenbrüche führt. Bei Inhalation kann es zu schweren Lungenschäden und Lungenkrebs kommen. Unser Trinkwasser und fast alle Lebensmittelgruppen können mit Schwermetallen belastet sein. Fleisch gehört nicht dazu, es sei denn, es stammt von Wildtieren, die in toxisch belasteten Regionen leben. Fakt ist: Nahezu jeder Mensch ist erheblichen Mengen von Schwermetallen ausgesetzt. Ob zum Teil im Trinkwasser, durch Teflonpfannen oder über die Ernährung. Symptome einer Belastung sind vielfältig. Ein Nährstoff- und Energiemangel tritt jedoch immer auf. Metalle konkurrieren mit essenziellen Mineralien wie Eisen, Zink und Calcium um die Absorption im Darm. Wenn der Körper Schwermetalle aufnimmt, kann dies die Aufnahme von Vitaminen und Mineralien beeinträchtigen und zu Mangelerscheinungen führen. Wie also Schwermetalle ausleiten? Von Medizinern wird häufig die Chelat-Therapie empfohlen. Die Chelat-Therapie ist eine Behandlung, bei der bestimmte Chelatbildner, wie EDTA (Ethylen-Diamin-Tetraessigsäure) oder DMSA (Dimercaptobernsteinsäure) verabreicht werden. Diese Substanzen binden sich an Schwermetalle im Blut und helfen, sie über die Nieren aus dem Körper abzuführen. Chlorella und Spirulina sind Algen mit der Eigenschaft, Schwermetalle zu binden. Leider tun sie das auch sehr effektiv während der Herstellung der beliebten “Entgiftungspillen” [2]. In einem industriell kontaminierten Umfeld produzierte Chlorellasupplemente sind nichts anderes als Schwermetallpulver und Kapseln. Um eine effektive Ausleitung von Metallen zu ermöglichen, sollte man vorerst verhindern, dass man weitere Substanzen dieser Art aufnimmt. Eine fleischbasierte Ernährungsweise gewährleistet das optimal. Auf zu viel Fisch, Milchprodukte und Eier sollte jedoch verzichtet werden, wenn man keine absolute Sicherheit bezüglich der Herkunft hat. Carnivore Diäten haben sich als enorm wirkungsvoll bei Darmerkrankungen erwiesen. Sie gewährleisten ein ausgewogenes Bakterienverhältnis, helfen beim Aufbau der Darmschleimhaut und senken Entzündungsparameter. Mit einer gesunden Darmflora kann die Entgiftung körperfremder Stoffe ermöglicht werden, ganz ohne Hilfsstoffe. Bakteriell können Schwermetalle gebunden und über Lymphe abtransportiert werden [3]. [1] https://www.maxima.at/2017/10/30/tee-trinken-kann-ungesund-sein/ [2] https://www.viktilabs.de/blogs/magazin/chlorella-wirkung [3] https://www.hzdr.de/db/Cms?pOid=12735&pNid=142&pLang=de
- Wasserverbrauch bei Fleisch
Wenn Regen hinzugezählt wird Wasser im geschlossenen Kreislauf Angeblich soll der Fleischkonsum so unökologisch sein, weil für die Herstellung von 1 kg Fleisch sagenhafte 15 000 l [1] Wasser verbraucht würden. Wasser kann eigentlich gar nicht verbraucht werden, weil es auf unserer Erde in einem geschlossenen Kreislauf steckt… Aber gut, sehen wir uns diese Zahl mal etwas genauer an. Grünes, blaues und graues Wasser Man unterscheidet nämlich unter Umweltexperten zwischen drei verschiedenen Arten von Wasser. Grünes Wasser ist atmosphärisches Wasser, sprich Regen, der einfach auf die Erde fällt. Und wenn man bedenkt, dass 2/3 aller landwirtschaftlichen Flächen Grasland sind, dann kommt da schon mehr zusammen als durch alle Ackerflächen zusammengenommen. Dieser Regen würde aber so oder so auch ohne die Tiere auf die Erde fallen. Und dieses grüne Wasser macht zum Beispiel bei der Rindfleischbetrachtung zwischen 94 und 97 % [2] aus, je nach Haltungsform. Das sind also schon mindestens 14 100 l! Nur graues Wasser (Abwasser) sollte zählen Eigentlich müsste man an dieser Stelle gar nicht mehr weiterdiskutieren, wenn man jetzt mit einem Verfechter der „Fleisch ist klimaschädlich“-Theorie spricht. Was hat es aber mit den restlichen 3 bis 6 % des Wassers in dieser Kalkulation auf sich? Es handelt sich dabei entweder um blaues Wasser oder graues Wasser. Blaues Wasser stammt aus Flüssen, Brunnen oder Trinkwasserleitungen. Natürlich benötigen Rinder auch Trinkwasser. Somit ist man hier tatsächlich auf eine Wasserversorgung angewiesen, egal ob im Stall oder auf der Weide, was 2 bis 3 % ausmacht. Graues Wasser bezeichnet Wasser, das geklärt werden muss, also Schmutzwasser. Meiner Logik nach wird dieses Wasser hier doppelt berechnet, denn was das Tier säuft, das uriniert es auch wieder aus und dann haben wir Schmutzwasser im Stall und auf der Weide einen guten Dünger. Deshalb ist dieser Prozentsatz bei der konventionellen Haltung genauso groß wie die Trinkwassermenge mit 3 % und bei der Weidehaltung beläuft sich das Schmutzwasser nur auf 1 %, vermutlich wird hier die Menge berechnet, die beim Schlachten anfällt. Blaues Wasser zur Bewässerung beim Gemüseanbau Ich möchte jetzt aber vor allem das blaue Wasser näher betrachten, denn das ist ja das Trinkwasser, das je nach Region knapp ist. Weltweit werden 80 % des Trinkwassers für die Landwirtschaft und deren Bewässerung benötigt. Das ist eine große Menge! Und sind auch hier die Tiere die größten Übeltäter mit der Fleischproduktion? Pro Kilogramm Fleisch werden 300 bis 550 l blaues Wasser benötigt. Ist das viel? Wie sieht es denn mit anderen Lebensmitteln wie Gemüse, Nüssen, Hülsenfrüchten oder Obst und Getreide aus? Malte Rubach [3] hat diese Zahlen zum blauen Wasser für Deutschland und die Welt zusammengetragen. Unter den Gemüsesorten ist Spargel an der Spitze mit 119 l pro kg, unter den Hülsenfrüchten sind es die Linsen mit 489 l pro kg, unter den Früchten die Kirschen mit 531 l pro kg und unter den Getreidesorten ist es Reis mit 492 l, gefolgt von Weizen mit 342 l pro kg. An absoluter Spitze stehen aber die Nüsse, und unter diesen die Pistazien mit 7600 l pro kg. Gerade weil Nussplantagen meist in trockenen Regionen wie Kalifornien oder der Türkei liegen, sind diese Mengen eigentlich nicht mit einem guten Gewissen vertretbar. Der wahre Ökologe wird jetzt sagen: Prima! Essen wir Gemüse! Damit schonen wir die Umwelt! Aber werden wir von einem Kilogramm Spargel wirklich satt und liefert es uns überhaupt die Nährstoffe, die wir benötigen? Natürlich nicht. Das ist jedem klar. Vergleich sollte über Kalorien, nicht Kilogramm sein Eine Kalkulation auf der Grundlage von Nährstoffen ist etwas kompliziert. Deshalb wähle ich den einfacheren Weg der Kalorienbetrachtung. Ein Kilogramm Tomaten zum Beispiel benötigt in der Herstellung 63 l blaues Wasser, Schweinefleisch dagegen 460 l. Jetzt haben Tomaten aber pro Kilogramm nur 200 kcal, Schweinefleisch dagegen 3000 kcal. Wir müssen den Spieß also umdrehen. Wie viele Liter Trinkwasser werden bei Tomaten für 1000 kcal vergeudet, verglichen mit derselben Energiemenge an Schweinefleisch? Die Wassermenge für Tomaten müssen wir dann verfünffachen, also 315 l, und für Schweinefleisch durch 3 teilen. Somit bleiben 153 l für 1000 Kalorien aus Schweinefleisch. Wasserverbrauch und Risiken von rohem Schweinefleisch Die Kalkulation für Nährstoffe wie Aminosäuren, Vitamine und Mineralstoffe sowie auch deren Bioverfügbarkeit würde diese Bilanz für alle pflanzlichen Produkte wesentlich schlechter aussehen lassen. Also, liebe Fleischliebhaber, lasst euch nichts einreden! Im Gegenteil! Zeigen wir mal mit dem Finger auf die Pflanzenfresser! [1] Wasserverbrauch bei der Rindfleischproduktion - Fokus Fleisch ( fokus-fleisch.de ) [2] Rodgers, Diana. Wolf, Robert. 2020: Sacred Cow, S.172 [3] Rubach, Malte. 2020: Ökobilanz auf dem Teller. S. 64 ff
- Woher kommen Ernährungsratschläge? Teil 4
Studien aus der Petrischale Kausale Zusammenhänge erkennen Wenn an Zellen in der Petrischale experimentiert wird, so können auch kausale Zusammenhänge gefunden werden. So hat man zum Beispiel die Tatsache, dass die Gluconeogenese, also die Verzuckerung von Eiweiß nur auf Bedarf geschieht, über solch ein Experiment gezeigt. Metabolischen Zellen, denen Eiweiß zur Verstoffwechslung zugefügt wurde, wandelten dieses ohne Signale in Fettsäuren um, nicht in Glucose. Allerdings berichten sehr viele Menschen darüber, dass sie immer aus der Ketose fallen, wenn sie viel Eiweiß konsumieren. Das widerspricht also den Ergebnissen aus diesem Experiment. Experimente aber nicht "in vivo" Ein Nachteil dieser Versuche ist nämlich, dass man nur Zusammenhänge im ganz Kleinen, nicht aber im Großen mit dem Zusammenspiel der Hormone oder des Immunsystems finden kann. Dazu bedarf es zusätzlicher Bestätigung der Erkenntnisse am Menschen, also "in vivo". Laborfleisch aus der Petrischale Übrigens ist auch das ein Aspekt, der zeigt, dass man kein Fleisch im Reagenzglas züchten kann. Laut Prof. Mitlöhner im HPO Podcast müssten hierzu sterilste Bedingungen herrschen. Denn in den Zellzüchtungen gibt es kein Immunsystem, das Bakterien bekämpfen könnte. Man müsste also Unmengen an Antibiotika einsetzen oder eben sterilste Bedingungen schaffen, um künstliches Fleisch in größeren Mengen zu produzieren. Für eine Massenproduktion also utopisch. Ernährungsratschläge Teil 5 Ursprung von Ernährungstipps und Studienkritik
- Woher kommen die Ernährungsratschläge? Teil 3
Tierversuche Professor Ben Bikman führt Tierversuche mit Mäusen im Bereich Insulin und Fettstoffwechsel durch. Diese Tierversuche sind sicher sehr hilfreich, um Zusammenhänge im Bereich Ernährung und Gesundheit zu verstehen. Auch im Bereich ketogener Ernährung und Krebs hat es hier bereits einige Tierstudien gegeben. Aber wie sich an dem Beispiel Acrylamid (siehe Beitrag von mir) gezeigt hat, sind die Schlussfolgerungen nicht immer auf den Menschen übertragbar. Man muss da sicher auch immer noch weitere Studien zu Rate ziehen, bevor man Erkenntnisse daraus zieht. Ethisch sind Tierversuche natürlich auch bedenklich, da die Tiere eventuell gequält werden. Ernährungsratschläge Teil 4
- Woher kommen die Ernährungsratschläge? Teil 2
Klinische Studien Evidenzbasiert sind am ehesten klinische Studien Klinische Studien sind zwar sehr viel genauer und man kann mit ihrer Hilfe auch leichter kausale Zusammenhänge erfassen. Der Nachteil ist jedoch, dass sie sehr viel teurer sind als eine epidemiologische Studie. Die Teilnehmer müssen ganz engmaschig kontrolliert werden. Häufig wird ihre Ernährung vorgegeben und sie müssen sich ständig Bluttests oder Untersuchungen unterziehen. Man kann sich also leicht vorstellen, dass die Zahl der Teilnehmer meist nur im Bereich von maximal Hundert liegt im Gegensatz zu epidemiologischen Studien mit Tausenden von Teilnehmern. Leider ist die Abbrecherquote auch sehr hoch, denn oft ändert sich die Lebenssituation der Probanden und sie geben die Teilnahme an der Studie auf. Niemand kann ja dazu gezwungen werden. Für Wissenschaftler ist es also ein sehr großer Aufwand Fördergelder für eine klinische Studie zu erhalten. Für Pharmafirmen zur Testung von Medikamenten sind klinische Studien natürlich eine Voraussetzung. Aber im Bereich Ernährung ohne Nutzen für eine Firma sieht die Sachlage schon wesentlich schwieriger aus. Nahrungsmittelfirmen sponsern öfter Studien, bei denen die Produkte, die sie vertreiben gut wegkommen. Kein Wunder, dass Kaffee so oft positiv bewertet wurde. Dasselbe gilt für die zahlreichen Fertigprodukte aus Getreide, die sich lange ungekühlt halten. Die großen Nahrungsmittelkonzerne vertreiben aber kaum Tierisches. Also werden auch keine Studien zu deren Vorteil in Auftrag gegeben. Es gibt noch wenige klinische Studien zum Thema ketogener Ernährung, aber da wird langsam immer mehr aufgeholt. Und zum Thema Carnivore ist natürlich noch nichts an Studien vorhanden. Schade, denn hier könnten Zusammenhänge besser verstanden werden. Ernährungsratschläge Teil 3
- Woher kommen die Ernährungsratschläge?
Studienart 1: Epidemiologische Studien = Umfragestudien Wenn man irgendeine neue Erkenntnis der Ernährungswissenschaft in den Medien liest, ist es immer sehr ratsam, zu wissen, um welche Form der Studie es sich ursprünglich gehandelt hat. Studien mit ungewünschten Ergebnissen müssen nicht veröffentlicht werden Zuallererst möchte ich hier anführen, dass es leider für Universitäten und Forschungsinstitute keine Pflicht ist zu Beginn die Studie anzumelden. Auf diese Art und Weise gibt es zahlreiche Studien, die nie veröffentlicht werden. Wenn das Ergebnis nicht dem Gewünschten entspricht, wird die Studie einfach in der Schublade verschwinden. Das ist nicht im Sinne der Aufklärung der Wahrheit. Es gibt verschiedene Studienarten, die ich in einer Folge mit ihren Vor- und Nachteilen erklären möchte. Epidemiologische Studien sind Umfragestudien Studienart Nummer 1: Epidemiologische Studien. Diese werden am häufigsten durchgeführt. Es handelt sich dabei um ausgewertete Fragebögen, teilweise auch über Jahre hinweg, an einer sehr großen Personenzahl. Diese Studien sind relativ kostengünstig, da eine maschinelle Auswertung der Fragebögen möglich ist. Welche Erkenntnisse kann man aus diesen Studien ziehen? Man kann herausfinden ob eine Korrelation zwischen zwei Faktoren zu finden ist. Zum Beispiel Menge an gegessenem Gemüse versus Anfälligkeit für Erkältungen. Findet sich hier eine Korrelation, zum Beispiel viel Gemüse, wenig Erkältungen, dann wird die Erkenntnis der Studie oftmals sofort publik gemacht und der Zusammenhang als erwiesen angesehen. Korrelation heißt nicht Kausalität! Was aber kaum berücksichtigt wird, ist der Grad der Korrelation und die Frage des Warum! Korrelation heißt nicht Kausalität! Der Zusammenhang wird nicht untersucht. Und es werden viele weitere Faktoren nicht berücksichtigt. So waren Vegetarier in den letzten Studien immer gesünder als Fleischesser. Da Vegetarier früher aber allgemein weniger Süßigkeiten und Fast Food aßen, durch ihre Konzentration auf das Thema Gesundheit auch einen rundum gesünderen Lebensstil pflegten und aus der Oberschicht kamen, konnte diese Korrelation gefunden werden. Sobald man Vegetarier und Fleischesser betrachtete, die alle einen gesunden Lebensstil hatten, fiel diese Verbindung ganz weg. (siehe Worm, Syndrom X, Kapitel „Kann Fleischeslust Sünde sein.“) Dazu kommt, dass man in den Umfragebögen eine Salamipizza als Fleisch interpretierte! Ketose-Messung und Fettstoffwechsel Stärkste Korrelation ist die zwischen Rauchern und Lungenkrebs Eine der stärksten Korrelationen, die man im Gesundheitsbereich je finden konnte, war die zwischen Lungenkrebs und Rauchen, nämlich von 0,716. Der Korrelationskoeffizient liegt immer zwischen 0 und 1! Meist wird aber angegeben, um wie viel das Risiko an Lungenkrebs zu erkranken, erhöht ist, wenn man Raucher ist. Man spricht hier vom relativen Risiko. Das liegt in diesem Fall zwischen 15,00 und 30,00, also 1400 % bis 2900 %. Solch ein hoher Wert wurde sonst in keiner epidemiologischen Studie gefunden. Meist werden erhöhte Risiken von 10 bis 50 % genannt, was einem Wert von 1,10 bis 1,50 entspricht. Eigentlich gelten Werte unter 2,00 (Risiko um 100 % erhöht) aber nicht als aussagekräftig. Statine bewirken zu 100 % niedrigere Cholesterinwerte, aber nur zu 0,5 % niedrigere Herzinfarktrisiken Dr. Nadir Ali erkläre, dass man durch die Einnahme von Statinen seine Cholesterinwerte zwar zu fast 100 % senkt, sein Herzinfarktrisiko aber nur um 0,5 %. Dennoch werden Statine bis heute eigentlich zur Senkung des Herzinfarktrisikos eingesetzt und diese 0,5 % wurden groß gefeiert! Was aber verschwiegen wurde: Das Risiko an Diabetes oder an Krebs zu erkranken, ist durch die Einnahme von Statinen um 50 % gestiegen. Den Zusammenhang erklärt Dr. Ali auch in obenstehendem Video. Ein weiteres Interview gibt er in diesem Podcast . Ernährungsratschläge und Statine Es kommt also immer auf die genaue Betrachtung der Studien an. Und so wie einige Aufklärer diese getan haben, ist ein Großteil der Epidemiologischen Studien irgendwie subjektiv ausgelegt worden. Ernährungsratschläge Teil 2
- Woher kommen die Ernährungsratschläge? Teil 5
Anekdotische Evidenz, viele Einzelberichte Keiner muss heutzutage mehr ängstlich sein, eine carnivore Ernährung durchzuführen. Es gibt zwar bisher kaum bis gar keine Studien, die diese Ernährungsweisen als sicher einstufen, aber es sind in den sozialen Medien und im Internet bereits unzählige Menschen, die über ihre Erfahrungen mit dieser Ernährungsweise berichten. Hört doch dazu unseren Fleischzeitpodcast! Oder besucht die Facebook-Gruppe Carnivore Ernährung. Auch viele Ärzte haben bereits veröffentlicht, wie sich die Blutwerte ihrer Patienten durch eine Carnivore Ernährung verändern. Dass der LDL-Wert im Fettstoffwechsel steigt, sich aber dafür das wichtige Verhältnis von HDL zu Triglyceriden verbessert ist bereits tausendfach berichtet worden. Dazu sind die Auswertungen von Dave Feldman sehr interessant. Auch über die Lean Mass Hyper Responder . Diese Form der Anekdotischen Evidenz wird von vielen Ärzten noch abgestritten. Sie existiert aber doch und ist für unsere Ernährungsform ohne die Unterstützung mit Forschungsgeldern unerlässlich. Dr. Shawn Baker bezeichnet diese Form der Evidenz als Studienform mit der Teilnehmerzahl N: Von N = 1 zu N = Viele (N equals one to N equals many) Teil 5 – Herkunft der Ernährungstipps Ernährungstipps – Teil 6
- „Alles in Maßen!“
Weshalb der Spruch „Alles in Maßen!“ einfach nur arrogant und ignorant ist! Was ist eine ausgewogene Ernährung? Immer wenn ich diesen Spruch von jemandem höre, werde ich innerlich sehr wütend. Wer das sagt, ignoriert, dass unsere Gesellschaft mit den aktuellen Ernährungsratschlägen absolut aufgeschmissen ist und diese für so viele Menschen nicht umsetzbar sind. Ähnlich verhält es sich übrigens mit der Floskel: „Man muss sich nur AUSGEWOGEN ernähren“. Was heißt denn ausgewogen??!!! Kohlenhydrate in Unmengen tricksen unser Gehirn aus und rufen einen Teufelskreis der Gelüste hervor. Warum sind nur mehr 12 % unserer Gesellschaft metabolisch gesund? Gehört die Person, die das sagt, wirklich zu den 12 % unserer Gesellschaft, die metabolisch noch gesund sind, ist sie ebenfalls arrogant. Sie denkt, die anderen würden einfach nicht genug Willenskraft hervorbringen, um alles in Maßen zu genießen. Wie viele Menschen mit Essstörungen sind aber in jeder anderen Hinsicht im Leben vollkommen diszipliniert und erfolgreich, nur nicht in puncto Essen. Und das hängt dann eben nicht mit einem schwachen Geist zusammen, sondern mit einer hormonellen Kaskade, die das Leben für sie zur Hölle macht. Maßhalten und Ursprung der Ernährungstipps – Teil 6




















