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- Antibiotika im Fleisch?
Klarstellung von Informationen aus dem Fleischatlas Nicht Antibiotika selbst, sondern antibiotika-resistente Bakterien werden gemessen Im „Fleischatlas“ wird groß vor Antibiotika in der Tierhaltung gewarnt, weil man die Keime von antibiotika-resistenten Bakterien gefunden hat (Heinrich-Böll-Stifung 2021) . Antibiotika selbst, findet man im Fleisch heutzutage gar nicht mehr, weil wesentlich weniger als früher gegeben wird. Das Umweltbundesamt erklärt, dass seit 2011 eine Abnahme um 60, 7 % ermittelt wurde. Tierische Organismen leiten Antibiotika schnell aus Tiere bauen Antibiotika sehr schnell ab. Nach wenigen Tagen sind sie ausgeleitet. Und zwar in die Gülle. Danach landen diese Antibiotika-Rückstände auf dem Getreide oder in den Gewässern. Also von wegen Antibiotika in Fleisch! „Gebundene Rückstände sind ein Problem pflanzlicher Nahrung, denn Tiere können die meisten Schadstoffe ausscheiden.“ ( Pollmer 2012, S. 83 ) Ganz auf Antibiotika zu verzichten hält Udo Pollmer für eine Schaden-Nutzen-Abwägung. Gibt man weniger Antibiotika, muss man mit mehr Todesfällen unter Jungtieren rechnen. Auch die Freilandhaltung selber birgt das Risiko, dass eine höhere Belastung durch Parasiten auftritt. Antibiotika oder Impfungen Diana Rodgers und Robb Wolf schreiben in ihrem Buch „Sacred Cow“, dass aber 80 % aller produzierten Antibiotika in den USA an die Tierhaltung gehen. Und dies größtenteils nicht um Krankheiten zu heilen, sondern um Kranheiten zu vermeiden und Wachstum zu generieren (Rodgers und Wolf 2020, S. 177) Laut Pollmer werden aber auch vielfach Antibiotikagaben wegen des schlechten Rufes gemieden, und dafür wird mehr geimpft. Impfungen sollten aber eigentlich noch kritischer als Antibiotika gesehen werden, da die Wirkstoffverstärker in Impfsubstanzen tatsächlich als Schwermetalle schlechter ausgeleitet werden können ( Pollmer 2020 ). Medikamente in Gewässern werden immer mehr Neben all den Medikamenten für Tiere, landen aber auch alle Medikamente für uns Menschen in den Abwässern und damit letztlich in allen Gewässern und auf allen Böden unseres Landes. Und da unsere Einnahme von Medikamenten immer größer wird, überfluten wir unsere Umwelt auch immer mehr damit. Ich zitiere das Umweltbundesamt (09.11.2020) : „Am häufigsten werden Antiepileptika, Analgetika (Schmerzmittel), Antibiotika sowie Betablocker und iodierte Röntgenkontrastmittel gefunden. Die höchsten Konzentrationen wurden bei den Wirkstoffen für Diuretika (harntreibende Medikamente), Antidiabetika sowie iodierte Röntgenkontrastmittel und Antiepileptika nachgewiesen.“ Artgerechte Haltung für ein gutes Immunsystem der Tiere Ich denke, es wird höchste Zeit, dass sowohl unsere Tiere als auch wir artgerecht ernährt werden, um alle möglichen Erkrankungen durch ein gutes Immunsystem zu vermeiden. Eine Kuh braucht nichts als Gras. Schweine oder Hühner vertragen kein Soja, Raps oder Mais. Auch Freilandhaltung ist meiner Ansicht nach die einzige natürliche Haltungsform, die den Tieren letztlich, so wie uns auch, ein gutes Immunsystem verschafft. Dann könnten wir vielleicht alle mit weniger Produkten aus der Pharmabranche auskommen. Lest dazu auch meinen Artikel über Hormone in unserer Umwelt: „ Die weibliche Generation “.
- Aminosäuren aus tierischer Quelle wesentlich besser verfügbar
Protease Inhibitoren machen die Aufnahme schwerer DIAAS und Lektine Wenn man den täglichen Bedarf an essentiellen Aminosäuren decken möchte, ist Rindfleisch nicht zu toppen. Gerade 130 g davon reichen dazu aus. Proteine aus Hülsenfrüchten sind, bis auf Soja, bei Weitem nicht so nährreich wie Fleisch. In diesen Berechnungen habe ich auch den, die Verdauung miteinbeziehenden Faktor DIAAS, berücksichtigt. In meiner kurzen veganen Zeit vor 15 Jahren habe ich allerdings schwere Magenprobleme mit Soja bekommen, sodass es für mich nicht mehr in Frage gekommen wäre. Die Lektine aus Soja sind sehr aggressiv in unserem Magen-Darm-Trakt. Wir können sie nicht aufspalten und bekommen Autoimmunerkrankungen als Folge. Auch fehlen im Tofu Eisen, sowie viele B-Vitamine. Diese ganzen Micronährstoffe sind wohl auch beim Muskelaufbau von Bedeutung. Wie ich im Fundamental Health Podcast mit Stan Efferding gehört habe, hat sich auch gezeigt, dass Sportler, die ganze Eier statt reinem Eiweiß zu sich nahmen, einen wesentlich besseren Muskelaufbau zeigten [1] . Dieselbe Aminosäurenzusammensetzung also, aber fehlende Nährstoffe für ihre Aufnahme und Verarbeitung. Deshalb verstehe ich auch nicht, wie so viele Sportler ihre Proteinpulver so bedenkenlos verzehren. Ganz abgesehen vom Geschmack. Protease Inhibitoren Es gibt noch weitere Aspekte, die pflanzliche Proteine ins Hintertreffen bringen: Getreide und Hülsenfrüchte enthalten Protease-Inhibitoren. Sie behindern die Arbeit der proteinspaltenden Enzyme. Auf diese Weise wird Protein schlechter vom Darm aufgenommen. [2] Proteinangabe stimmen bei Pflanzlichem nicht Dann müsste man bei pflanzlichen Proteinangaben immer 25 % abziehen. Das liegt daran, dass man den Proteinanteil über den Stickstoffanteil berechnet. In tierischen Produkten sind alle Stickstoffatome an Proteine gebunden. Somit stimmt dort der angegebene Proteinanteil. Nicht aber in Pflanzen. Zum Beispiel der Stickstoff in Nitrat, der gerade in grünem Gemüse recht hoch ist, gehört nicht zu Proteinmolekülen. Die offiziellen Angaben des Rohproteins beziehen sich also nicht auf die realen Proteinmengen. [3] Rotes Fleisch bleibt die Nummer 1 für Carnivoren Interessanterweise greifen alle Carnivoren mit der Zeit intuitiv zu rotem Fleisch statt Geflügel. Gerade das, was so verteufelt wird. Aber blickt man zurück auf unsere Vorfahren in Nordeuropa, so weiß man aus ihrer Knochenzusammensetzung, dass sie hauptsächlich rotes Fleisch verzehrten. Zurück zu den Wurzeln also und vielleicht auch endlich mal zurück zum richtigen Körpergefühl. [1] https://humanperformanceoutliers.libsyn.com/episode-88-stan-efferding-part-1 [2] https://juliatulipan.com/tierisches-protein-besser-als-pflanzliches/ [3] https://youtu.be/-VY8YNhEpXw (ab Minute 10)
- Alterswarzen
Mit Low Carb, Keto oder Carnivore verschwinden Alterswarzen Weder schön, noch ein Zeichen von Gesundheit Wer kennt sie nicht, diese lästigen Alterswarzen, die im Kindesalter noch so groß sind wie ein Muttermal und dann immer mehr anwachsen. Viele lassen sie sich vom Hautarzt operativ entfernen. Oder man versucht selbst Hand anzulegen und sie abzubinden. Alterswarzen heißen im Englischen ‚skin tags‘ und im Lateinischen ‚acrochordon‘. Sie sind immer gutartig und stellen also keine lebensbedrohliche Gefahr dar, auch wenn sie nicht sehr schön sind. Alterswarzen als Folge von Insulinresistenz Dr. Ken Berry hat in einem YouTube-Video unter dem Titel ‚What skin tags really mean‘ seine langjährigen Erfahrungen als Low Carb, Keto und Carnivore Arzt geschildert: Die Alterswarzen sind bei seinen Patienten durch die Reduktion der Kohlenhydrate einfach verschwunden. Es scheint also ein kaputter metabolischer Stoffweichsel vorzuliegen, wenn man seine Alterswarzen groß werden. Wer seine Insulinresistenz, seinen Diabetes, seine Hyperinsulinämie in den Griff bekommt, bei dem verschwinden diese Alterwarzen, ohne dass sie operativ entfernt werden müssen, ganz von selbst. Unter dem Video haben 8000 Leute diese Erfahrung bestätigt! Auch Dr. Benjamin Bikman schreibt über den Zusammenhang zwischen Alterswarzen und Insulinresistenz [1] und verweist auf eine Studie dazu. [2] Vielleicht habt ihr auch ähnliche Erfahrungen gemacht. Über Rückmeldungen in den Kommentaren würde ich mich freuen! [1] Bikman, Benjamin: Why we get sick. Kapitel 6 [2] Pereira, R.R., S.T. Amladi, and P.K. Varthakavi, A study of the prevalence of diabetes, insulin resistance, lipid abnormalities, and cardiovascular risk factors in patients with chronic plaque psoriasis. Indian J Dermatol, 2011.
- Als Typ 1 Diabetiker mit Carnivore zu einem leichteren Leben!
Michael Bungenberg im Interview Episode 99 über Typ 1 Diabetes und Carnivore Michael Bungenberg, Medical Fitness Coach und Papieringenieur, berichtet in dieser Folge über sein Leben als Typ 1 Diabetiker und Medical Fitness Coach. Wie hat die Diagnose sein Leben verändert? Was macht er als Fitness Coach? Worauf sollte man beim Sport achten? Welche Präventionsmaßnahmen sollte man für ein langes Leben durchführen? Wie ist er zu Carnivore gekommen? Wie ergeht es ihm jetzt als Carnivore mit der Handhabe des Typ 1 Diabetes? Wir reden des Weiteren über Blutzuckerspiegel, Blutzuckerschwankungen, die Messung des Gewebezuckers mit einem CGM sowie wichtige Parameter wie dem HbA1C, Nüchterninsulin und Nüchternglucose. Ihr könnt Michael erreichen unter der E-Mail-Adresse info@michael-fitnesstrainer.com , auf LinkedIn unter Michael Bungenberg oder auf Instagram unter @michael_bungenberg .
- Alles rund um die Jagd!
Wolfgang im Interview Wolfgang erklärt uns im Interview wie die Jagd im 21. Jahrhundert abläuft. Auch wenn die meisten Jäger heute ihre Tätigkeit als Hobby ausüben, sehen sie sich vor einer großen Verantwortung gegenüber der Natur, der Forst- und Landwirtschaft sowie der Gesellschaft. Im Gespräch wird auch klar, dass es sich dabei nicht um eine triviale Angelegenheit handelt, sondern um eine sehr zeitaufwendige Tätigkeit. Seid gespannt auf die schier unfassbare Fülle an Informationen, die ihr hier erwerben könnt. Es geht um die verschiedensten Tierarten, die ein Jäger beobachtet, die Jagdtechniken, das Wissen um Wildfleisch, und natürlich das umstrittene Thema um den Wolf in unseren Breiten.
- OMAD
One meal a day = eine Mahlzeit pro Tag Nein! OMAD hat nichts mit „madness“, also Verrücktheit, zu tun! OMAD steht für „One Meal A Day”. Es ist also nichts anderes als eine extreme Form des intermittierenden Fastens IF, welches auch in Deutschland inzwischen sehr beliebt ist, meist aber mit einem Zeitfenster von 8 Stunden essen zu 16 Stunden fasten. Bei OMAD kommt man schon fast auf 1 Stunde essen zu 23 Stunden fasten! Was ist der Zauber dahinter? 1. Wenn man zwischendurch nichts isst, wird kein Insulin ausgeschüttet, welches die Fettverbrennung verhindert. Man kann also mehr Fett als üblich dadurch abbauen. 2. Wenn dem Körper über einen längeren Zeitraum nichts zugeführt wird, beginnt er mit der Selbstheilung, sprich Erneuerung der Zellen, der sogenannten Autophagie. Sie führt zu besserem Aussehen und Entgiftung. (Hierzu sind die Videos von Siim Land auf YouTube sehr zu empfehlen) Warum schaffen wir es im Kohlenhydratstoffwechsel nicht, das intermittierende Fasten durchzuhalten?• Im Kohlenhydratstoffwechsel hat man zu den Mahlzeiten so große Insulinausschüttungen, dass man spätestens 4 bis 5 Stunden nach der Mahlzeit, manchmal sogar bereits nach zwei Stunden in einen Unterzucker fällt, der hungrig und schwach macht. Diesen Hunger sollte man aber nicht ignorieren, denn er bedeutet, dass die Organe, Muskeln und das Gehirn tatsächlich mit weniger Zucker versorgt werden, was ihre Funktion beeinträchtigt.• Im Fettstoffwechsel oder Ketostoffwechsel, wenn der Körper seinen Zucker aus Eiweißen durch Gluconeogenese produziert, wird sehr viel weniger Insulin ausgeschüttet. Die Versorgung des Körpers mit Zucker läuft langsam und konstant, die Hauptenergiequelle ist fett. Der Hunger tritt je nach Grad des Stoffwechsels erst wesentlich später auf! Leute, die OMAD machen haben sich nicht dazu gezwungen oder kasteit! Das intermittierende Fasten kommt für sie ganz von allein durch Übung des Körpers im Fettstoffwechsel! Also ja nicht stressen, denn Stress bedeutet Cortisolausschüttung und die verhindert auch die Fettverbrennung. OMAD & Carnivore – Mit 48 gesünder als mit 32
- Warum unser Obst unnatürlich, ungesund und umweltschädigend ist!
Viele beliebte Früchte und Obstsorten sind in ihrer Urform nicht genießbar Obst, im Supermarkt zu finden, in der Natur nicht Dass unser Obst, so wie wir es im Supermarkt finden, kaum noch natürlich, sondern unnatürlich ist, kann jeder nachvollziehen. Ein Spaziergang in der Natur auf der Suche nach modernem Obst würde uns bei weitem nichts so Schönes liefern, wie wir es im Supermarkt vorfinden können. Man sehe sich nur einmal die Urformen von Wassermelonen oder Bananen an. Auch Zitrusfrüchte wie Zitronen, Orangen und Grapefruits haben sich durch menschlichen Einfluss sukzessive durch Kreuzungen und selektiven Anbau so groß und zuckerhaltig entwickelt. Pestizide und lange Transportwege sollte man kritisch betrachten Wie wird unser Obst heute noch behandelt? Es werden Pestizide gesprüht und es wird teilweise künstlich gedüngt. Häufig wird es tausende von Kilometern weit transportiert und anschließend in spezieller Atmosphäre gelagert, um nachzureifen. Keiner dieser Prozesse ist natürlich. Und wie wir leicht nachvollziehen können, ist es auch umweltschädlich und energieraubend. Zu den am stärksten pestizidbelasteten Obstsorten gehören Himbeeren, Johannisbeeren, Bananen und Orangen [1]. 77 % unseres Obstes werden aus dem Ausland importiert [7]. Vitamine im Obst? Warum konsumieren wir also dieses verarbeitete Lebensmittel trotzdem in solchen Unmengen? Weil wir davon ausgehen, dass es gesund ist. Zumindest wird uns das immerzu so gesagt. Es enthalte ja so viele Vitamine.... Aber welche Vitamine stecken im Obst ? Vitamin A, das Retinol, gibt es eigentlich nur in tierischer Form. Die Vorstufe Betacarotin, die tatsächlich in manchem Obst zu finden ist, kann nur schwer in das eigentliche aktive Vitamin A umgewandelt werden. B-Vitamine finden sich in Fleisch im Mittel 20-mal mehr. Ja, Vitamin C steckt im Obst, aber interessanterweise entwickeln Carnivoren kein Skorbut. Vitamin D, unser Sonnenhormon, bekommen wir nicht aus Obst. Vitamin E? Fehlanzeige. Vitamin K1 oder K2? Fehlanzeige. Der Zuckergehalt wurde durch Züchtungen erhöht Auf alle Fälle enthält unser heutiges unnatürliches Obst wesentlich größere Mengen an Zucker als das ursprüngliche natürliche Obst, welches wir in der Form von Beeren für eine kurze Periode im Jahr im Wald tatsächlich pflücken könnten. Und? Ist dieser Umstand jetzt immer noch positiv für uns? Obst ist nicht mehr saisonal Weshalb hat die Natur überhaupt Früchte entwickelt? Für die Pflanzen sind Früchte ein besonderes Mittel, um den Samen zu verteilen. Die leuchtenden Farben sollen Tiere oder auch Menschen anlocken, um die Frucht zu verzehren. Evolutionsbiologen vermuten, dass wir zu diesem Zwecke die Fähigkeit, in Farbe zu sehen, entwickelt haben. Gleichzeitig werden alle Früchte im Herbst reif. Genau die richtige Zeit, um einen Winterspeck anzufressen für die bevorstehende karge Zeit. Nur essen wir Obst über das ganze Jahr verteilt und noch dazu mit dem erhöhten unnatürlichen Zuckergehalt, obwohl wir eigentlich immer mehr abnehmen als zunehmen möchten. Das ist aber nicht das einzige Problem. Die Verstoffwechselung des Fruchtzuckers wird in letzter Zeit immer genauer erforscht. Und leider kommt da nicht allzu viel Gutes zutage: Ein Apfel (150 g) enthält zum Beispiel 30 g Zucker. Davon sind 10 g Glucose und 20 g Fructose. Unser Blutkreislauf von 6 Litern Blut enthält nicht mehr als 4 g Glucose! Die Glucose muss also schnell weggeschafft werden, durch Bewegung oder durch Umwandlung in Fett. Die Verstoffwechslung der Fructose bedarf eines größeren, aufwendigeren Prozesses. Dabei werden etwas Glucose, etwas Glykogen und leider auch viszerales Fett hergestellt. Immer mehr junge Menschen weisen durch den zu hohen Konsum von Fruchtzucker eine nicht-alkoholische Fettleber auf [2]. Es entsteht aber auch eine große Menge an Harnsäure, ein Faktor, der die Entstehung von Gicht begünstigt [3]. Fruchtzucker führt zu Leptinresistenz Fructose stellt auch ein Problem dar, weil sie verschiedene Kommunikationswege mit dem Gehirn, dem Blutkreislauf und den weißen Blutkörperchen unterbindet. So soll auch gerade durch Fructose eine Leptinresistenz aufkommen, was unser Sättigungssignal unterbindet [4], sie wird auch für Demenz und Alzheimer verantwortlich gemacht [5]. Demenz und menschliche Ernährungsgeschichte Ist dieser Zustand jetzt immer noch positiv für uns und macht es nach wie vor Sinn, Obst zu konsumieren? Was Antioxidantien anbetrifft, da kann Obst nicht mit ungesüßtem Tee oder Kaffee mithalten. Tee enthält genauso viele Antioxidantien wie Obst pro Gramm oder Milliliter und Kaffee ca. 6-mal mehr. Was Vitamine anbetrifft, enthält Blattgemüse mehr pflanzliches Vitamin C oder Betacarotin als Obst! Auch was Mineralien wie Kalzium, Kalium oder Magnesium anbetrifft, enthält Blattgemüse oder grünes Gemüse mehr als Obst. Über die Bioverfügbarkeit lässt sich allerdings streiten. Laut Dr. Gary Fettke ist es also alleine das Marketing der Firmen, die an der gesamten Verarbeitungs- und Vermarktungskette verdienen, das in den letzten Jahren Obst als so gesund dargestellt hat. Und gegen die gesundheitliche Problematik werden nur einzelne Stimmen wach, nicht aber die große einflussreiche Pharmaindustrie [6]. Für wen ist Obst gut geeignet Ein metabolisch gesunder Mensch hat mit kleineren Mengen Obst keinerlei Probleme. Wer Kohlenhydrate aufgrund sportlicher Ambitionen, oder des Genusses wegen, nicht missen möchte, hat mit Obst eine vergleichsweise gute Alternative. Grund hierfür sind die fehlenden Antinährstoffe, die in anderen pflanzlichen Quellen stärker zu finden sind. Abgesehen von einer Dosis Vitamin C und Mineralstoffen, tut man seinem Körper mit Obst jedoch keinen großen Gefallen. Menschen mit Candida und anderen Darmfehlbesiedlungen, Symptomen wie ADHS oder Angst- und Panikattacken, ist generell vom Genuss abzuraten. [1] https://www.geo.de/natur/nachhaltigkeit/19038-rtkl-pestizide-diese-obstsorten-sind-am-meisten-mit-schadstoffen-belastet [2] Antonella Mosca, Valerio Nobili et al. 2017: Serum uric acid concentrations and fructose consumption are independently associated with NASH in children and adolescents [3] Miguel A. Lanaspa, Edilia Tapia et al. 2007: Uric Acid and Fructose: Potential Biological Mechanisms [4] Biljana N. Bursać, Ana D. Vasiljević et al. 2014: High-fructose diet leads to visceral adiposity and hypothalamic leptin resistance in male rats — do glucocorticoids play a role? [5] J. Yan, K. Zheng, X. Zhang & Yingsong Jiang. 2023: Fructose Consumption is Associated with a Higher Risk of Dementia and Alzheimer’s Disease: A Prospective Cohort Study. [6] Is Fruit Good or Bad For You? #isupportgary [7] Der Selbstversorgungsgrad mit Lebensmitteln in Deutschland: BZL
- Dr. Rauf Ahmadian – Chefarzt für Unfallchirurgie und Orthopädie
Ketogene Ernährung als Heilmittel, Osteoporose, Coimbra-Protokoll Dr. Rauf Ahmadian, 57, ist Chefarzt an der Klinik für Unfallchirurgie, Orthopädie und Alterstraumatologie in Kassel sowie 1. Vorsitzender des Osteoporosenetzes Nordhessen. Im Interview berichtet er von seinem eigenen Weg zur ketogenen Ernährung, der ihm in vielerlei Hinsicht eine bessere Gesundheit ermöglicht hat. Sodbrennen und Colitis ulcerosa wurde er los und bekam dafür mehr Energie. Er setzt aber auch sehr auf die Supplementation von Vitamin D und Vitamin K2 zusammen mit der Einnahme von Magnesium. Warum Magnesium so wichtig ist, erklärt er ausführlich im Podcast. Es geht aber auch um Knochendichte, Osteoporose, Gelenksentzündungen, Arthrose und Arthritis. Warum auch B-Vitamine sowie Omega-3-Fettsäuren wichtig sind. Auch Sport ist für eine höhere Knochendichte wichtig, aber eine hohe Knochendichte sagt nicht immer etwas über die Anfälligkeit vor Brüchen aus. Ihr könnt Rauf auf Instagram erreichen unter @drahmadia n oder per E-Mail unter rauf.ahmadian@agaplesion.de . Die Webseite seiner Klinik findet ihr hier . Vitamin K2 und orthopädische Gesundheit
- Leben nach Carnivore
Episode 201: Claire Koenig im Interview Folge 201: Ein Leben nach Carnivore - Claire Koenig im Interview Claire Koenig, meine Co-Autorin des Handbuchs der Carnivoren Ernährung berichtet über ihre aktuelle Ernährungsweise. Auch wenn sie nicht mehr rein Carnivore lebt, ist Morbus Crohn heute kein Teil ihres Lebens mehr. Mit der bewussten Auswahl von Lebensmitteln und auch der Achtsamkeit gegenüber ihrer Psyche ist sie seit Jahren frei von Symptomen ihrer angeblich unheilbaren Erkrankung. Mit dem 1,2,3-Schubfrei-Programm hilft sie anderen Menschen bei der Bewältigung ihrer Darmerkrankungen. www.123schubfrei.de Claire könnt ihr auch über ihre Homepage erreichen www.gesund-erklaert.de . Auf Instagram findet ihr Sie unter @gesund_erklaert_by_claire. Episode 6: Morbus Crohn mit Carnivore heilen
- Slow-Cooking ohne Slow Cooker!
Ein herkömmlicher Ofen tut's auch Ober-/Unterhitze und geschlossener Topf Man benötigt nicht für jeden neuen Schrei ein neues Gerät! Hier möchte ich euch erklären, wie ihr aus jedem noch so günstigen und zähen Stück Fleisch einen perfekten zarten Braten zaubern könnt. Natürlich können diese zarten Scheiben anschließend auch richtig knusprig in der Pfanne gebraten werden oder auf dem Grill geröstet werden. 1. Fleischstücke OHNE Wasser in einen Topf geben. Evtl. Gewürze dazu. 2. Hitzebeständigen Deckel auf den Topf setzen. 3. Ofen auf 80 °C Ober-/Unterhitze einstellen für 10 bis 12 Stunden. 4. Fertig! Eiweiße gerinnen, aber Wasser verdampft nicht Der Hintergrund von Slow Cooking oder zu deutsch Niedertemperaturgaren: Eiweiß gerinnt ab 60 °C. Das Fleisch gart also. Gleichzeitig entweicht aber keine Flüssigkeit aus den Muskelzellen des Fleisches, denn Wasser siedet ja erst ab 80 °C bzw. verdampft erst richtig bei 100 °C. Das Fleisch bleibt also saftig. Der Fleischsaft und das ausgelaufene Fett sammelt sich im Topf und kann prima als Soße oder Fond verwendet werden. Salzen tue ich erst anschließend. Schnelle Variante über 100 °C Wer es eilig hat, kann auch bei 130 °C das Fleisch in 4 Stunden garen, im geschlossenen Topf bei Ober-/Unterhitze. Ich verwende sogar gar kein Wasser dazu. So entsteht eine starke Fleischbrühe. Mögliche Cuts / Fleischstücke Brust, Rinderrippe, Hochrippe, Ochsenschwanz, Beinscheibe, Lammkeule oder weitere beliebige Bratenstücke Sous-Vide- oder Vakuumgaren Darin wird das Fleisch in eine Plastikfolie vakuumiert eingeschweißt und so gegart. Eventuelle Kunststoffrückstände könnten dann nachteilig sein. Enzyme nutzen ohne Garen
- Fleisch und richtiges Training im Profifußball -
Episode 200: FIFA Mediziner Thomas Mohr Verletzungsquoten reduzieren, Erfolge maximieren Thomas Mohr ist FIFA Fußball Mediziner sowie Athletik- und Rehatrainer. Nach 37 Jahren Berufserfahrung in 10 Ländern weiß er, wie man durch die richtige Ernährung mit ausreichend Fleisch und Proteinen die beste Leistung und das geringste Verletzungsaufkommen herbeiführen kann. Croissants und Nudeln vermindern die Leistungsfähigkeit Warum ist das Croissant der größte Gegner für einen erfolgreichen Fußballer? Warum auch größere Mengen Obst kontraproduktiv sind. Welche Supplemente sind seiner Ansicht nach wichtig? Wie sieht es um die Gesundheit von Milchprodukten aus? Was können Eier an Proteinen liefern? Wie sinnvoll ist Gemüse? Welche Sprinttechniken sind leistungssteigernd? Was hält er vom Joggen? Ihr könnt Thomas Mohr erreichen auf Instagram unter @coach.mohr Keto und Ausdauersport
- Paleo Ernährung
Weshalb die moderne Paleo-Ernährung nichts mit der Steinzeit zu tun hat In der Steinzeit gab es kein Gemüse, kein Obst, keine Nüsse wie heute Wer den Begriff Paleo in die Google-Suchmaschine eingibt, der bekommt allen voran Bilder von Gemüse, Obst, Nüssen und Hülsenfrüchten abgebildet. Alles allerdings Produkte, die sich in den letzten hundert Jahren extrem verändert haben. Gemüse gibt es erst seit Kurzem in der heutigen Form. Es war nämlich davor zu beladen mit Giftstoffen und somit ungenießbar. Jegliches Gemüse wurde erst durch Kreuzungen besser verträglich gezüchtet. Obst hat es ebenfalls in der heutigen Form damals nicht gegeben. Es wurde erst so groß und süß gezüchtet in den vergangenen hundert Jahren. Bei Nüssen war die Gefahr der Pilzvergiftung sehr groß. Auch Nüsse hat es nicht in den großen Mengen und in der großen Form wie heute gegeben. Fleisch ist seit Jahrtausenden unverändert Was sich in den letzten 10 000 Jahren dagegen nicht verändert hat, ist das Fleisch. Im Gegensatz zu all den oben genannten Produkten, musste man beim Konsum von Fleisch und Innereien keinerlei Vergiftungserscheinungen befürchten. Die Nährstoffe daraus konnten zudem voll und ganz genutzt werden. Der Mensch als Aasfresser und mit einem geschrumpften Gehirn Der Mensch hat eine so starke Magensäure wie ein Aasgeier. Er konnte sich also auch an bereits von Raubtieren erlegte Kadaver machen und daraus das vergorene Fleisch essen. Er konnte mit seinen Werkzeugen den Schädel und die Röhrenknochen aufbrechen, was allen anderen Raubtieren verborgen geblieben war. Dadurch kam er an das Hirn und an das Knochenmark. Hirn fürs Hirn !!
- Sojafütterung
Problematische Eiweißversorgung mit Soja Soja heute statt Speisereste früher Geflügel und Schweine werden in Deutschland, sowohl im biologischen als auch im konventionellen Anbau, mit Soja zugefüttert. Dies ist nötig, da es seit 2006 ein Verbot zur Fütterung von Speiseresten oder Tiermehl gibt. Wie die Landwirtschaftskammer Nordrhein-Westfalen zum Verbot von Speiseresten schreibt: „Diese politische, aus fachlicher Sicht unsinnige Regelung stellt zahlreiche Schweinemäster vor arge Probleme. Erhitzte Speisereste aus Großküchen waren nämlich ein beliebtes, da hochwertiges, preisgünstiges, hygienisch problemloses Schweinefutter. …Die üblichen Speisereste enthielten meist hohe Mengen an Eiweiß und Energie…“ Schweinezüchter haben mir hierzu allerdings gesagt, dass die Maul- und Klauenseuche wohl durch verdorbene Speisereste oder auch durch Tiermehl verbreitet wurde. Dr. Köhnlein aus dem Buch Virus-Wahn legt allerdings dar, dass die Seuchen unter Tieren immer in Massentierhaltung aufkommen, wo meistens widrige Bedingungen herrschen und die Tiere vom Immunsystem her sehr geschwächt sind. Er sagt sogar, dass die Schweinegrippe und auch BSE vollkommen erfunden war, um damit möglichst viel Profit durch Impfungen zu machen. Auch Dr. Wodarg hatte dies, als er als Arzt in der Politik war, aufgedeckt und wird heute geschasst. Das Sparschwein war ein Resteverwerter Wie war es früher? Wer die Geschichte der Schweinehaltung auf Wikipedia liest. der erfährt, dass die Schweineherden im Mittelalter noch durch die Eichenwälder, sogenannte Hutewälder, getrieben wurden, wo sie neben Eicheln allerhand Kleintiere zu fressen bekamen. Auch nach der Ernte wurden sie auf die Stoppelfelder gelassen, um noch etwas abzugrasen. Der Begriff des Sparschweins kommt auch daher, dass man dem Schwein die Essensreste zu fressen gab. Sojaschrot ist ein Abfall der Sojaölproduktion Heute müssen die Landwirte, um den Bedarf an Eiweiß bei Allesfressern wie Geflügel und Schweinen zu decken, nun also Soja zufüttern. Wie praktisch für die Sojaölindustrie! Denn endlich haben sie Abnehmer für das nach der Ölproduktion übrig gebliebene Sojaschrot. Die natürlich immer noch anfallenden Speisereste werden in Biogasanlagen entsorgt. Und um deren Lücke zu schließen, müssen wesentlich größere Mengen an Soja angebaut werden. Somit steigen die Ackerflächen, Düngemengen, Pestizidmengen, Transportwege und Weiterverarbeitung. Leider ist Soja aber für Schweine und Geflügel so schädlich wie für den Menschen. Die Lektine darin können sie nicht spalten. Sie bekommen einen durchlässigen Magen-Darm-Trakt davon und sind anfälliger für Krankheiten. Dadurch müssen sie stärker mit Medikamenten behandelt werden. Die Sojalektine sind dann auch im Fleisch und Fett der Tiere zu finden, was die Verträglichkeit des Fleisches für uns Menschen schlechter macht. Dazu kommt aber eine weitere Problematik. Soja enthält hohe Mengen an Phytoöstrogenen. Sie wirken auf unsere Östrogenrezeptoren genauso wie menschliche Östrogene. Eine Anti-Baby-Pille enthält heute 30 Mikrogramm Hormone, 100 g Soja 100 000 Mikrogramm. Laut Dr. Anthony Jay zeigen eigentlich alle Studien, die nicht von der Sojaindustrie gesponsert wurden, dass Soja außerdem krebserregend sei, Schilddrüsenunterfunktion hervorrufe sowie die Fruchtbarkeit von Männern herabsetze ( siehe auch meinen Artikel "Estrogeneration" ). Alternativen zu Soja aus Übersee Welche Futteralternativen haben die Landwirte noch, um den verlorenen Proteinanteil aufzubessern. Bei der Landwirtschaftskammer Nordrhein-Westfalen erfährt man, dass Molkenkonzentrat zwar sehr proteinreich ist, aber sehr große Mengen an Milchzucker enthält. Rapskuchen ist recht protein- und fettreich, was gut ist, aber die Aminosäurezusammensetzung ist nicht so gut wie bei Speiseresten oder wie bei Soja. Raps enthält auch sehr hohe Mengen an Antinährstoffen, die die Gesundheit der Tiere beeinträchtigen. Kartoffeleiweiß, das bei der Stärkeproduktion als Abfallprodukt anfällt, ist auch eine Alternative. Insgesamt erhalten die Tiere inzwischen eine Mischung aus verschiedensten Futtermitteln, aber um das Soja kommen die meisten Bauern nicht herum. Es wird auch diskutiert, andere Hülsenfrüchte wie Erbsen, Ackerbohnen und Lupinen aus deutschem Anbau zu verwenden. Das ist sicherlich besser als Soja von Übersee, aber auch die sind gesundheitlich gesehen mit denselben aggressiven Lektinen wie Soja ausgestattet. Bio- und Freilandhaltung ist immer zu bevorzugen Wenn man es sich leisten kann, dann ist Bio- und Freilandhaltung aber sicher die bessere Wahl. Das verfütterte Soja wurde nicht genetisch modifiziert, stammt aus Deutschland oder Österreich und wurde auch nicht mit Glyphosat gespritzt. Demnach sind die Rückstände dieses Giftes im Bio-Fleisch nicht vorhanden. Im biologischen Anbau wird auch Sojakuchen statt Sojaschrot verfüttert. Der Sojakuchen wurde nur durch Pressen entölt und nicht durch Extraktion mit benzinähnlichem Hexan. Der Anteil an Soja am Futter ist auch nur halb so groß wie bei der konventionellen Tierhaltung, beim Schwein bei 17 % statt 30 %. Schwein und Geflügel und auch deren Eier aus Freilandhaltung haben dreimal größere Anteile an Vitamin D, weil die Tiere dieses selbst durch das Sonnenlicht bilden konnten. Das würde auch unseren Vitamin D-Mangel etwas aufbessern. Rindfleisch aus reiner Grasfütterung Noch ein Hinweis zu Rindern. Der Pansen eines Rindes ist eigentlich für nichts anderes als Gras geschaffen. Deshalb, und auch aus ökologischen Gründen, ist wohl die Weidehaltung die natürlichste Form der Rinderhaltung. Unsere Hochleistungsmilchkühe und auch die schnellwachsenden Rinder im konventionellen Anbau bekommen allerdings eine Menge Kraftfutter. So macht der Anteil an Sojaschrot am gesamten Futter auch 6 % aus. Durch ihre fünf Mägen können Rinder die Lektine aus dem Soja auch besser aufspalten, so dass weniger Spuren im Fleisch landen. Wer aber ganz empfindlich ist, der sollte auch auf Milchprodukte und Rindfleisch aus konventionellem Anbau verzichten. Weitere Quellen: Landwirtschaftskammer zum Verbot von Speiseresten Hormonmenge in der Pille Buch: Estrogeneration, Dr. Anthony Jay Studie zu Vitamin-D-Gehalt in Fleisch aus Freilandhaltung Geschichte der Schweinehaltung auf Wikipedia Udo Pollmer: Karriere der Giftpflanze Soja Milchindustrieverband Dr. Eric Berg „The Worst Protein Powder for the Liver” über Sojaprotein als Proteinpulver
- Warum sind Lektine so schlecht?
Durchlässiger Darm, Allergien, Autoimmunerkrankungen Lektine aus Hülsenfrüchten können tödlich sein Warum führen Lektine in Soja, Getreide und Gemüse zu durchlässigem Darm, Allergien, Autoimmunerkrankungen, Diabetes? Dr. Paul Mason spricht im YouTube-Video „How lectins can impact your health” über dieses Thema. Er berichtet, dass eine Gruppe Schulkinder in England nach dem Konsum von nur wenigen gewässerten, aber nicht gekochten, Kidneybohnen mit schweren Vergiftungserscheinungen im Krankenhaus landete. Oder eine Ratte, die mit ihrer Nahrung nur 1 % Kidneybohnen zu sich nimmt, wird nach zwei Wochen tot sein. Durch den Kochvorgang wird ein Großteil der Lektine zerstört, aber eben nicht vollständig. Lektine haben überhaupt gar keine nährende Eigenschaft, sagt Dr. Paul Mason. Sie passieren unseren Körper vollkommen unverdaut, soweit sie keine Schäden auf dem Weg anrichten. Die vegetarische Bevölkerung bezieht sie sogar fälschlicherweise als Eiweiß mit in die Makronährstoffkalkulation ein! Unaufgespaltene Lektine lösen Autoimmunerkrankungen aus Lektine kommen in allen Pflanzen vor, insbesondere in Hülsenfrüchten wie Bohnen, Linsen, Soja, Erdnüssen, in Getreide wie Weizen und Hafer oder in Nachtschattengewächsen, wie Tomaten, Paprika, Auberginen. Es gibt viele verschiedene, mehr und weniger giftige. So wie es scheint haben wir für den Großteil der Lektine nicht die richtigen oder ausreichend Enzyme, um sie bei der Verdauung aufzuspalten und weiterzuverarbeiten. Sie binden dann ein Glucosemolekül an sich (ähnlich wie beim glykierten LDL-Partikel) und sind damit im Stande an menschliche Zellen anzudocken. ( siehe auch Wikipedia zu „Lektine“ ) Dadurch können sie als ungewöhnlich große Eiweißpartikel die Darmwand durchdringen. (durchlässiger Darm) Frei im Körper lösen diese fremden Eiweißkörper den Prozess aus, dass der Körper versucht, sich gegen sie zu wehren. So entstehen entweder Allergien gegen eben diese pflanzlichen Stoffe aus denen die Lektine stammten oder aber Autoimmunerkrankungen gegen ganze Organe, denn Lektine setzen sich auf Zellen und Organen fest, was die Immunabwehr des Körpers gegen sich selbst auslöst. Insulinresistenz durch Lektine Des Weiteren besetzen sie gerne Rezeptoren. Das betrifft die Neuronen unseres Nervensystems oder auch die Insulinrezeptoren. Letzteres führt dann zur Insulinresistenz der Zelle und somit zum Diabetes. Die bekannteste Erkrankung, Gluten zu spalten, ist die Zöliakie. Wer aber glutenfrei lebt, verleibt sich mit Maisprodukten wieder andere Lektine ein und macht die Situation oft nicht besser. Wesentlich aggressiver im Körper ist aber wohl das Lektin WGA in der Vollkornhülle des Getreides, also in der Kleie, da es besonders die Insulinrezeptoren blockiert. Schweinefleisch und Geflügel aus Sojafütterung enthalten auch Lektine Selbst beim Fleisch ist man nicht vor der Lektinproblematik gefeit. Da Wiederkäuer an pflanzlische Eiweiße aus einblättrigen Pflanzen, sprich Gräser, gewöhnt sind, vertragen sie auch Getreide relativ gut und können diese größere Menge an bekannten Lektinen aufspalten. Soja oder Mais dagegen enthalten für Wiederkäuer unbekannte Lektine und können deshalb auch bei diesen Tieren im Fleisch enthalten sein und bei ihnen sowie bei uns Krankheiten verursachen. Deshalb ist Fleisch aus Weidehaltung absolut unproblematisch für uns. Sauerteigbrot enthält weniger Lektine als Hefebrot Zur besseren Verdaulichkeit können wir Lektine auch kochen oder durch Fermentation aufspalten. Deshalb vertragen viele Leute Sauerteigbrot wesentlich besser als Hefebrot, weil darin das Lektin Gluten bereits größtenteils zerstört ist. Hafer wurde früher auch nicht ohne Grund zu Haferbrei gekocht. Tomaten wurden in Italien viele Stunden zur Sugo gekocht. Auch Soja wurde eigentlich in asiatischen Regionen nur fermentiert als Miso, Tofu oder als vergorene Sojasauce verzehrt. Testen kann man den durchlässigen Darm entweder mit der Messung von Zonulin und IFABP im Blut oder mit dem PEG 400 – Test von Paleomedicina, der aber zur Zeit nicht verfügbar ist. Warum Lektine so aggressiv sind, verrät Dr. Giorgia Ede in ihrem Artikel „The problem with plant proteins“ . Wenn ihr noch mehr Interesse an diesem Thema habt: „The Plant Paradox“ von Dr. Steven R. Gundry war zusätzlich meine Quelle dieser Informationen.
- Carnivore gegen chronisch entzündliche Darmerkrankungen
Im Rahmen unseres Carnivore Convents 2025 wurde von Dr. Gerrit Keferstein vom Mojo Institut das Ergebnis des ersten Carnimmun-Projekts vorgestellt. Es ging darum mithilfe der Carnivoren Ernährung chronisch entzündliche Darmerkrankungen wie Colitis Ulcerosa und Morbus Crohn in Remission zu bringen. Über die Ergebnisse und die Veränderungen bei den Blut- und Entzündungswerte berichtet Dr. Keferstein in diesem Vortrag. Ihr findet weitere Informationen über das Projekt Carnimmun, das demnächst in die zweite Runde gehen wird, unter https://mojo-institut.de/carnimmun/ . Weitere Infos zum Mojo Institut in Hennef findet ihr auf www.mojo-institut.de . Carnivore gegen chronisch-entzündliche Darmerkrankungen, wie Morbus Crohn
- Studie zu Keto/Carnivore bei Osteoporose – Dr. Rauf Ahmadian
Folge 197: Studie zu Keto/Carnivore bei Osteoporose – Dr. Rauf Ahmadian Dr. Rauf Ahmadian hat selbst im vergangenen Jahr durch Supplementierung sowie dem Konsum von mehr Proteinen seine Osteoporose stark verbessert. Gemessen wurde dabei aber die trabekuläre Knochendichte, was das Knocheninnere betrifft. Es ist für den Aufbau der äußeren Knochensubstanz verantwortlich, die kortikalen Knochenpartien. Letztere sind auch für das Frakturrisiko verantwortlich und entstehen langfristig aus der inneren Knochensubstanz. Mit diesem Kurzvortrag möchte Dr. Rauf Ahmadian zu einer Studie aufrufen, die Männer im Alter von 50 bis 60 Jahren untersuchen möchte, die sich ketogen oder carnivore ernähren. Die Studie wird auch von dem Osteoporosenetz Nordhessen gefördert. Ihr erreicht Dr. Ahmadian per E-Mail unter rauf.ahmadian@agaplesion.de oder auf Instagram unter @drahmadian.
- Eliminationsdiät
„Beef and Water“, Rindlfeisch und Wasser Keine Unverträglichkeit gegenüber Rindfleisch Warum? Rind ist so ziemlich das einzige Nahrungsmittel gegen das praktisch niemand eine Unverträglichkeit hat. Das liegt vermutlich daran, dass sich unsere Vorfahren mit dem fast ausschließlichen Verzehr großer Tiere in der Stein- oder Eiszeit sehr gut entwickelt haben. Probiere es 14 Tage aus. Du kannst jederzeit abbrechen. Wer also irgendwelche Allergien oder Unverträglichkeiten hat und diese finden möchte, der startet mal mit zwei Wochen nur Rind und Wasser! Rind liefert alle Nährstoffe, die der Körper braucht. Für zwei Wochen besteht hier keinerlei Risiko. Jeder kann das Projekt ja wieder beenden, sollte es ihm schlecht gehen. Anschließend kann man einzelne Lebensmittel dazu testen. Kaffee für manche als sozialer Anker Wie es den meisten damit ergeht, ist allerdings so wie bei mir. Sie möchten nie mehr zurück zu pflanzlichen Produkten. Das Bedürfnis ist weg. Lediglich den Kaffee behalte ich als sozialen Anker bei, um nicht immer ganz blöd daneben zu sitzen. Aber meine Gesundheit ist wichtiger als soziale Zwänge und gute Unterhaltung ist doch eigentlich der Kern des Zusammenseins. Viele Carnitarier entdecken bei der Eliminationsdiät auch Unverträglichkeiten gegenüber Eiern, Hähnchen oder Milchprodukten. Beim Schweinefleisch vertragen viele nur mehr Gepökeltes und Geräuchertes. Ich vertrage Gott sei Dank alle tierischen Produkte und was am wichtigsten ist: Sie schmecken sooooo gut! Allergietest und Elimination
- Carnivore ohne Dickdarm, mit künstlichen Darmausgang!
Sven im Interview. Morbus Crohn. Bioverfügbarkeit verschiedener Lebensmittel „So gut wie mit Carnivore habe ich mich seit 15 Jahren nicht mehr gefühlt!“ Sven hat Morbus Crohn, seit er denken kann. Antibiotika gegen Darmerkrankungen erhielt er sehr häufig. Mit 17 bekam er die Diagnosen Essstörung, Schulangst und Bulimie, weil er angab, häufig zu erbrechen. Eine Magen-Darm-Spiegelung brachte dann aber die Wahrheit ans Licht. Um das Jahr 2000 hatte er seine erste OP am Darmtrakt. Aufgrund einer Entzündung wurden 20 cm herausgeschnitten. 10 Jahre später nach einer kohlenhydratreichen Ernährung mit vielen Süßigkeiten und auch dem Versuch der vegetarischen Ernährung stand die zweite OP an. Eine Stenose, also Engstelle hatte sich aufgrund der Entzündung mit einem Öffnungsdurchmesser von gerade mal 2 bis 3 mm gebildet. Das führte zu starken Krämpfen und auch Durchfällen alle 30 Minuten. Er ist sich sicher, dass auch der Stress die Symptome verstärkt hat. Vor seiner dritten OP war er bereits zur ketogenen Ernährung gekommen und es ging ihm damit auch schon viel besser. Jetzt mussten aber wieder Engstellen, die auch von den Narben entstanden waren entfernt werden. Außerdem hatten sich im Dickdarm viele Fisteln gebildet, die lebensgefährlich waren. Deshalb erhielt er schließlich einen künstlichen Darmausgang. Der Dickdarm ist im Körper geblieben, aber wurde stillgelegt. Der Dünndarm wurde durch die Bauchdecke ausgeleitet. Immer noch teilweise Durchfälle. Man verliert immer 3 l Flüssigkeit, weil der Dickdarm nicht mehr zum Resorbieren der Verdauungssäfte da ist. Deshalb benötigt er auch viele zusätzliche Elektrolyte. Sven ernährt sich nicht nur Carnivore, aber wenn er sich rein Carnivore, also nur von Fleisch und Fett ernährt, tut ihm das am besten. Mit Gemüse ist sein Ausgang sehr viel flüssiger. Er hat mehr Energie durch Carnivore. Mais kommt raus, wie er ihn isst. Broccoli, Blumenkohl, Pilze, Hülsenfrüchte auch. Man kann die Gemüsesorten dann im Beutel erkennen. Pilze werden gar nicht verdaut. Hülsenfrüchte kommen so, wie er sie gebissen hat, wieder raus. Bei Eiern, Fleisch und Fett kommt am wenigsten im Beutel raus. Bei rohem Fleisch gar nichts. Durch Milchprodukte entstehen eher Durchfälle. Rohe Eier werden auch komplett verdaut. Als Supplement ist für ihn 30 g Fischöl aufgrund der Omega-3-Fettsäuren sehr wichtig. Sein Entzündungswert, also CRP-Wert, lag bei 300. Jetzt im April, zwei Jahre später hatte er einen CRP-Wert von 7. Laut Aussage der Ärzte ist es ein Wunder, dass er das nicht ohne Cortison geschafft hat. Er möchte kein Cortison mehr nehmen, denn durch die früheren Cortisoneinnahmen hat er bereits eine sehr starke Osteoporose bekommen. Seine Ketonwerte liegen immer etwas über 2. Kokosöl führte bei ihm zu einem Juckreiz. Leinöl durcht die Phytoöstrogene zu einer unschönen Veränderung des Körperbaus. Seit gespannt auf das unheimlich interessante Interview mit Sven, das uns eine Erfahrungswelt öffnet zu unserem Verdauungssystem, die wir alle nicht erfassen können. Außerdem zeigt uns Svens Erkrankung, wie falsch geleitet unsere Ernährungsratschläge mit vielen Ballaststoffen und viel Getreide sind. Morbus Crohn mit Carnivore
- Welche Blutwerte messen als Carnivore?
Eine Liste aller wichtigen Blutmarker für die Carnivore Diät Viele Carnivoren stehen vor der Frage, welche Blutmarker nach dem Umstieg auf Carnivore interessant sein könnten. Im Laufe der letzten Jahre habe ich von vielen Personen aus der Carnivoren Bewegung die Blutwerte sehen dürfen. Deshalb kann ich inzwischen sagen, was sich vermutlich verändert und welche Bedeutung die einzelnen Marker haben. Bei der Erstellung dieser Liste hat mich der Neurobiologe Sebastian S. unterstützt. Vielen Dank dafür! Nachtrag vom 15.10.2023: Die Liste wurde jetzt etwas nachgebessert, nachdem ich von Dr. med. Elke Lorenz von www.ketobyheart.com noch weitere Hinweise und wichtige Tipps erhalten habe, insbesondere den Eisen- und Vitamin-D-Stoffwechsel betreffend sowie einige Marker zur Herz-Kreislauf-Gesundheit. Stoffwechsel Nüchterninsulin (Selbstzahler) Normbereich: 2,6 - 24,9 mU/l (dieselbe Einheit: miU/ml) Der Nüchterninsulinwert sollte aber niedriger sein und unter 5 mU/l liegen. Nüchternglucose Normbereich: 60 – 100 mg/dl Ein höherer Nüchternglucosewert am Morgen deutet auch evtl. bei der Carnivoren Ernährung auf zu stark erhöhte Eiweißzufuhr hin, denn die Leber produziert dann mittels Gluconeogenese über Nacht ständig Zucker. HOMA-Index Rechnung: (Nüchterninsulin in mU/l) x (Nüchternglucose in mg/dl) / 405 <2: keine Insulinresistenz 2,5: Insulinresistenz (aber nur bei nüchterner Blutabnahme!) Wird aus Glucose und Insulin berechnet und gibt Auskunft über eventuell vorliegende Prediabetes. HbA1C in % (=Langzeitzucker) Durchschnittlicher Blutzuckerwert der letzten 90 Tage. Kann bei Menschen im Fettstoffwechsel aber um bis zu 0,4 % höher liegen, da die Lebensdauer der roten Blutkörperchen dann oftmals kürzer ist. < 5,7 %: Keine Diabetes 5,7 % - 6,4 %: Prädiabetes > 6,4 %: Diabetes Gesamteiweiß Dieser gibt die Menge an Aminosäuren im Blut wieder. Normbereich: 64 - 83 g/l Idealerweise soll der Wert größer als 80 g/l sein, interessanterweise haben wir aber bei Carnivoren nur Werte um die 75 g/l maximal gesehen. Aminosäureprofil Leberwerte GOT Normbereich <35 U/l GGT Normbereich <35 U/l GPT Normbereich <40 U/l Die Leberwerte bleiben bei Carnivore meist im normalen Bereich. Durch eine Infektion können sie aber schon mal kurzfristig erhöht sein. Nierenfunktion Harnsäurewert Normbereich: Frauen 2,3 – 6,1 mg/dl; Männer 3,6 – 8,2 mg/dl Kann unter der ketogenen Ernährung zu Beginn eine Zeitlang erhöht sein. Langfristig sinken die Werte aber meistens. Glomuläre Filtrationsrate GFR Normbereich: >90 ml/min Zeigt die Nierenfunktion an. Je niedriger, desto schlechter. Die GFR kann sowohl aus Kreatinin als auch aus Cystatin berechnet werden. Die Werte unterscheiden sich dann interessanterweise häufig sehr, Harnstoff Normbereich: 16,6 – 48,5 mg/dl Homocystein Normbereich: 4,9 – 15,0 mimol/l Marker für Herz-Kreislauf-Erkrankungsrisiko Fettstoffwechsel HDL Normbereich: 30 – 88 mg/dl je höher, desto besser LDL Normbereich: 68 – 153 mg/dl LDL steigt bei einer fettreichen Ernährung, da diese Lipidproteine die Fettsäuren im Körper transportieren. Werte um die 300 bis 400 sind bei Carnivoren in Ketose häufig! LDL-Subgruppen-Analyse (Selbstzahler) [1] Messung der Subgruppen 1 – 7. 1: sehr groß, 7: sehr klein. Es kommt auf die Größe der LDL-Partikel an, ob sie schädlich sind oder nur Teil eines gesunden Fettstoffwechsels. Kleine Partikel sind oxidiert oder glykiert und sozusagen funktionsuntüchtig. Sie können von der Leber nicht mehr aufgenommen werden. Je höher die Subgruppe, desto kleiner die Partikel. Das Maximum der LDL-Subgruppen sollte bei der Gruppe 1 oder 2 liegen. oxidiertes LDL Normbereich: <470 ng/ml Dieses entspricht im Grunde den Gruppen 5, 6 und 7 der oben genannten Subgruppen-Analyse. Bei Konsum von Pflanzenölen oder hohen Glucosewerten ist dieser Wert erhöht und ein starker Marker für Arteriosklerose. [2] Triglyceride Normbereich: <150 mg/dl Je niedriger, desto besser. Höhere Werte können bei der carnivoren Ernährung aber auch durch zu hohen Fettkonsum oder zu starken Kaffeekonsum auftreten. Dieser Wert schwankt im Laufe eines Tages um +/- 20 %. Omega-3- zu Omega-6-Profil, bestehend aus ALA, DHA, EPA, AA [3] , LA sowie weiteren Fettsäuren (Selbstzahler) [4] Ist aus dem Blut auch nur eine Momentaufnahme, aber trotzdem ein interessanter Marker, der sich durch die carnivore Ernährung und den Verzicht auf Getreide und Pflanzenöle stark verbessert. Normbereich für das Verhältnis: 7,0 – 12,0 Offiziell heißt es aber auch, dass der Herz-Kreislauf-protektive Zielbereich bei 4,0 – 6,0 liegt. Je niedriger desto besser. Unsere Vorfahren sollen vor dem Ackerbau ein Verhältnis von 1:1 gehabt haben. Omega-3-Index (Selbstzahler) [5] Normbereich: >8,0 % Wie groß der Anteil an Omega-3 ist, den man über die Jahre in seinen Zellen angehäuft hat, kann mit dem Omega-3-Index ermittelt werden und liefert eine Rückschau über einen längeren Zeitraum als das obige Omega-Verhältnis aus dem Fettsäureprofil. Er wird in einem Prozentsatz angegeben und aus den roten Blutkörperchen ermittelt. Meine Skepsis zum Omega-3-Index habe ich in diesem Video erläutert. Lipoprotein(a) Normbereich: < 30 mg/dl oder 75 nmol/l Bei Lipoprotein(a), abgekürzt Lp(a), handelt es sich um einen der Eiweißstoffe, die für den Transport von Fetten im Blut zuständig sind. Untersuchungen zeigen, dass Lipoprotein(a) mit einer fettreichen Ernährung sinken kann, entgegen der landläufigen Meinung, es sei ein genetischer Faktor ist, der Indikator für das Herzinfarkt- oder Schlaganfallrisiko darstellt. [6] Adiponectin Normbereich: 1,46 – 14,0 mig/ml Je höher desto geringer das Risiko für Arteriosklerose und Insulinresistenz Apolipoprotein B Normbereich: ApoB-48: < 50 mg/l; ApoB-100: 700 - 1.000 mg/l Apo B 100 ist inzwischen als guter Indikator für eine Fettstoffwechselstörung und damit einhergehend einem Herzinfarktrisiko anerkannt. [7] 'Es dient der Bindung von LDL an seinen spezifischen LDL-Rezeptor [...] und wird ausschließlich in der Leber synthetisiert.' [8] Wenn die LDL-Werte zu Beginn der Carnivoren Diät steigen, steigt zwangsweise Apolipoprotein B auch. Blutwerte und Fettkonsum Mineralien Grundsätzlich ist zu den Mineralien zu sagen, dass eine Haarmineralanalyse auch Sinn macht, um die Mineralienversorgung des Körpers zu messen. Damit kann man auch die Schwermetallkonzentration im Körper feststellen. Hämoglobin Normbereich: 12 – 16 g/dl Ein Mangel zeigt eine Anämie an, was bei der carnivoren Ernährung praktisch unmöglich ist. Der HB-Wert sagt aus, wie viel des roten Blutfarbstoffes, des Hämoglobin, im Blut vorkommt. Bei einem zu niedrigen Wert an Hämoglobin, liegt eine sogenannte Blutarmut, die Anämie vor. Ist der HB Wert zu gering, lässt dies allerdings noch keine Rückschlüsse auf den allgemeinen Füllzustand des Eisenspeichers zu. [9] Eisen Normbereich: 50 – 170 mig/dl Der Eisenwert umfasst den gesamten Eisengehalt des Blutes, nicht nur die in Proteinen gespeicherte Form, Ferritin. Ferritin Normbereich: 13 – 150 ng/ml (dieselbe Einheit mig/l) Speichereisenwert, wenn stark erhöht, kann es auch ein Problem des Körpers sein, das auf Entzündungen hindeutet, auch auf Hämachromatose Es gibt aber sehr unterschiedliche Ansichten, darüber, welche Werte normal sind. Dr. Strunz sagt, dass Werte um 300 – 400 gut seien. Viele Carnivoren haben sehr hohe Werte, trotz niedriger Entzündungswerte (CRP). Transferrin Normbereich: 200 – 400 mg/dl Transferrin (TF) ist ein Eiweiß, das für den Transport von Eisen im Blut sorgt. Die Untersuchung von Transferrin im menschlichen Blut ist eine wichtige Messgröße für die Funktionalität des Eisenstoffwechsels. Transferrinsättigung Normbereich: 16 – 45 % Hier wird das Verhältnis von Eisen zu Transferrin berechnet. ‚Die Transferrinsättigung ist bei Eisenmangel niedrig, da wenig Eisen vorliegt, aber von der Leber viel Transferrin gebildet wird. Umgekehrt ist sie bei Eisenüberschuss erhöht, da viel Eisen zur Verfügung steht, das Transferrin aber vermindert ist. Bei erhöhtem Serum-Ferritin kann man mit Hilfe der Transferrinsättigung eine echte Eisenüberladung (hohe Sättigung) von einer Eisenverteilungsstörung (i.d.R. normale Sättigung) unterscheiden.‘ [10] Magnesium im Vollblut Normbereich: 30 – 38 mg/l Sollte trotz carnivorer Ernährung also magnesiumarmer Ernährung im Normalbereich liegen. Wie beim Vitamin C wird hiervon nicht viel verbraucht. Kalzium im Vollblut Normbereich: 54 – 63 mg/l Auch dieser Wert ist ohne Kohlenhydrate meist höher. Dazu ist auch keine Zufuhr von Milchprodukten nötig. Kupfer im Vollblut Normbereich: 0,8 – 1,1 mg/l Ist bei vielen Leuten zu niedrig. Kann durch den Konsum von Leber erhöht werden. Phosphat (Phosphor) Normbereich: 0,84 – 1,45 mmol/l Es wird Fleischessern nachgesagt, dass sie zu hohe Werte an Phosphor/Phosphat haben, und dass das ein Zeichen von Übersäuerung sei. Ob es Sinn macht, diesen Wert zu messen, ist fraglich, nachdem die Säure-Basen-Theorie von Ragnar Berg nicht auf wissenschaftlichen Grundlagen beruht. [11] Selen im Vollblut Normbereich: 101 – 170 mig/l Ist heutzutage in den Böden sehr rar. Tiere werden damit zugefüttert. Auch wir sollten bei einem Mangel dieses supplementieren. Folat (Folsäure) Normbereich: 8,2 – 18,7 ng/ml Wer zu niedrige Werte hat, sollte Eigelb oder Leber konsumieren. Allergien und Entzündungen Histamin (Selbstzahler) Normbereich für Blutmessung: <0,83 mig/l Messung kann im Blut, im Urin oder im Stuhl erfolgen. Aus dem Stuhl ist es aber am aussagekräftigsten. [12] DAO (Diaminoxidase) (Selbstzahler) Enzym, das Histamin abbaut. Kann im Blut oder im Stuhl gemessen werden. ( Interview über Histamin und Blutwerte ) IgE (Autoimmunmessung) Normbereich: <100 U/l Grad der allgemeinen Allergien. Dieser Wert wird sich durch die Umstellung auf die Carnivore Ernährung nicht so schnell ändern. CRP (C-reaktives Protein, Entzündungsmarker) Normbereich: 0 – 0,5 mg/dl oder 0 – 5 mg/l Interessant ist dieser Marker. Er verbessert sich bei carnivorer Ernährung praktisch immer, außer bei akuten Infekten. Interleukin-6 [13] [14] Interleukin-, welche die Entzündungsreaktion des Organismus regulieren. IL-6 kommt durch die Art seiner komplexen Regelung und Funktionen in dem Orchester der anderen Zytokine und Zellen u. a. eine Schlüsselstellung in dem Übergang von Mechanismen der angeborenen Immunität hin zu Mechanismen der erworbenen Immunität innerhalb des Entzündungsprozesses zu Vitamin D3, 1,25 (OH)2 (Calcitriol) Speicherform Normbereich: 20 - 80 pg/ml Vitamin D, 25 (OH) (Calcidiol) aktive Form Normbereich: 75 - 150 nmol/l oder 30 – 60 ng/ml Werte von 30 ng/ml bzw. 75 nmol/l können bei einer guten Ernährungsform ausreichend sein, sofern nicht supplementiert wird. D-Ratio (Calcitriol zu Calciciol) Normwert < 1 Der Mangel an Vitamin D ist offensichtlich ein Problem, die Vitamin-D-Gabe jedoch nicht zwingend eine Lösung. Wegweisend war die Beobachtung, dass sich bei Patienten mit chronisch-entzündlichen und autoimmunen Erkrankungen nicht nur die zu erwartenden niedrigen Calcidiol-(25(OH) D)-Werte fanden, sondern gleichzeitig erhöhte Calcitriol-(1,25(OH)2)-Werte. Wissenschaftler konnten zeigen, dass erhöhtes Calcitriol wesentlich prävalenter war als vermindertes Calcidiol und darüber hinaus sehr stark mit klassischen Entzündungsmarkern wie CK und CRP korreliert.) [15] [16] Schilddrüsenwerte fT3 Normbereich: 3,1 – 6,8 pmol/l fT4 Normbereich: 12 – 22 pmol/l Sind die fT3 Werte niedrig, die fT4-Werte normal, liegt eine Konversionsstörung von fT4 zu fT3 vor. Das deutet auf einen zu trägen Stoffwechsel hin. Durch L-Thyroxin nehmen wir nur fT4 zu uns. Es verbessert deshalb oftmals nicht den Stoffwechsel, wenn man eine Konversionsstörung hat. Natürliches Schweinehormon enthält dagegen fT3 und fT4. TSH Normbereich: 0,3 – 2,5 mol/ml TSH stimuliert die Aktivität der Schilddrüse. Wer Schilddrüsenhormone zu sich nimmt, hat deshalb meist erniedrigte Werte. Anti-TPO Normbereich: <34 U/ml Erhöhte Werte deuten auf Hashimoto hin. Anti-TG Normbereich: <110 U/ml Erhöhte Werte deuten auf Hashimoto hin. Durchlässiger Darm / Leaky Gut aus dem Serum [17] Zonulin aus Serum IFABP (Intestinal Fatty Acid Binding Protein) aus dem Serum Das Intestinal-fatty acid binding protein I-FABP erscheint aktuell als der am besten geeignete Marker für eine gestörte Darmbarriere. I-FABP kommt ausschließlich im Zytoplasma von Darmepithelzellen vor (100 % spezifisch!) und spielt hier eine Rolle im Fettsäurestoffwechsel. Wird das Darmepithel geschädigt, wird I-FABP in die Zirkulation freigesetzt und ist im Serum messbar. Organische Säuren Test (OAT organic acid test) zur Diagnose von einem Überhang an Oxalsäure [18] [19] Weitere Tests aus Speichel, Stuhl oder Haar, die Sinn machen Darmmikrobiomtest aus dem Stuhl Zeigt dein Mikrobiom an. Überraschenderweise haben Carnivoren ein fast ideales Mikrobiom. Durchlässiger Darm aus Stuhl Messung von Zonulin und sekretorischem Immunglobulin-A (sIgA) sowie Alpha-1-Antitrypsin (Verisana Stuhlprobe Leaky Gut Complete) Haarmineralanalyse Zeigt die Versorgung der Mineralien, das Verhältnis der Mineralien und somit deine Stoffwechselaktivität sowie die Schwermetallbelastung an. Cortisol-Tagestest aus dem Speichel Zeigt an, ob man zu hohe Cortisolwerte hat oder zu niedrige (Nebennierenerschöpfung) Werte, die keinen Sinn machen Leptin Der Leptinwert korreliert mit dem Körperfettanteil, da Leptin in den Fettzellen hergestellt wird. Er trifft also direkt keine Aussage über eine herrschende Leptinresistenz. Außerdem schwankt er im Laufe eines Tages um +/- 50 %. Gesamtcholesterin Auch dieser Wert sagt nichts aus. Im Fettstoffwechsel ist der LDL-Wert meist erhöht, da LDL-Partikel die Fettsäuren im Körper transportieren. Und HDL ist um so besser, je höher der Wert. Vitamin C Der Wert ist schwer abzunehmen. Das Blut muss dazu gefroren transportiert werden. Die Wkt, dass der Wert anschließend nicht stimmt, ist hoch. Außerdem wird unter der Carnivoren Ernährung ohne Kohlenhydrate wesentlich weniger Vitamin C benötigt. Serotonin Dieser abgenommene Wert stammt von den Darmbakterien und hat nichts mit dem im Gehirn wirkenden Serotonin zu tun. Viele Bakterien im Darm bedeutet also ein höheres Serotonin als bei Carnivoren, die weniger Bakterien im Darm beherbergen müssen, da sie kaum noch Ballaststoffe für sie als Futter haben. Kalium und Zink sind bei Carnivoren ohnehin im eher höheren Bereich [1] Plonné, Dietmar 2021: Jenseits von Gut und Böse. https://www.trillium.de/zeitschriften/trillium-diagnostik/td-heft-1/2021-sars-cov-2/bestimmung-von-lipoprotein-subklassen-jenseits-von-gut-und-boese.html [Zugriff am 19.02.2023] [2] https://www.carnitarier.de/2019/10/24/ldl/ [3] https://www.carnitarier.de/2021/03/26/arachidons%C3%A4ure/ [4] https://www.carnitarier.de/2019/08/01/omega/ [5] https://www.omegametrix.eu/hs_omega_3_index_wer_und_warum_omega_3_index_bestimmung.php [6] Wikipedia 2023: Lipoprotein a. https://de.m.wikipedia.org/wiki/Lipoprotein_a [Zugriff am 19.02.2023] [7] Overbeck, Peter 26.11.2021: ApoB sagt Herzinfarkte besser voraus als LDL-Cholesterin. https://www.kardiologie.org/praevention---rehabilitation/aha-kongress-2021/apob-sagt-herzinfarkte-besser-voraus-als-ldl-cholesterin/19902882 [Zugriff am 19.02.2023] [8] https://flexikon.doccheck.com/de/Apolipoprotein_B [Zugriff am 15.10.2023] [9] https://www.labormedizin.org/eisenmangel/ferritin-transferrin/ [10] https://flexikon.doccheck.com/de/Transferrin-S%C3%A4ttigung [Zugriff am 15.10.2023] [11] https://www.carnitarier.de/2020/01/16/basische-ern%C3%A4hrung/ [12] Fleischzeitpodcast: Kyra Kauffmann im Interview über Histamin. 08.02.2023. https://www.carnitarier.de/2023/02/08/kyra/ [13] https://flexikon.doccheck.com/de/Interleukin-6 [14] https://de.wikipedia.org/wiki/Interleukin-6 [15] https://www.paracelsus.de/magazin/ausgabe/202103/die-vitamin-d-ratio [Zugriff am 16.10.2023] [16] https://europepmc.org/article/MED/19758177 [Zugriff am 16.10.2023] [17] https://www.imd-berlin.de/fachinformationen/diagnostikinformationen/i-fabp-und-zonulin-zwei-serummarker-zum-nachweis-einer-gestoerten-darmbarrierefunktion [18] https://labor-becker.de/leistungsverzeichnis/1458/organische-sauren-im-urin [19] https://gettested.de/produkt/organische-saure-test/
- Mythos Säure-Basen-Theorie:
Warum die Basische Ernährung ein großer Flop unserer Zeit ist. Säuren sollen wirklich basisch wirken? Warum sollte eine Zitrone basisch auf den Körper wirken und ein neutrales Steak sauer? Wieder einmal ist es eigentlich erstaunlich schockierend, dass solch eine alte Theorie ohne wissenschaftliches Fundament für so lange Zeit von so vielen Medizinern einfach nicht angezweifelt wird! Eine Verbrennung an der Luft soll dasselbe sein, wie die Verbrennung im Körper? Der Urheber dieser Theorie war der Schwede Dr. Ragnar Berg. Er führte 1913 zwei Experimente durch: Zunächst verbrannte er diverse Lebensmittel und untersuchte anschließend die Inhaltsstoffe der Asche. Er dachte, wenn in unserem Körper ein Vorgang der Oxidation abläuft, dann ist das ähnlich zu einem Verbrennungsprozess. Die Asche von Zitrusfrüchten und Pflanzlichem enthielt nurmehr basenbildende Mineralien wie Magnesium, Kalium oder Kalzium, die Asche von tierischen Produkten dagegen viel säurebildende Stoffe wie Phosphor und Schwefel. Was er aber nicht berücksichtigt hatte: Mineralien selbst sind weder basisch noch sauer. Dazu benötigen sie noch das Wasserstoffion bzw. das Bicarbonat. Und bei der Verbrennung ist der säurebildende Wasserstoff verdampft. Das geschieht in unserem Organismus bei der Verstoffwechslung natürlich nicht. Saure und basische Bereiche in unserem Körper In unserem Körper gibt es saure Bereiche (Magen, Scheide, Haut, Urin) und basische Bereiche (Knochen, Dünndarm, Blut). Deshalb verfügt unser Körper auch über einen perfekten Mechanismus, um Basen und Säuren selbst herzustellen. Er nutzt dazu Wasser (H2O), Kohlendioxid (CO2) und Kochsalz (NaCl) und erzeugt daraus Salzsäure (HCl) sowie Natriumbicarbonat (NaHCO3), alias Natron. Nimmt man also Säuren zu sich, dann müssen diese mit Bicarbonat neutralisiert werden. Dieses Bicarbonat entzieht er dabei den basischen Bereichen unseres Körpers. Der Darm hat dadurch weniger Basen zur Verfügung und aus unseren Knochen lösen sich die Basen, was dort Osteoporose zur Folge hat. Studie zu Osteoporose Säuren, die wir essen, müssen immer mit Basen aus unserem Körper neutralisiert werden Wenn wir saure Lebensmittel zu uns nehmen, muss die überschüssige Säure immer durch Basen aus unserem Körper neutralisiert werden, und das geschieht bereits im Zwölffingerdarm. Dort werden so viele Basen hinzugefügt, bis der Speisebrei basisch ist und die Enzyme ihre Wirksamkeit entfalten können. Es gibt keinen anderen Ausweg. Die Niere hat die Funktion, überschüssige Säuren auszuscheiden Was hat es nun mit saurem Urin auf sich? Eine Funktion unserer Niere ist es, immer überschüssige Säuren auszuscheiden, die im Körper gebildet werden. Wenn wir exzessiven Sport treiben, dann entsteht zum Beispiel Milchsäure, die über den Urin ausgeschieden wird. Wenn in der Leber Fructose in Glucose umgewandelt wird, entsteht dort Harnsäure, die über den Urin ausgeschieden wird. Der Körper produziert auch Harnsäure rein endogen als Antioxidans. Sie wird schlussendlich auch über den Harn ausgeschieden. In einem gesunden Körper ist der Urin also immer sauer! Gicht und Übersäuerung




















