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  • Keto bei Ausdauersport, Proteinbedarf, Biohacking, etc.

    Daniel Pugge im Gespräch Daniel Pugge ist ein bekannter YouTuber, hat Sport studiert und war bei der Bundeswehr im militärischen Fünfkampf. Als Sportler interessierte er sich früh für Ernährung und kam auf LowCarb und Keto. Mit Keto hatte er schließlich sehr viele Erfolge, erreichte auch Bestzeiten und konnte diese Erfolge in verschiedenster Hinsicht messen. Daniel beschreibt, was er so über einen Tag verteilt isst. Mit Dave diskutiert er über Ballaststoffe, die Belastung der Verdauung beim Laufsport, Nährstoffe in Eiern und Milchprodukten. Ketonwertmessungen findet er nicht so wichtig, da die Fettverbrennung wichtiger ist als die Ketonmenge im Blut. Zu hohe Ketonwerte nützen deshalb nichts. Wie klappt ein Leben mit dem ketogenen Stoffwechsel, metabolische Flexibilität, welches Umstellungsprobleme erwarten einen. Durch kohlenhydratreiche Kost, sind die Glykogenspeicher gefüllt. Dann ist bei sportlicher Betätigung eine höhere Lactatproduktion in Gang, sprich Milchsäure. Die Ausdauer ist dadurch nicht so langanhaltend im Vergleich zu einem ketogenen Stoffwechsel ohne Wassereinlagerungen. Daniel erklärt aber, wie man gezielt mit kleinen Kohlenhydratmengen während oder kurz vor dem Wettkampf seine Leistungen verbessern kann. Ein CGM bietet sich als gutes Kontrollwerkzeug an, um zu sehen, wie der Körper auf bestimmte KHs reagiert. Über Obst, Beeren und deren Preis-Leistungsverhältnis, insbesondere was die Nährstoffdichte anbetrifft, diskutieren Dave und Daniel. Ganz ohne KHs zu leben, ist ein Stressfaktor für den Körper, wenn er die Gluconeogenese ganz hochfahren muss. Das ist auch beim abendlichen Einschlafen ein Problem. Ein Blick auf die Naturvölker. Über die Notwendigkeit von Innereien.   Ernährungstabelle von Daniel Pugge mit Excel programmiert. Lebensmitteldatenbanken, Nährstoffabdeckung. Ernährungscoaching, Tracking, Fettmessung, Körperfettanteil. Mehr Körpergewicht bedeutet mehr Belastung für die Gelenke. Ohne die Glykogenspeicher ist das alleine schon ein großer Vorteil. Proteinbedarf als Sportler, psychische Stimmung mit mehr Protein. Gluconeogenese bei zu viel Protein.   Videokurse zu neuen Themen, wie Dopamin, Zuckersucht, Schlafqualität, dauerhafte Ketose, Biohacking, Darmprobleme, Diabetes, Honig, Studien in vitro zu sekundären Pflanzenstoffen, Elektrolyte, Natrium, Kalium, Magnesium und die Verträglichkeit mit dem Magen, Dogmagtismus.   Ihr findet Daniel auf Instagram unter @danielpugge, insbesondere auf YouTube unter Daniel Pugge oder auf seiner Webseite www.danielpugge.de . Keto, Ausdauersport & Rückkehr in den Sport

  • Dein Herz braucht Ketone!

    Warum die Ketose das Beste fürs Herz ist Ketone liefern mehr Energie Das Herz ist ein hochaktives Organ und benötigt ständig Energie. Ketone sind eine besonders effiziente Energiequelle, da sie mehr ATP (die Energieeinheit der Zellen) pro Molekül Sauerstoff produzieren als Glukose oder Fettsäuren. In Zahlen: 100 g Ketone führen zu 10 g ATP, wohingegen 100 g Glucose nur zu 8,7 g ATP führen.   Es gibt zwei Zustände, in denen das Herz zu einem Großteil Ketone und Fettsäuren verstoffwechselt: 1. Bei niedrigem Insulin, also im fastenden Zustand, oder bei der ketogenen Ernährung. 2. Während einer Herzinsuffizienz [1]. Herzgesundheit durch Ketone   50 % der Herzinfarktpatienten haben kaum Arterienverkalkung Dr. Stephen Hussey berichtet [2], dass aus den anatomischen Berichten von Dr. Giorgio Baroldi hervorgeht, dass 50 % der Herzinfarktpatienten eigentlich keine ausreichende Arterienverkalkung für einen Herzinfarkt aufwiesen, teilweise sogar gar keine [3]. Kann also Arterienverkalkung als Hauptursache für den Herzinfarkt ausgemacht werden?   Dr. Hussey vermutet ein Versorgungsproblem des Herzens. Die Herzzellen, so behauptet er, verbrennten lieber Fett oder Ketone als Glucose. Das sei auch der Grund, weshalb es keinen Krebs des Herzens gebe [2].   Bei Herzinsuffizienz beziehen die Herzmuskeln Ketone Bei niedrigem Insulinspiegel, im Nüchternzustand, bezieht das Herz seine Energie zu über 50 % aus Ketonen und Fettsäuren [4], es können sogar bis zu 80 % sein [5]. Dasselbe geschieht bei einer Herzinsuffizienz. Es liegt also die Frage nahe, ob eine fehlende Versorgung mit Glucose das Herz dazu zwingt, auf Ketonkörper zurückzugreifen, denn das Herz läuft um ca. 25 % effizienter, wenn es auf Ketonkörper als Energiequelle zurückgreifen kann [1][5]. Ist eine Herzinsuffizienz eine Insulinresistenz am Herzen?   Kann es also sein, dass eine Herzinsuffizienz letztlich ein Zeichen von Insulinresistenz der Herzmuskelzellen ist? Ähnlich wie bei der Ketoazidose eines Diabetikers bedient sich das Herz dann möglichst der Ketone, um an Energie zu kommen. Diese Vermutung hat eine Studie bestätigt, die gezeigt hat, dass die Nutzung von Ketonen beim Herzen des Diabetikers höher ist als bei Nicht-Diabetikern [6]. Hier scheint also die Insulinresistenz das Herz dazu zu zwingen, mehr Ketonkörper zu nutzen…. sofern sie vorhanden sind.   Herzmuskelzellen darben, wenn der Körper keine Ketone produziert Ist ein Mensch nicht fettadaptiert und auch nicht im Ketonstoffwechsel, zwingt er sein Herz, Glucose zu verbrennen. Dies führt zusätzlich bei Stress oder starker Belastung des Herzens zu hohen Mengen an Milchsäure (lactic acid) [4]. Beim Herzen sind Angina oder Herzstechen die Folgen. Erleidet das Herz dauerhaft oder häufiger diesen Zustand, können die Zellen des Herzens kein Calcium aufnehmen, was zur Kontraktion des Muskels benötigt wird. Dadurch entstehen Ödeme, also wassergefüllte Zellen, die auch absterben können. Diese Ödeme blockieren die Zu- und Abflüsse des Herzens.   Fehlt Ausdauersportlern die Fettadaption? Auf diese Weise lässt sich im Übrigen erklären, weshalb Ausdauersportler gelegentlich meist gegen Ende einer langen Belastung einen plötzlichen Herztod erleiden: In den allermeisten Fällen sind diese bekanntlich nicht fettadaptiert.   Auch psychischer Stress und oxidativer Stress, wie durch Giftstoffe, sind kontraproduktiv für die Herzgesundheit. Beides erhöht den Adrenalinspiegel und Cortisolspiegel, was wiederum die Glucose- statt Fettverbrennung ankurbelt. Herzgesundheit – Von Carnivore zu Keto und zurück   [1] Athanasia K. et al. 2021: Ketone bodies and the heart   [2] Human Performance Outliers Podcast. Episode 241: Dr. Stephen Hussey   [3] Giorgio Baroldi, Malcolm D. Silver. 2004: The Etiopathogenesis of Coronary Heart Disease   [4] Ele Ferrannini; Michael Mark; Eric Mayoux. 2016: CV Protection in the EMPA-REG OUTCOME Trial: A “Thrifty Substrate” Hypothesis.   [5] Diabetes Deutschland 2019: Infusion von Ketonkörpern zur Behandlung von chronischer Herzschwäche?   [6] Yuji Mizuno et al. 2017: The diabetic heart utilizes ketone bodies as an energy source.

  • Von Carnivore zu Keto und wieder zu Carnivore

    Isa über Verdauung, Panikattacken, Gelenkprobleme, Essstörungen, Schilddrüsenunterfunktion Isa ist 57 Jahre, Bauingenieurin und Mutter von drei erwachsenen Kindern. Ihre gesundheitliche Reise hat sie allerdings viel Energie und Gesundheit gekostet. Sie probierte fast alle Diäten und Ernährungsweisen aus, die es heute gibt. Dabei haben ihr das Autoimmunprotokoll und die GAPS-Diät von Dr. Natasha Campbell-McBridge am meisten geholfen. Hauptsächlich war ihr Verdauungstrakt und ihre Psyche in Mitleidenschaft gezogen. Ihre Panik- und Essattacken sind deutlich weniger geworden. Nachdem sie eine Zeitlang Carnivore gemacht hatte und dadurch viele gesundheitliche Vorteile erfahren durfte, wollte sie dennoch wieder zurück zu Keto und sich wieder mehr pflanzliche Produkte gönnen. Doch der Schuss ging nach hinten los. Es kamen Entzündungen in den Gelenken, vermutlich durch die Oxalate auf. Deshalb ist sie jetzt dafür umso überzeugter, mit Carnivore weiter zu machen. Sie rät insbesondere allen Frauen in der Menopause viel Fett zu konsumieren.

  • Sehkraft verbessern, durch Carnivore...

    ...und Training der Augenmuskulatur Hört sich fast schon so an wie ein Wunder. Aber für die Verbesserungen der Sehkraft unter der Carnivoren Ernährung gibt es eine Erklärung. Augenmuskulatur verbessert sich durch Carnivore  Wie sich alle Muskeln und alles Gewebe durch die Carnivore-Ernährung aufbauen, so geschieht es auch um die Augenmuskulatur. Ohne Antinährstoffe durch Pflanzen, kann der Körper endlich alle Mineralien nutzen, die Vitamine sind bioverfügbarer, gesunde tierische Fettsäuren kann der Körper unmittelbar nutzen, und es gibt keine Protease-Inhibitoren mehr, die die Aminosäureaufspaltung verhindern. Sehkraft verbessern – Daniela Pfeifer zu Keto & TCM   Kurzsichtigkeit durch falschen Lebensstil Natürlich führt auch das viele Lesen, Schreiben oder Sehen auf Bildschirme zu einer Kurzsichtigkeit in unserer Gesellschaft. Es gibt dazu ganz starke Korrelationen. Aber gerade deshalb sollte man sich darüber im Klaren sein, dass es eine Schwäche der Augenmuskulatur ist, die uns in die Fehlsichtigkeit steuert.   Todd Becker verspricht, dass das Training der Muskulatur die Sehkraft wieder verbessern und komplett wiederherstellen kann. [1] So handelt es sich bei der Kurzsichtigkeit um zwei verschiedene Faktoren.   Zum Einen wird der Ringmuskel zu schwach, um das Flachziehen der Linse für das Weitsehen zu bewerkstelligen. Es ist also nötig, möglichst viel in die Weite zu blicken und zwar ohne Sehhilfe oder mit schwächerer Dioptrie. So trainiert man diesen Ringmuskel. Die Länge des Augapfels ist veränderbar  Zum Zweiten wird der Augapfel im Zuge der Kurzsichtigkeit immer länger. Das liegt daran, dass man beim Kurzsehen mit Sehhilfe, also mit einer negativen Dioptrie, den Punkt der Bildschärfe hinter den Augapfel bzw. hinter die Retina verschiebt. Dadurch vergrößert sich mit der Zeit auch die Länge des Augapfels, was wiederum eine stärkere Kurzsichtigkeit zur Folge hat und einen Teufelskreis in Gang setzt.   Mit schwächerer Brille trainieren Dass die Länge des Augapfels durch das Tragen einer Brille mit positiver Dioptrie aber wieder verkürzt werden kann, zeigt eine Studie von Scott Read aus dem Jahr 2010. [2] Es gilt also folgendes Training durchzuführen: Beim Kurzsehen, also beim Lesen, sollte man ohne Sehhilfe trainieren und zwar idealerweise in dem Abstand, in dem das Lesen gerade noch mit ausreichener Schärfe möglich ist. Zusätzlich kann man als Übung eine Brille mit positiver Dioptrie, also eine Lesebrille aufsetzen, die einem das Scharfsehen erschwert. So verschiebt man den scharfen Punkt wieder vor die Retina und das führt auf lange Sicht wieder zu einer Verkürzung des Augapfels. Bei Weitsichtigkeit umgekehrt Bei einer Weitsichtigkeit kann man diesen Effekt genau umkehren. Auf die Weite also ohne Brille sehen und eventuell sogar eine negative Dioptrie zum erschwerten Training hinzunehmen. Auf die Nähe sollte man dann auch den Abstand so wählen, dass gerade noch ein Scharfsehen ermöglicht wird oder die Brille in einer schwächeren Ausführung wählen. Sehen im Grenzbereich  Bei einer Kombination aus Kurzsichtigkeit und Altersweitsichtigkeit ist der Ringmuskel sowohl zu schwach, die Linse flachzuziehen als auch die Linse stärker zu krümmen. Es ist also in beiden Fällen Training mit Sehen im Grenzbereich und dem Tragen schwächerer Brillen nötig.   Es kommt jetzt noch ein dritter Faktor mit ins Spiel, der wohl auch mit der Ernährung zu tun hat. Mehr Kohlenhydrate, schlechtere Sehkraft Loren Cordain hat aus Studien gezeigt, dass eine Ernährung mit hoher Kohlenhydratzufuhr zu einem wesentlich höheren Auftreten von Myopia, also Kurzsichtigkeit führt [3]. Weniger Saatenöle, flexiblere Augenlinse  Wie mir die Augenoptikerin berichtete, ist zum Beispiel bei der Entwicklung der Altersweitsichtigkeit nicht nur die Muskulatur des Ringmuskels verantwortlich, sondern auch ein Spröderwerden der Linse. Vermutlich hängt das mit der Glykierung der Proteine der Linse zusammen. Proteine können entweder durch Oxidation oder durch Glykierung geschädigt werden. Auf der Haut ist dies durch braune Flecken oder Hautpartien ersichtlich, wovon insbesondere Diabetiker betroffen sind. Dasselbe passiert mit den Linsen der Augen. Auch eine Trübung der Augenlinse, bekannt als Grauer Star, ist darauf zurückzuführen.   Vitamin A für bessere Sehkraft Insbesondere die Zufuhr des tierischen Vitamin-A-Äquivalents, Retinol, stärkt die Sehkraft. Retinol steckt in tierischen Fetten, in der Leber, im Hirn und natürlich insbesondere in den Augen eines Tieres und dem Fleisch, Fett und Gewebe um das Auge (Stichwort Kopffleisch!). Früher war die Kopffleischsülze eine Delikatesse hierzulande. Vilhjalmur Stefansson erwähnt in seinem Buch „The Fat of the Land“ mehrmals, dass die Inuit mit großer Begeisterung immer das Fett und das Fleisch hinter den Augen priesen und aßen. Dass dieses Fleisch auch so heilsam ist, war auch den Indianern klar. Im Buch „Ernährung und körperliche Degeneration“ berichtet Dr. Price wie er auf einer seiner Reisen zu den indigenen Völkern einen Ingenieur unter den Goldsuchern in den Rocky Mountains traf. Der erzählte ihm, dass die Indianer ihn vor Blindheit bewahrt hatten. Bei der Überquerung der Rocky Mountains zu Fuß, verlor er sein Augenlicht, was wohl eine Vitamin-A-Mangelerscheinung (Xerophtalmie) war. Er konnte nicht mehr weiter wandern. Ein alter Indianer, der des Weges kam, erkannte das Problem und fing für ihn Forellen aus dem nächsten Bach. Dann gab er ihm die Fischköpfe zu essen und betonte, dass er auch die Augen mitessen solle. Nach zwei Tagen hatte sich seine Sehkraft vollkommen wiederhergestellt [4].   Dr. Surya Narayanan, @carnivore.physician, berichtet auch in unserem Fleischzeitpodcast, Episode 27, von einer Verbesserung seiner Sehkraft um eine Dioptrie durch die carnivore Ernährung [5]. Bei mir hat sie sich um 0,75 bzw. 0,5 Dioptrie von -2,5/-2,23 auf -1,75 beidseitig verbessert.   Augenarzt Dr. Chris Knobbe erklärt auch in mehreren Vorträgen, dass die altersbedingte Macular Degeneration (AMD) durch eine veränderte Ernährungsweise umkehrbar und heilbar ist. Er macht insbesondere die Kohlenhydrate und die pflanzlichen Saatenöle dafür verantwortlich. Auch hier ist wieder die Oxidierung bzw. Glykierung der Proteine in den Zellen verantwortlich. Die Erkrankung tritt bei immer jüngeren Leuten und insbesondere bei Diabetikern auf, was eine Stoffwechselerkrankung als Ursache unterstreicht. Um 1900 gab es sie überhaupt noch nicht [6].   Dr. Catherine Shanahan beschreibt in ihrem Buch „Zellnahrung“ auch, dass eine mangelnde Vitamin-A-Versorgung in der frühen Kindheit die Kurzsichtigkeit und Hornhautverkrümmung verursacht [7] . Im Weiteren berichtet sie, dass der direkte Zusammenhang zwischen der Vitamin-A-Versorgung und der Augenentwicklung auch an einem Experiment an Schweinen in den späten 1930ern von Prof. Hale durchgeführt wurde. Die Säue bekamen während einer Trächtigkeitsperiode Futter ohne Retinol und es kamen Ferkel ohne Augen zur Welt. In der nächsten Trächtigkeit mit ausreichender Vitamin-A-Versorgung brachten dieselben Säue vollkommen normale Ferkel zur Welt [8].   Um möglichst natürlich wie möglich zu leben, habe ich vor 3 Jahren die Sonnenbrille abgeschafft! Stellt euch vor, alle Tiere würden mit einer Sonnenbrille rumlaufen. Was würden wir da denken? Na klar, dass sie auf diese Art und Weise schlechtere Augen bekommen müssten, weil sich ihre Augen gar nicht mehr anstrengen müssen. Den Augenmuskel so zu entlasten ist nicht förderlich und unnatürlich, und ein Blick in die untergehende Sonne vielleicht sogar heilsam! [1] AncestryFoundation vom 12.08.2014, Internetseite https://www.youtube.com/watch?v=x5Efg42-Qn0 [2] Read, Collins, Sander 2010: Human optical axial length and defocus [3] Cordain, Loren et. Al 2002: An evolutionary analysis of the aetiology and pathogenesis of juvenile-onset myopia [4] Weston A. Price 2020: Ernährung und körperliche Degeneration, S. 256 [5] Fleischzeitpodcast vom 21.02.2021, Internetseite https://www.carnitarier.de/2021/02/21/surya-narayanan/ [6] AncestryFoundation vom 12.08.2016, Internetseite https://youtu.be/SmrncwpaZRM [7] Shanahan, Catherine 2020: Zellnahrung, S. 52 [8] Shanahan, Catherine 2020: Zellnahrung, S. 61

  • Episode 187: Silja - Diagnose PCOS mit 23

    Depressionen, Menstruationsbeschwerden, Immunschwäche, Schlafstörungen Silja hatte mit 23 die Diagnose PCOS. Sie litt außerdem an Depressionen, Schlafproblemen und war als Kind sehr infektanfällig. Als Teenagerin litt sie unter schweren Depressionen und musste hospitalisiert werden. Später kam PCOS dazu mit schwersten Menstruationsbeschwerden sowie Schlafstörungen. Durch Keto verschwand zwar PCOS, aber dafür kamen Verdauungsprobleme auf. Jetzt mit “Dirty Carnivore” geht es ihr so gut wie noch nie, sowohl psychisch als auch körperlich. Ihr könnt Silja erreichen auf Instagram unter @siljacharis. PCOS, Ernährung & Depressionen

  • Carnivore Ernährung und positive Auswirkungen auf die Psyche

    Die Zahl der Menschen mit psychischen Problemen steigt Wir leben in einer Welt, in der ein noch nie dagewesenens Überangebot an sogenannten "Lebensmitteln" verfügbar ist Angststörung, Depression, Persönlichkeitsstörung, posttraumatische Belastungsstörung und Burnout – nur einige der Begriffe, die noch vor nicht allzu langer Zeit wenig bekannt waren und heute in aller Munde sind. In rasantem Tempo scheinen immer mehr neue psychiatrische Krankheiten wie Pilze aus dem Boden zu sprießen und fast jeder von uns, der nicht selbst einmal im Laufe des Lebens betroffen war, kann mit hoher Wahrscheinlichkeit von mehreren Menschen in seiner nächsten Umgebung berichten, die mit psychischen Problemen zu kämpfen haben. Krisen, Kriege und Unsicherheiten scheinen dabei weltweit allgegenwärtig zu sein, und es ist kaum mehr möglich, sich von der dramatisch anmutenden Stimmung der Gesellschaft abzugrenzen, selbst wenn man versucht, die nicht selten reißerische öffentliche Berichterstattung zu meiden. Gleichzeitig leben wir in einer Welt, in der ein noch nie dagewesenes Überangebot an sogenannten „Lebensmitteln“ verfügbar ist – Produkte, die aus einem Chemielabor stammen könnten, und vor unaussprechlichen Inhaltsstoffen nur so strotzen. Carnivore-Ernährung gegen Burnout bei Ärzten   Unsere körperliche Gesundheit wirkt sich auf unser geistiges Wohlbefinden aus Das Zitat „Du bist, was du isst“ des Philosophen Ludwig Feuerbach aus dem Jahre 1850 basiert auf der asiatischen Weisheit, dass die Basis aller Gesundheit unsere Ernährung darstellt [1]. Dies bedeutet, dass nicht nur unsere körperliche Gesundheit, sondern auch unser geistiges Wohlbefinden damit zusammenhängt, was wir tagtäglich essen. Und tatsächlich gibt es auch in der wachsenden Carnivoren Gemeinschaft zahlreiche Menschen, die neben den körperlichen Vorteilen auch von positiven Veränderungen hinsichtlich ihrer Stimmung und Persönlichkeit berichten können, bis hin zum Verschwinden psychiatrischer Erkrankungen! Doch in welchen Zusammenhang könnten diese fast wundersamen Verbesserungen mit einer fleischbasierten Ernährungsweise stehen und wie erklären sich diese?   Mit einem gesunden Darm geht es auch der Psyche besser Die Darm-Hirn-Achse wird inzwischen als sehr bedeutend angesehen. Ein gesunder Darm ist also wichtig für eine gesunde Psyche. Darauf geht insbesondere Dr. Natasha Campbell-McBride in ihrem Buch ein. [2]  Durch die Carnivore Ernährung bessern sich viele Beschwerden im Verdauungstrakt, die oft durch Entzündungen und einem Ungleichgewicht unserer lebenswichtigen Darmbakterien ausgelöst werden. Kein Wunder, denn nicht nur die zahlreichen künstlichen Zusatzstoffe in gängigen Supermarktprodukten, sondern auch die Masse an Antinährstoffen in pflanzlichen Nahrungsmitteln und deren meist hohe Belastung mit Pestiziden bewirken, dass zu wenig Neurotransmitter produziert werden und das fein abgestimmte Gleichgewicht im Gehirn aus den Fugen gerät.   Vitamin-B12-Mangel führt zu Depressionen Ebenso bedeutend bei der Entstehung von psychischen Problemen sind Mängel an Mikronährstoffen, da sie oft direkt an der Produktion der Neurotransmitter (sogenannte Botenstoffe im Gehirn) beteiligt sind. In pflanzlichen Lebensmitteln sind diese nicht ausreichend oder, wie am Beispiel des Vitamins B12 ersichtlich, überhaupt nicht vorhanden oder können nicht ausreichend verstoffwechselt werden. Dadurch ausgelöste emotionale Verstimmungen können sich längerfristig bis hin zu Angststörungen, Burnout, Depressionen entwickeln oder sogar schwere neurologische Krankheiten wie Multiple Sklerose oder Demenz begünstigen. [3]   Unser Gehirn wird durch unsere Ernährungsweise dopaminresistent Hinzu kommt, dass solche emotionalen Dysbalancen meist nur symptomatisch behandelt werden und die Ursache der Nährstoffmängel dadurch ungelöst bleibt. Auch der Weg zu ungesunden Genussmitteln als Versuch, das eigene psychische Unwohlsein zu verbessern, ist nicht weit und geschieht oft unbewusst: Vor allem Zucker und hochverarbeitete Snacks scheinen hier vermeintlich Abhilfe zu schaffen. Nicht nur, weil wir buchstäblich von Geburt an mit der überlebenswichtigen Muttermilch gelernt haben, Süßes mit Positivem zu assoziieren, sondern auch durch gesellschaftliche Konditionierung: Wer kennt es nicht, die vermeintlich tröstende Tafel Schokolade bei Liebeskummer oder Süßigkeiten in der Schultüte als Belohnung? Und tatsächlich wird dabei immer wieder auch unser Belohnungszentrum im Gehirn getriggert und Dopamin, welches maßgeblich bei der Entstehung von Süchten beteiligt ist, ausgeschüttet. Dieses wiederum kann aber unter anderem aufgrund des Mangels an Mikronährstoffen in der Ernährung nicht ausreichend produziert werden und wir greifen immer wieder zu Süßem, um kurzfristig Abhilfe zu schaffen – ein Teufelskreis beginnt... Fleisch enthält auch Tryptophan, eine Vorstufe von Serotonin   In der Carnivoren Ernährungsweise hingegen, insbesondere wenn möglichst alles vom Tier - also auch Innereien - im Speiseplan integriert werden, sind die meisten dieser wichtigen Stoffe in Hülle und Fülle vorhanden: Besonders rotes Fleisch ist eine wichtige Quelle für viele der Nährstoffe, die wir für eine stabile Psyche und allgemeines Wohlbefinden brauchen: B-Vitamine und das auch durch Sonnenlicht aufgenommene Vitamin D schützen vor Depressionen, ebenso wie die Spurenelemente Zink und Eisen sowie wichtige Aminosäuren wie L-Arginin und Tryptophan, eine Vorstufe des „Glückshormons“ Serotonin. [4] Carnivore, Psyche und Serotonin   Cholesterin in tierischen Fetten verbessert unsere Stimmung Neben der ausreichenden Versorgung mit allen wichtigen Nährstoffen ist ein weiterer wichtiger Faktor zu nennen, der bei so vielen Menschen zu Verbesserung oder gar Heilung psychischer Probleme beiträgt: Fett. Vorausgesetzt, es wird ausreichend fettes Fleisch verzehrt oder tierische Nahrungsmittel wie fettreicher Fisch, Eigelb und Butter integriert, so wird das Gehirn, welches zu 2/3 aus Fett besteht [5], nun endlich auch ausreichend mit Cholesterin versorgt. Dieser in Verruf geratene Stoff ist essentiell wichtig für unsere psychische Gesundheit und es gibt Studien, die auf einen Zusammenhang zwischen niedrigen Cholesterinspiegeln und Depressionen hinweisen [6]. Carnivore, Psyche und Depressionen   Psychische Erkrankungen werden heute nur selten geheilt Selbstverständlich ist es nicht von der Hand zu weisen, dass es psychiatrische Erkrankungen gibt, die durch schwere traumatische Erlebnisse und andere innere und äußere Faktoren verursacht werden, und die auch psychotherapeutisch begleitet werden müssen. Doch wie oft hört man von chronischen Leidenswegen mit nur wenig Erfolgen auch nach mehrjährigen Therapien? Was wäre, wenn das Gehirn durch die Carnivore Ernährung zum ersten Mal ausreichend versorgt wäre und dadurch körperliche und mentale Kapazitäten frei wären, die eine adäquate Psychotherapie überhaupt erst ermöglichen? Wäre es nicht für jeden Betroffenen einen Versuch wert, seine Ernährung zumindest für eine gewisse Zeit lang umzustellen und dadurch möglicherweise ein großes Stück an Lebensqualität zurückzugewinnen?     [1] https://de.wiktionary.org/wiki/du_bist,_was_du_isst [2] Liste an deutschsprachigen Bücher zu Carnivore und Keto [3] https://natuerlich.thieme.de/therapieverfahren/naehrstofftherapie/detail/mit-naehrstoffen-stimmung-machen-2025 [4] https://www.nutritionwithjudy.com/the-carnivore-diet-and-mental-health [5] https://wearechief.com/en-us/blogs/articles/the-brain-needs-meat-mental-health-benefits-of-the-carnivore-diet?srsltid=AfmBOooJ2QEFm8CR_P8yx4NP5BFQeA0XhdqYssPtphi_3HDp8urk1Zji [6] https://www.spektrum.de/lexikon/neurowissenschaft/cholesterin/2104#:~:text=Demnach%20sollen%20zu%20niedrige%20Cholesterinspiegel,Serotonin%20sind%20bisher%20nicht%20gekl%C3%A4rt .

  • Diabetes mit Keto und Fasten stoppen!

    Insulinresistenz und Typ 2 Diabetes Welche Therapiemöglichkeiten werden aktuell gegen Diabetes Typ 2 angeboten und wie vielversprechend sind sie? Nach offiziellen Richtlinien können Ärzte nur Metformin verschreiben. Dieses Medikament verringert die Insulinresistenz um 1 %. Zusätzlich wird Sport empfohlen. Auch regelmäßiger Sport reduziert die Insulinresistenz im Schnitt um 1 %. Das war’s, was alle offiziellen zugelassenen Diabetologen anzubieten haben. Dann wird einem noch mit auf den Weg gegeben, dass man für den Rest seines Lebens mit Diabetes leben muss und das Spritzen von Insulin zur täglichen Aufgabe werden wird. Durch den Diabetes steigt aber auch die Wahrscheinlichkeit an unzähligen weiteren Erkrankungen zu leiden. Zunächst erfahren viele durch das Insulinspritzen eine Gewichtszunahme. Dann werden aber auch Augenleiden, Nierenprobleme, Herzinfarkt, Schlaganfall, Sexualstörungen und Amputationen wahrscheinlicher. Keto & Fasten – Typ-2-Diabetes stoppen Jetzt hört man seit Jahrzehnten, dass unzählige Menschen durch Low Carb, die ketogene Ernährung und auch durch Fasten ihren Diabetes häufig nicht nur reduzieren, sondern auch komplett heilen. Ganz logisch, weil man durch den Verzicht auf Kohlenhydrate kaum mehr Insulin benötigt. Der Blutzuckerspiegel bleibt konstant niedrig. Wer ohne Kohlenhydrate lebt, kann vielleicht bald auf das Spritzen von Insulin verzichten. Damit verschwinden auch alle Risiken für die weiteren Folgeerkrankungen des Diabetes. Hört sich jetzt wie ein Wunder an, ist es aber nicht. Weshalb sich die ketogene Ernährung noch nicht für die offiziellen Empfehlungen durchgesetzt hat, kann sich ja jeder denken…. Geld regiert die Welt… Für weitere Infos hierzu empfehle ich Podcasts mit Dr. Jason Fung oder Prof. Ben Bikman oder das Buch "Diabetes rückgängig machen: Das Ernährungsprogramm, um Diabetes Typ 2 natürlich zu heilen" von Dr. Jason Fung.

  • Blutwerte und Anzeichen für Prediabetes und Diabetes

    HOMA-Index, HbA1C, OGTT Prediabetes wird nicht standardmäßig beim Blutcheck erfasst Viele von uns haben Prediabetes, ohne davon etwas zu ahnen. Beim regulären Blutcheck werden meist nicht die dafür wichtigen Indikatoren gemessen. Sie sind jedoch auf Wunsch verfügbar und teilweise sogar kostenlos. Insulinresistenz geht mit Hyperinsulinämie einher Diabetes und Prediabetes bezeichnet man als Insulinresistenz. Insulinresistenz geht immer auch mit Hyperinsulinämie einher. Insulinresistenz bezeichnet die verminderte Fähigkeit der Zellen, auf Insulin zu reagieren. Hyperinsulinämie ist die Bezeichnung für eine zu hohe Ausschüttung von Insulin während und nach einer Mahlzeit. Beide steigen parallel zueinander an. Wenn eine Insulinresistenz vorherrscht, geht dies immer mit einer Hyperinsulinämie einher. HOMA-Index aus Nüchternglucose und Nüchterninsulin   Der HOMA-Index gibt Auskunft über eine mögliche Insulinresistenz. Dabei sind die Messung von Nüchternglucose und Nüchterninsulin nötig. Zur Berechnung ist unbedingt auf die richtige Einheit zu achten (1 mU/ml = 1 mU/l). Es gibt im Internet zahlreiche Tools zur Berechnung des HOMA-Indexes [1]. Blutwerte bei Diabetes – Keto vs. Carnivore HbA1C, der Langzeitzucker   Der HbA1C-Wert in % ist ein guter Indikator für den durchschnittlichen Blutzuckerspiegel der letzten drei Monate (Langzeitblutzucker). Er misst den Anteil der glykierten roten Blutkörperchen. Allerdings kann dieser unter Keto oder Carnivore verfälscht sein. Wer sich kohlenhydratarm ernährt, dessen rote Blutkörperchen haben nämlich im Schnitt eine längere Lebensdauer. Somit kann der Wert um ca. 0,5 % höher sein [2]. Sicherster Marker, aber nur bei kohlenhydratreicher Ernährung: OGTT   Während der HOMA-Index gegenüber dem HbA1C ein Blutmarker ist, der auch das Insulin mitberücksichtigt, sind beide dennoch nicht absolut sicher, wenn man eine Insulinresistenz vermutet, weil nicht beobachtet werden kann, was nach einer Mahlzeit passiert. Dafür ist der OGTT, der Orale Glucose Toleranztest, das beste Diagnosemittel. Es wird zunächst im nüchternen Zustand der Glucose- und Insulinwert gemessen. Dann muss man eine Zuckerlösung trinken und schließlich werden eine Stunde später sowie zwei Stunden später erneut Glucose und Insulin gemessen. Allerdings fällt auch dieser Test unter einer ketogenen oder carnivoren Ernährung nicht richtig aus. Im Gegenteil. Es kommt hier die physiologische Insulinresistenz ins Spiel. Bei diesem Test werden nämlich 75 g Glucose auf einmal verabreicht. Das ist ein ketogener Stoffwechsel nicht gewöhnt und reagiert mit einer zu hohen Insulinausschüttung [3]. Wer also den OGTT wirklich machen möchte, der sollte sich eine Woche vorher auf eine kohlenhydratreiche Ernährung umstellen und erst dann den Test machen. Meist fällt er dann auch negativ aus.   Anzeichen von Prediabetes können vermehrter Durst und häufiges Urinieren sein sowie morgendliche Schmerzen am gesamten Körperbau, die nach einiger Zeit vergehen. Kribbeln oder Brennen in Armen und Beinen ist ein Zeichen der Nervenschädigung und diese findet bereits unter Prediabetes andauernd statt. Schlechtes, verschwommenes Sehvermögen, das vor allem nach kohlenhydratreichen Mahlzeiten auftritt. Müdigkeit trotz ausreichend Schlaf. Sichtbare Zeichen von Prediabetes sind dunkle Verfärbungen oder Hornhaut am Hals, unter dem Arm oder hinten an den Waden sowie ungewöhnlich langandauerndes Heilen von Wunden, die an den Beinen oder Füßen sind [4]. Wer Bluthochdruck hat, der kann auch sicher davon ausgehen, dass er eine Insulinresistenz hat [5]. Auch Tinnitus wird mit Hyperinsulinämie in Verbindung gesetzt [6].   Zunächst kann man auch Prediabetes ohne irgendwelche Anzeichen haben! Deshalb sollte man auf alle Fälle auch seine Blutwerte kontrollieren lassen!   Denn Insulinresistenz führt zu Entzündungen im gesamten Körper, auch Herz-Kreislauf-Erkrankungen [7]. Falls euer Arzt diese Tests nicht durchführen möchte, sagt ihm, dass er in eure Krankenakte eintragen soll, dass ihr nach diesen Tests gefragt hattet… Spätestens dann wird er/sie diesen euch bewilligen, um nicht rechtlich belangt werden zu können.  Blutwerte und Diabetesverbesserung   [1]  https://www.ernaehrung.de/berechnungen/homa-index-rechner.php [2]  https://www.dietdoctor.com/blood-sugar/hba1c [3]  https://juliatulipan.com/erhoehter-blutzucker-und-physiologische-insulinresistenz-bei-lchf/ [4]  https://youtu.be/JJO3IMJQmPI?si=v_K7yKFXAZDPZJrp [5] Bikman, Ben 2020: Why we get sick. Chapter 2, 1/8 [6] Lavinsky, Luiz. et al. 2004: Hyperinsulinemia and Tinnitus: A historical cohort.  https://www.tinnitusjournal.com/articles/hyperinsulinemia-and-tinnitus-a-historical-cohort.pdf    [7] Bikman, Ben 2020: Why we get sick. Chapter 2, 7/8

  • Buchtipp: Deutschlands kranke Kinder!

    Mutige Systemkritik! Politiker sind Interessensvertreter, keine Volksvertreter… Das zeigt sich in so vielen Bereichen leider immer mehr. Im Bereich Gesundheit und Ernährung hat Frau von Aufschnaiter in ihrem Buch „Deutschlands kranke Kinder“ aufs Genaueste belegt, dass dieser Einfluss der Wirtschaft auf die Politik letztlich unseren Kindern schadet. Diese Verstrickungen und Spenden zwischen Nahrungsmittelfirmen, Pharmafirmen, Universitäten und der Deutschen Gesellschaft für Ernährung (DGE) listet sie im Detail auf. Buchtipp – Fruchtbarkeit und Carnivore Schlechte Nahrungsversorgung an Kitas und Schulen Sie bemängelt, dass diese Politik letztlich eine schlechte Nahrungsversorgung unserer Kinder an den Kitas, Schulmensen und bei uns Zuhause zur Folge hat. Am Ende müssen wir diese Fehler wieder mit unserer Gesundheit und unserer Zufriedenheit teuer bezahlen. Statt Geld für bessere Nahrungsmittel aufzubringen, werden nun Gelder für die Digitalisierung gefordert, wo am Ende jedes Kind nicht mehr nur Zuhause, sondern auch in der Schule vor leuchtenden Bildschirmen sitzt.   Auf folgende Mängel in unserer gesamten Nahrungsmittelversorgung weist Frau von Aufschnaiter noch hin: 👉 Immer größere Erträge der Agrarwirtschaft mit immer geringerem Gehalt an Mikronährstoffen bei steigendem Zuckergehalt 👉 Mangelversorgung durch Vitamin D mit negativen Auswirkungen auf das Immunsystem 👉 Nährstoffarme Nahrungsmittel wie Nudeln und Brot in zu großen Mengen 👉 Zuckerhaltige Säfte sind noch immer an jeder Schule zu finden. 👉 Zusatzstoffe in industriell verarbeiteten Lebensmitteln. 👉 Das Wissen um die Fermentierung und das Einkochen von Gemüse zur Verbesserung der Verdaulichkeit ist verloren gegangen.   Ich bewundere Frau von Aufschnaiter für ihren Mut. Manche Dinge gingen mir jedoch nicht weit genug 👉 Sie verweist auf Dr. Prices Buch „Physical Degeneration“, behauptet aber, dass das für die Zahngesundheit so wichtige Vitamin K „nur in Obst und Gemüse“ vorhanden sei. (S.115) Es findet also gar keine Differenzierung zwischen K1 und K2 statt. Bei Letzterem handelt sich dabei eigentlich um die bioverfügbare fettlösliche tierische Komponente, welche vor allem in Eiern, Milchprodukten und Innereien vorkommt. 👉 Sie warnt vor Nitraten und Nitriten in Fleischprodukten, gibt auch zu, dass diese in Gemüse ebenfalls vorhanden sind und sich der Nitritgehalt dort durch Lagerung erhöhen kann. Allerdings stellt sie keine konkreten Mengenvergleiche zwischen pflanzlichen und tierischen Produkten an. 👉 Sie warnt vor Antibiotika und Hormonen im Fleisch, was ich auch richtig finde, stellt aber auch hier keine konkreten Mengenvergleiche an, die sich insbesondere bei Soja, Leinsamen oder Getreide mit Unmengen an Phytoöstrogenen auf unsere Gesundheit negativ auswirken können. 👉 Sie weist auf die zunehmende Unfruchtbarkeit der Männer hin. Stellt diese aber kaum in den Zusammenhang mit den Phytoöstrogenen, sondern nur mit dem Mangel an Vitaminen und Spurenelementen. (S. 207) 👉 Sie warnt vor zu hohem Salzkonsum wegen der Gefahr von Bluthochdruck. Diese These halte ich für überholt. 👉 Sie warnt vor zu viel Fleischkonsum. Für mich sind tierische Produkte jedoch der einzige bioverfügbare Nährstoff für unsere Kinder. 👉 Auf die Gefahr der pflanzlichen Fette geht sie ebenfalls gar nicht ein. Die Giftigkeit von Saatenölen, die Gefahr der Entzündungen durch den hohen Konsum an ungesättigten Fettsäuren wird nicht erwähnt.

  • Wurst und Nitrit!

    Nitrit stellt unser Körper auch selbst her zur Abwehr von Keimen Nitrit ist nicht Nitrat Zunächst eine Unterscheidung: Nitrat ist NO3 und Nitrit NO2. Man liest, dass Nitrit toxisch sei, Nitrat nicht. Unser Körper kann allerdings Nitrit aus Nitrat selbst herstellen und tut dies auch gezielt, um damit Bakterien abzutöten, vornehmlich im Darm. Unsere Spucke enthält deshalb ebenfalls große Mengen Nitrat!    Nitrit ist antibakteriell und kann in großen Mengen schädlich sein Überschreiten die aufgenommenen Mengen an Nitrit einen gewissen Wert, kann es zur Blausucht kommen. Dann werden die roten Blutkörperchen zu Methämoglobin umgewandelt und können keinen Sauerstoff mehr aufnehmen.   Das ist auch der Grund, weshalb Wurst oder Schinken, mit Nitritpökelsalz hergestellt, rötlich bleibt. Gebrühte Würste ohne Nitrit werden weißlich, wie die Weißwurst oder die Gelbwurst. Geräucherte, getrocknete Würste ohne Nitrit werden eher bräunlich.   Bei Säuglingen kam es bereits mehrfach zu schweren Vergiftungen durch den Konsum von wieder erwärmtem Spinat. Warum ausgerechnet Spinat und nicht Wurst?    Blattgemüse enthält große Mengen an Nitrit, insbesondere nach längerer Lagerung Gemüse, insbesondere grünes Blattgemüse enthält nämlich wesentlich höhere Nitratanteile: Über 100 mg/100 g Nitrat in „Kopfsalat, Feldsalat, Mangold, Spinat, Rettich, Radieschen, Rote Beete und ganz besonders Rucola“, 50 bis 100 mg/100 g Nitrat in Karotten, Kohlrabi, Sellerie, Blumenkohl, Lauch, Auberginen, Zucchini [1]. Durch längere Lagerung oder durch Sonnenlicht findet dann eine unerkannte Umwandlung von Nitrat in Nitrit statt. Messungen ergaben, dass der Nitritwert bei einer Lagerung von Spinat bis zu 48 Stunden bei 22 bis 37 °C um bis zu 90 mg/100 g angestiegen ist [2].  Wurst, Nitrit und Karotten   Der Gehalt an Nitraten ist in Wurstwaren auf maximal 25 mg/100 g normiert, der Gehalt an Nitrit auf 5 mg/100 g [3].    Schlechte Tierstudien führten zu der Verunglimpfung von Nitritpökelsalz Laut Dr. Ken Berry beruhen die Warnungen vor dem krebsverursachenden Nitrit wieder nur auf epidemiologischen Studien mit geringer Korrelation sowie auf Tierstudien an Nagetieren. Auch warum Nitrosamine krebserregend seien, konnte bisher nicht erklärt werden [4]. Das Bundesinstitut für Risikobewertung äußert dieselben Argumente [5].    In den USA ist es so, dass Wurst als nitratfrei bezeichnet werden darf, wenn Sellerieextrakt als Nitratgeber hinzugefügt wurde. Das ist natürlich dann Täuschung des Verbrauchers.  Wurst, Nitrit & Bacon-Experiment   Hier noch weitere Infos zur Wurst:    Der Anteil an Dextrose oder Stärke in der Wurst ist übrigens in Deutschland so gering, dass man keine Angst haben muss, aus der Ketose zu fallen. Außer bei Sülzen und Pasteten liegt der Anteil meist höchstens bei 1 g/100 g. In Osteuropa oder in Großbritannien werden dagegen Bacon und Wurst mit bis zu 10 g/100 g Stärke und Zucker gestreckt. Das spürt ein Low Carber sofort.    Wurst ist eine gute Quelle an Kollagen und fettlöslichen Vitaminen Verglichen mit Gemüse und auch Muskelfleisch ist Wurst eine größere Nährstoffquelle: Durch den hohen Anteil an tierischen Fetten enthält sie größere Mengen an den fettlöslichen Vitaminen A, D, E und K2. Die Zugabe von Innereien bei manchen Wurstsorten erhöht auch die Gehalte an Mineralien wie Zink und Eisen. Durch die Verwendung von Fett und Sehnen ist auch der Kollagengehalt hoch.    Kein Wunder also, dass Kleinkinder beim Metzger immer nach der Wurst fragen. Ihr Hirn ist noch nicht so stark auf süß getrimmt wie unseres und sie fragen noch nach dem, was ihr Körper braucht.    [1] https://www.lgl.bayern.de/lebensmittel/chemie/kontaminanten/nitrat/ [2] https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/5826947/   [3] https://www.lgl.bayern.de/lebensmittel/warengruppen/wc_07_fleischerzeugnisse/ue_2013_rohpoekelwaren.htm   [4] S. 214 ff Berry, Ken D. 2019: Lies my doctor told me [5] https://writingscience.de/artikel/nitritpoekelsalz_osterath.pdf

  • Das Bacon-Experiment

    Nach Jahren als Veganer verschwindet Gicht mit Bacon   Gescheitertes Experiment als Frutarier Dan Quibell hatte schon lange Zeit gesundheitliche Probleme. Er war zwar sportlich, aber auch übergewichtig und aß viel Junkfood. Als er 38 Jahre alt war, begann er wegen zunehmender Gichtattacken zunächst eine vegetarische und dann eine vegane Ernährung. All das half aber nichts, also ging er zu einer rohen veganen Ernährung über. Aber die Gichtattacken wurden sogar noch häufiger. Also ging er über zur reinen Obstdiät. Sein erster Gedanke war, dass er durch den Zucker viel Energie bekommen könnte. Aber wie es sich herausstellte, war das Dasein eines ‚Fruitarian‘ nicht viel besser. Nach einem Jahr bekam er dann einen so schweren Gichtanfall, der 12 Wochen lang andauerte. Die Füße waren geschwollen und schmerzten unheimlich bei jedem Schritt. Er ging auch zum Arzt und bekam dagegen Medikamente, die aber nicht viel halfen. Außerdem hatte er immer noch Bluthochdruck, schlechte Leberwerte, einen hohen HBA1C-Wert, der auf eine Prediabetes hindeutete.   Das Gegenteil der offiziellen Ratschläge ausprobieren Dann beschloss er einfach mal das Gegenteil auszuprobieren. Er hatte von Abel James, dem Fat Burning Man gehört. Er war angetan von dessen guter Figur und neidisch, dass er Unmengen an Fleisch und Fett aß und so gesund aussah. So wie Freely 30 Bananen am Tag gegessen hat, wollte er es zunächst mit 30 Scheiben Speck machen. Daraus wurden dann eben zwei Pfund Bacon am Tag.   Bluthochdruck auch gesunken Seine Gichtanfälle verschwanden nach 3 Tagen. Sein Bluthochdruck sank! Trotz des hohen Salzkonsums! Sein Gewicht purzelte und auch seine Blutzuckerwerte normalisierten sich. Auch sein Reflux war auf einmal vorbei. Im Nachhinein ist ihm alles klar: Er bekam endlich die Nährstoffe, die er brauchte, nämlich rotes Fleisch und Fett. Der Fruchtzucker hatte gerade zur Gicht geführt, weil die Leber daraus Harnsäure erzeugt. ( Siehe meinen Artikel über Obst !! ) Dass Salz zu Bluthochdruck führt, ist eine falsche Mär . Sondern Insulinausschüttungen führen zu einem erhöhten Blutdruck und nebenbei zu starker Stimulation der Bauchspeicheldrüse, was die erhöhte Säureproduktion bei Reflux zur Folge hat.   Das Experiment haben inzwischen über 1000 Leute nachgemacht und ähnliche Erfahrungen gemacht.   Was sagen wir also jetzt zu dem angeblichen Jenke-Experiment mit dem Gichtanfall? Das war reine Show. Niemand hatte Gicht bei Jenke mittels Blutwerten diagnostiziert, sondern nur durch Wassereinlagerungen und das konnte auch einfach von übermäßigem Essen gekommen sein, denn er aß Unmengen an Fleisch mit Kohlenhydraten!!   Herkunft Bild 1 und Bild 2 . Carnivore Cast Episode vom 31.   Januar 2020

  • Caro – Carnivore-Marathonläuferin

    Gebärmutterkrebs, nichtalkoholische Fettleber, Eliminationsdiät Folge 129 Caro – Carnivore-Marathonläuferin   Caro, 43, berichtet wie ihre Ernährungsreise mit Gebärmutterkrebs begann. Nach der Operation gingen ihre Entzündungswerte einfach nicht zurück. Sie hatte das chronische Fatiguesyndrom, nässenden Hautausschlag, schwere Durchfälle, eine chronisch entzündliche Darmerkrankung, verbunden mit der Einnahme von Cortison, Ödeme unter der Haut und eine nichtalkoholische Fettleber. So stieß zunächst auf die ketogene Ernährung. Doch immer wiederkehrende Gelenkschmerzen führten sie dann zu Carnivore. Sie begann mit einer strikten Eliminationsdiät, der Löwendiät, und konnte so erkennen, welche Lebensmittel ihr bekommen und welche nicht nur das stückweise Wiedereinführen einzelner Dinge. Marathontraining mit Carnivore   Sie läuft heute nüchtern Marathon. Durch den funktionierenden Fettstoffwechsel ist ein Auffüllen während des Laufs nicht nötig. “Ich kann auch gar nichts essen während eines Laufs”, sagt sie. Des Weiteren erklärt sie, wie ihr Trainingsprogramm aussieht. Caro benötigt lediglich drei bis vier Stunden Schlaf, fühlt sich so fit wie noch nie und auch die Entzündungswerte sind wieder im Normalbereich.   Ihr könnt Caro auf Facebook erreichen unter Carolin Schneider. Eliminationsdiät für Sportler

  • Alles rund um Keto - Biologin Mag. Julia Tulipan

    Entzündungshemmende Ketose Julia Tulipan hat Biologie studiert und dazu einen Master of Science in klinischer Ernährungsmedizin. Mit ihrem Blog auf www.juliatulipan.com und ihrem Podcast Evolution Radio Show ist sie im Bereich der Ketogenen Ernährung bereits sehr bekannt.   Julias Weg zu Carnivore Wir reden im Interview zunächst über Julias eigenen Weg zu Keto. Dann erörtern wir aber auch sehr viele fachliche Themen: Funktionsweise des ketogenen Stoffwechsels, metabolische Flexibilität, dauerhafte Ketose, physiologische Insulinresistenz, Kalorienverbrauch in Ketose, entzündungshemmende Ketose, Insulinresistenz, Migräne bei Ketose, MCT-Öl, exogene Ketone.   Julia hatte uns den großen Gefallen getan und für unser „Handbuch der Carnivoren Ernährung“ das Vorwort geschrieben. Sie stellt aber im Podcast auch kurz ihre eigenen Bücher, den „Keto-Kompass“ und die „Diagnose: Nebennierenerschöpfung“ , vor. Alles über Keto – Von Keto zu Carnivore

  • Umstellung auf Ketose & Messung der Ketose

    Ketogrippe, Wasserverlust, Krämpfe Worauf muss man sich einstellen, wenn man in den Fettstoffwechsel wechselt, der Körper Ketonkörper produziert und diese als Energiequelle nutzt?   Wenn man die Menge der Kohlenhydrate in der Nahrung auf unter 20 g pro Tag vermindert, braucht der Körper zunächst seine Kohlenhydratreserven auf. Dabei verliert er vor allem Wasser, denn ein Großteil der Glucose aus den Kohlenhydraten ist im ganzen Körper in Form von Glykogen gespeichert. Das Gewicht sinkt allein durch den Wasserverlust um 2 bis 3 kg. Gleichzeitig werden viele Elektrolyte ausgeschwemmt. Deshalb ist es nötig Salz zu sich zu nehmen. Entweder grobe Körner lutschen oder feines Salz in Wasser auflösen und trinken. Zu erkennen ist der Salzmangel an Krämpfen und Kopfschmerzen. Wem das nichts nützt, der sollte auf eine Elektrolytmischung zurückgreifen oder Magnesium. Salzkonsum und Bluthochdruck Jede Zelle in deinem Körper muss sich umstellen   Die Adaption braucht eine Weile. Wer absolut noch nicht fettadaptiert ist, kann in der ersten Zeit neben Müdigkeit und Abgeschlagenheit sogar Fieber bekommen.   Ketonmessung aus dem Blut am exaktesten Zu Beginn der Fettadaption genügt eine Messung mit Urinstreifen. Nach einiger Zeit ist der Körper aber gut adaptiert und es werden nur noch wenige Ketonkörper ungenutzt ausgeleitet. Dann ist eine Blutmessung oder eine Atemmessung besser geeignet. Bei der Blutmessung kann man sagen, dass man ab 0,5 mmol/l im Fettstoffwechsel ist. Bei Werten über 1,0 mmol/l ist man dann schon tiefer in Ketose, was natürlich besser ist. Eine Ketose von 2,0 mmol/l ist ideal, um auch Gelüste zu vermeiden. Während die Blutmessung eher den ketogenen Zustand des gesamten Tages über viele Stunden gemittelt angibt, ist die Atemmessung aktueller. Allerdings sind die Geräte nicht sehr zuverlässig. Sie fällt also häufig entweder wesentlich stärker oder wesentlich schwächer aus als die Blutmessung. Ketose-Messung und Fettstoffwechsel   Therapeutische Ketose Krebskranke, Epileptiker und schwer Kranke reduzieren auch die Eiweißaufnahme so stark und erhöhen den Fettanteil, dass sie in eine tiefere Ketose mit Ketonwerten von 3 bis 7 mg/l gelangen. Zu letzterer therapeutischen Ketose kann ich folgende Podcasts empfehlen: Peak Human, Part 35 mit Prof. Dr. Thomas Seyfried , Diet Doctor Podcast #25 mit Alison Gannett . Umstellung auf Ketose und Migräneprävention

  • Unterschiede Carnivore / Keto

    Ketose, Fette, Blutzucker, Pflanzenstoffe, Säuren Ketose Beide Ernährungsformen bedienen sich ja der Ketose, also der Verstoffwechslung von Fetten. Was den Grad der Ketose anbetrifft, so war dieser bei mir bei Keto immer zwischen 0,5 bis 1,0 mmol/l im Blut. Bei Carnivore bin ich tiefer in der Ketose, meist zwischen 1,1 bis 2,0. Eigentlich ist mein Fettanteil derselbe geblieben, aber es scheint wohl so zu sein, dass das Gemüseessen stärkere Blutzuckerschwankungen hervorgerufen hatte, so dass die Ketose nicht so stark war.   Fette Ein entscheidender Unterschied ist, dass man mit der ketogenen Ernährung noch pflanzliche Fette zu sich nimmt. Gerade bei Saatenölen bedeutet dies Unmengen an ungesättigten Fettsäuren. Sie gehen sehr viele Oxidationsprozesse im Körper ein, also Entzündungsprozesse. Zudem enthalten Saatenöle große Mengen an Giftstoffen, nämlich natürliche Pestizide ( vgl. meinen Artikel über Pflanzenöle ! ). Bei vielen Leuten verbessern sich durch Carnivore wohl auch deswegen Entzündungen der Haut, der Gelenke und der Muskeln. Auch die verbesserte geistige Klarheit ist wohl auf die tierischen Fette zurückzuführen. Unsere Blut-Hirn-Schranke kann nur von tierischen Omega-Fettsäuren überschritten werden. Wir können die pflanzlichen Omega-Fettsäuren kaum selbst in die tierischen Komponenten umwandeln. ( vgl. meinen Artikel über Omegafettsäuren ) Unser gesamter Körper benötigt Cholesterin zum Aufbau jeder einzelnen Zelle. Das steckt nur in tierischen Fetten. Dr. Zsofia Clemens hat im ketogeek-Podcast auch erklärt, dass die Erfolge bei Epilepsie und auch bei Krebs mit der ketogenen Diät wesentlich weniger groß sind, wenn man pflanzliche Fette statt tierische Fette konsumiert. Das betrifft auch Olivenöl und Kokosöl!   Oxalate Wer die ketogene Ernährung mit viel Salat und Nüssen praktiziert, der wird auch einen höheren Anteil an Oxalsäure im Vergleich zu vorher konsumieren. Das hat leider den Nachteil, dass diese Oxalsäure zusammen mit Calcium spitze Kristalle bildet, die sich im gesamten Körper einlagern und dort insbesondere in den Gelenken und der Muskulatur Schmerzen verursachen können. Ich selber hatte zu meiner ketogenen Zeit nach einem Sommer des allabendlichen Erdnussessens schwere Schmerzen in den Sehnen meiner Füße und in den hinteren Oberschenkelmuskeln (Piriformissyndrom), was mich am Joggen hinderte. Auch hatte ich des öfteren Brustkrämpfe. Diese beiden Leiden sind ganz und gar verschwunden mit Carnivore. (vgl. Artikel über Oxalate )   Ballaststoffe Wer sich über Blähungen nach dem Essen ärgert, der muss nur jeglichem Gemüse adieu sagen. (vgl. Artikel über Ballaststoffe ) Keinen Furz werdet ihr mehr machen! 😊    Blutzuckerschwankungen Der Grund, weshalb so viele Leute erklären, dass sie unter Carnivore weniger Gelüste als unter Keto haben, liegt wohl an den geringeren Blutzuckerschwankungen. Das haben bereits zahlreiche CGM-Messungen gezeigt, sprich konstante Glucosemessungen alle 5 Minuten. Der Knopf am Oberarm, den immer mehr Leute tragen. Dave Feldman und Dr. Jaime Seeman haben ihre Blutzuckerkurven unter Carnivore mit anderen Diäten verglichen und eben diese erstaunliche Konstanz der Werte gefunden. (vgl. Artikel über Blutzuckerkurve )   Säure Während ich bei der ketogenen Ernährung viele Säuren zu mir genommen habe, in Form von Cola Light, Wein am Abend, Zitronensaft im Mineralwasser, Essig an der Salatsauce, habe ich dies Stück für Stück bei Carnivore ausgeschlichen. Ich bin jetzt sogar sehr säureempfindlich geworden, kann es also in meinem Mund gar nicht mehr ertragen. Das Tolle ist, dass dadurch mein Mundgeruch verschwunden ist. Ich dachte immer, er sei vom vielen Eiweiß gewesen, aber wie mir auch ein HNO-Arzt erklärte, war es die Säure, die meine Mund- und Rachenschleimhaut angegriffen hat.   Welche Erfahrungen habe ich gemacht?   Empfindlichkeit Natürlich ist nicht alles Gold was glänzt. Einen Nachteil gegenüber der ketogenen Ernährung möchte ich hiermit auch erwähnen. Ich bin im Verdauungstrakt empfindlicher geworden. Ich denke doch, dass das an der verringerten Darm- und Magenschleimhaut liegt, die früher alles abgepuffert hat. Jegliche Unverträglichkeit spüre ich jetzt bereits viel früher. Mein Körper ist also sensibler geworden. Dadurch werde ich aber auch angehalten, meinem Körper nur das Bestmögliche zu geben. Ohne Probleme vertrage ich Rind oder Lamm. Vermutlich sind die Lektine in Geflügel und Schweinefleisch hier der Grund der Unverträglichkeit. Ich habe mir aber von vielen Carnivoren sagen lassen, dass sich diese Empflindlichkeit einstellt, wenn der Darm endgültig geheilt ist.

  • Von Keto zu Carnivore

    Figur, Stimmung und Binge Eating gebessert Große Mengen Gemüse mit Keto Zunächst war ich lange Zeit auf Keto. Ich aß riesige Schüsseln mit Salat, viel Gemüse, Nüsse und Samen. Eigentlich auch ziemlich vegetarisch mit etwas Fisch, Hühnchen und Milchprodukten. Im Grunde habe ich die perfekte Mittelmeer Diät praktiziert! Aber ab und an, meist am Wochenende überkamen mich dann Bingeattacken mit Keksen und Schokolade. Mein Gedanke war dann meist: „Ich hab es mir ja verdient, nachdem ich so strikt über die Woche hinweg war.“ Ich ging nicht in ein Fitnessstudio, war aber ziemlich aktiv, mindestens eine Stunde Bewegung am Tag und dazu noch körperliche Arbeit. Wahrscheinlich hatte ich auch nicht genug Schlaf. Vorteile durch Umstellung auf Carnivore Dann wurde ich zum vollen Fleischfresser, hauptsächlich Schweinefleisch, Rindfleisch, Eier und etwas Butter. Ich ließ drei Kleidergrößen fallen, kein Binging mehr, bessere Laune, meine Haut wurde klarer, ich hatte viel mehr Energie und war nicht die ganze Zeit müde. Ich habe viel mehr Selbstvertrauen, aber ich denke wirklich, das hat mehr damit zu tun, wie ich mich fühle als wie ich aussehe. Im Nachhinein denke ich, dass ich mit meinem Experiment Keto wahrscheinlich noch viel zu viel Kohlenhydrate gegessen habe, wie Samen, Nüsse, Süßstoff-Erythritol und Milchprodukte.  Auch das Gemüse und die Ballaststoffe sorgten dafür, dass ich noch an dem Gewicht festhielt. Ja, und nachdem ich sie eliminiert hatte, sah ich eine enorme Verbesserung. Es war für mich der natürliche Schritt, Pflanzen ganz auszulassen ... und ich habe nie zurückgeschaut.  Heute animal-based mit Fasten Heute esse ich animal based und faste, wenn möglich monatlich drei Tage, sogar ohne zu trinken, sprich dryfasting. Ich esse mehr Milchprodukte als früher und wenn ich etwas Süßes esse, kann mein Körper gut damit umgehen. Carnivore hat mir die Freiheit gegeben, zu essen was mir schmeckt und was WIRKLICH gesund und nährstoffreich ist, eben tierische Produkte, statt einfach Dinge, die vollstopfen, aber nicht richtig satt machen.     Wenn ihr Fragen an mich habt, so erreicht ihr mich am besten über Instagram unter @health__hunter oder via Mail unter gabihamm89@gmail.com .

  • Schottihof für Hochlandrinder

    Manfred im Interview Der Schottihof liegt südlich von Landshut und betrieb ursprünglich Milchwirtschaft. Manfred wollte dann vor sieben Jahren auf die Weidehaltung und Mutterkuhhaltung umstellen und besorgte sich zunächst fünf Mutterkühe von der Rasse der Schottischen Hochlandrinder. Inzwischen ist auch ein Zuchtstier dazugekommen. Die Tiere ernähren sich nur von Gras und Heu. Selbst im Sommer füttert er Heu zu, um den Raufaseranteil zu erhöhen. Er betreibt den Schottihof im Nebenerwerb. Absatzprobleme hat er mit diesem hochwertigen Fleisch keine. Im Gegenteil. Er könnte jeden Monat Fleisch verkaufen, aber er möchte nicht, dass der Hof zu groß wird.   Seid gespannt auf den Podcast!   Manfred könnt ihr auf Instagram unter @schottihof erreichen.   Manfred hat uns anschließend als wir zum Betrachten der Tiere über seinen Hof marschierten, noch so einiges zu den Gegebenheiten der Hofhaltung erzählt. Mit Verweis auf die Wiese direkt hinter seinem Stall meint er: “Vor zwei Jahren wurde ich vom Amt angewiesen, diese Wiese komplett neu zu säen. Jetzt ist das Gras endlich gut angewachsen, da bekomme ich den nächsten Auftrag. Die Wiese soll jetzt in der nächsten Saison zu einem Acker werden und ich soll darauf Getreide anbauen, um nicht den Ackerstatus zu verlieren.” Manfred erklärt, dass ein Verlust des Ackerstatus den Wert der landwirtschaftlichen Fläche stark reduziert. Die meisten Landwirte haben kein Interesse an Wiesen. Sie möchten lieber Äcker, um ertragreiches Mais für Biogas zu produzieren. Dann hat er sich noch über die aktuell geltenden Richtlinien zur Vermeidung der Vogelgrippe geärgert. Die Hühner sollten keinen Freilauf aufgrund dessen erhalten. Das hat aber zur Folge, dass sie im Stall große Kämpfe anstellen werden und die Gefahr besteht, dass sie sich gegenseitig tothacken. Theoretisch würde Manfred auch gerne auf die biologische Landwirtschaft umstellen. Aber auch das bedeutet große Einbußen über Jahre hinweg. Obwohl er im Grunde jetzt bereits mit Bio-Qualität produziert, weil er nicht chemisch düngt oder Pestizide streut, dürfte er über einen Zeitraum von mehreren Jahren sein eigenes Heu nicht an die Kühe verfüttern. Er müsste also sein eigenes verkaufen und anderes aus bereits genehmigter biologischer Haltung einkaufen.

  • Regenerative Landwirtschaft, Mutterkuhhaltung, Weiderotation

    Episode 69: Hof Herweg im Interview Paul-Matthias Herweg leitet den Hof Herweg zusammen mit seiner Frau im Nebenerwerb. Sie haben 10 Mutterkühe und lassen die Kühe 365 Tage im Jahr auf der Weide. Sie betreiben auch Ackerbau und wenden die Methoden der regenerativen Landwirtschaft an. Dazu gehört zum Beispiel das Felderbestellen ohne Pflug. Der Anbau von Zwischenfrüchten ist auch sehr wichtig, da der Boden möglichst nie unbewachsen sein sollte. So kommt es, dass die Rinder im Winter auf einem Feld weiden, auf dem im Sommer noch Getreide angebaut wurde. Die Bodenqualität hat dadurch sehr zugenommen. Das kann man an Bodenmessungen erkennen, aber auch am Insektenleben in der Erde.   Matthias erklärt in dem Podcast auch, weshalb die Weidehaltung zur CO2-Speicherung im Boden die wertvollste landwirtschaftliche Nutzungsmöglichkeit für unsere Böden ist.   Ihr findet den Hof Herweg unter der Webseite www.hof-herweg.de . Sie versenden ihr Fleisch auch online.   Die erwähnte Seite für die Direktvermarktung von Fleisch direkt vom Landwirt gibt es nicht mehr. Dafür empfehle ich die von mir erstellte Seite zur Direktvermarktung .   Die im Podcast erwähnten Bücher:   ·        Gabe Brown, 2020: Aus toten Böden wird fruchtbare Erde   ·        Anita Idel, 2021: Die Kuh ist kein Klimakiller

  • Filmtipp: Das System Milch!

    Tierwohl, Gesundheit und Umwelt Allen, die nicht nur an ihrer Gesundheit, sondern auch am Tierwohl und unserer Umwelt interessiert sind, empfehle ich diesen Film unbedingt zu sehen!   Er zeigt auf, wie sehr die Bauern durch staatliche Subventionen und durch die immer größer werdende Milchindustrie zur Herstellung möglichst günstiger Milch getrieben werden und europäisches Milchpulver sogar in Afrika Preisdumping für deren heimische Produkte zur Folge hat.   Gleichzeitig ist das Futter und die Haltung dieser Milchmaschinen namens Kühe in keinster Weise artgerecht. Auch, dass Milch gesundheitliche Vorteile bringt, wird in diesem Dokumentarfilm angezweifelt. Schon gar nicht in der Form, wie sie heute konventionell hergestellt wird. Da ist es geradezu widersprüchlich und unverständlich, dass Vegetarier Milchprodukte als gesund und moralisch wertvoller als Fleisch ansehen.   In der biologischen Landwirtschaft wird hier viel stärker auf das Tierwohl Rücksicht genommen, die Milch enthält mehr Nährstoffe und wird teilweise roh zu Käse verarbeitet, was auch gesundheitliche Vorteile bringt.   Meiner Ansicht nach ist der Konsum von Milchprodukten aber grundsätzlich in Frage zu stellen, aus der Sicht des Umweltschutzes, des Tierwohls und auch unserer Gesundheit. Für mich ist die Mutterkuhhaltung für Rinder das Natürlichste, wo die Kuh nur Milch für ihre Kälber aufbringen muss und eine reine Grasfütterung möglich ist. Kein Wunder, dass die Kühe dort ein Alter von bis zu 20 Jahren erreichen im Gegensatz zu 3 bis 4 Jahren in der konventionellen Milchwirtschaft.   Der Film ist zur Zeit noch in der Mediathek des ARD nachzusehen.

  • Bio-Landwirt - Weidehaltung, Mutterkuhhaltung, etc.

    Demeter-Biolandbau mit besonderen Vorschriften Bernhard hat zusammen mit seiner Frau vor vier Jahren den elterlichen Demeterhof übernommen. Er ist gleichzeitig Berufsschullehrer in der landwirtschaflichen Meisterausbildung.   Bernhard klärt im Podcast über die Besonderheiten des Demeter-Biolandbaus auf. Warum sind Rinder für einen Demeterbetrieb so wichtig? Was ist Mutterkuhhaltung? Welche Düngermittel oder sonstige Hilfen dürfen in einem Demeterbetrieb eingesetzt werden? Welches Kraftfutter erhalten seine Rinder? Wie funktioniert eine Hofschlachtung und welche Vorteile hat sie für das Tier und für die Qualität des Fleisches? Weshalb ist eine Weidehaltung mit einem Bullen einfacher und welche Gefahren birgt dessen Haltung? Wie wichtig ist die Biestmilch für Kälber? Weshalb ist der Kreislauf der Nährstoffe im Biolandbau so wichtig? Welche wichtige Rolle spielen Leguminosen im Stickstoffkreislauf? Welchen Beitrag leistet die Weidehaltung für unser Klima und für unsere Umwelt? Wie muss sich die Einstellung des Verbrauchers zu Fleisch ändern? Was hält Bernhard von der Fleischsteuer? Warum ist die Direktvermarktung nicht nur finanziell für Landwirte sehr interessant? Welche Medikamente, Antibiotika oder Hormone dürfen die Tiere im biologischen Anbau erhalten? Welche Schwierigkeiten erfahren Landwirte bei der artgerechten Freilandhaltung von Schweinen? Bio-Landwirtschaft mit Weide- & Mutterkuhhaltung

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