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  • Unsere Magensäure macht uns zum Aasfresser!

    Ist die Angst vor Erregern berechtigt? Vergleich Mensch mit Hund und Katze Der Mensch hat natürlicherweise vor dem Essen eine Magensäure mit einem pH-Wert von 1,1-1,6 [1]. Das ist sogar stärker als bei einem Hund oder einer Katze [2]. Wir haben die Magensäure eines Aasfressers . Und warum ist eine starke Magensäure für einen Aasfresser so wichtig?  Natürlich, um Keime abzutöten und vor Parasiten zu schützen.  Wie ändert sich die Magensäure während des Essens? Wie läuft der Prozess der Verdauung aber genau ab? Sobald der Nahrungsbrei im Magen ankommt, erhöht sich dort der pH-Wert zunächst. Anschließend findet wieder ein sukzessiver Abfall statt, da die Magenschleimhaut weiter Säure produziert. Nach ca. 1 Stunde liegt der Wert wieder bei einem pH-Wert von 2,5 bei einer Mahlzeit von 400 ml [3].  Selbst bei schwächerer Magensäure überleben Bakterien nicht  Unsere Magensäure ist also ein Desinfektionsbad. Acidophile Bakterien überleben pH-Werte bis zu 3, aber nicht mehr darunter [4]. Wenn wir aber große Volumina an Gemüse und Obst essen, dann fällt es dem Magen schwerer, diese Menge in ein saures Milieu zu bringen. Erreger schaffen es dann, über die Verdauungsorgane in den Körper einzudringen.    Der Mensch ein Fettesser Interessant ist, dass das Enzym Lipase bei uns Menschen in wesentlich größeren Konzentrationen als bei anderen Tieren vorkommt. Somit ist es nicht verwunderlich, dass wir Menschen Fettesser sind und gut an die ketogene Ernährung angepasst.     Pepsin erreicht die höchste Aktivität bei einem pH-Wert von 2,5 Die zweite wichtige Aufgabe unserer Magensäure ist es, Eiweiß, so gut es geht, aufzuspalten. Verdauungsenzyme speziell für Proteine können nur mit dieser starken Konzentration an Säureionen ihre Wirkmechanismen entfalten. Bei schwacher Säure werden Proteine nicht gut genug aufgebrochen und Mineralien werden nicht ausgelöst. Wenn der Speisebrei dann zur weiteren Verdauung im Dünndarm liegt, kann er Nährstoffe nicht aufnehmen. Das Enzym Pepsin erreicht die höchste Aktivität bei einem pH-Wert von 2,5.    Säureblocker vermindern die Nährstoffaufnahme Wer Protonenpumpenhemmer, sprich Säureblocker als „Magenschutz“ einnimmt, begibt sich ebenfalls in die Gefahr, dass er Nährstoffe nicht gut genug absorbieren kann. Diese Medikamente galten lange Zeit als sicher. Mittlerweile weist eine Bandbreite von Studien auf eine Assoziation zwischen der Einnahme und einem erhöhten Risiko für verschiedene Erkrankungen (u. A. Herzprobleme, Nierenerkrankungen, osteoporotische Frakturen und Magenkrebs) hin6. Unter der Einnahme von Protonenpumpenhemmern ist das Mortalitätsrisiko insgesamt um 23 % erhöht, wie eine Studie zeigt [7]. Eine weitere amerikanische Untersuchung stellte fest, dass Senioren, die über einen längeren Zeitraum Säureblocker einnahmen, ein um 44 % höheres Risiko hatten, an Demenz zu erkranken, verglichen mit Patienten anderer Kontrollgruppen [8]. Fast 40 % aller amerikanischen Erwachsenen leiden unter Sodbrennen [9]. Dabei gehört das Problem Sodbrennen mit einer kohlenhydratarmen Ernährung meist nach wenigen Tagen der Vergangenheit an [10][11]. Da verwundert es nicht, wenn man erfährt, dass das metabolische Syndrom ein Risikofaktor für Ösophagitis ist, und viszerales Fett sogar ein noch stärkerer Risikofaktor [12], denn eine Reduktion der Kohlenhydrate verbesserte immer das Metabolische Syndrom. Die Korrelation zwischen der Einnahme von Säureblockern und Demenz ist auch nicht ungewöhnlich, da Demenz als Typ 3 Diabetes auch als Folge einer Insulinresistenz auftritt.    Wer auf Gesundheitsprobleme dieser Art verzichten und Sodbrennen auf natürliche Art bekämpfen möchte, sollte also weniger Volumen bei einer Mahlzeit konsumieren, keine Flüssigkeiten zu den Mahlzeiten trinken und generell Kohlenhydrate reduzieren.    [1]Tanya L. Russell, Rosemary R. Berardi et al. 1993: Upper Gastrointestinal pH in Seventy-Nine Healthy, Elderly, North American Men and Women. [2] DeAnna E. Beasley, Amanda M. Koltz, Joanna E. Lambert, Noah Fierer, Rob R. Dunn. 2015: The Evolution of Stomach Acidity and Its Relevance to the Human Microbiome. [3]  Juan-R. Malagelada et al. 1976: Measurement of gastric functions during digestion of ordinary solid meals in man. [4]  Paul D. Cotter, Colin Hill. 2003: Surviving the Acid Test: Responses of Gram-Positive Bacteria to Low pH. [5]  D W Piper, B H Fenton. 1965: pH stability and activity curves of pepsin with special reference to their clinical importance. [6]  https://www.doccheck.com/de/detail/articles/24279-die-toedliche-seite-der-ppis [7]  Yan Xie, Benjamin Bowe et al. 2022: Risk of death among users of Proton Pump Inhibitors: a longitudinal observational cohort study of United States veterans [8]  Willy Gomm, Klaus von Holt et al. 2016: Association of Proton Pump Inhibitors With Risk of Dementia: A Pharmacoepidemiological Claims Data Analysis [9]  GR Locke, NJ Talley, SL Fett, AR Zinsmeister, LJ Melton. 1997: Prevalence and clinical spectrum of gastroesophageal reflux: A population-based study in Olmsted County, Minnesota. [10] Gregory L. Austin, Michelle T. Thiny et al. 2006: A Very Low-Carbohydrate Diet Improves Gastroesophageal Reflux and Its Symptoms . [11] Yancy, William S; Provenzale, Dawn; Westman, Eric C. 2001: Improvements of gastroesophageal reflux disease after initiation of a low-carbohydrate diet: Five brief case reports. [12]  S J Chung, D Kim et al. 2008: Metabolic syndrome and visceral obesity as risk factors for reflux oesophagitis: a cross-sectional case–control study of 7078 Koreans undergoing health check-ups.

  • Wie kam es zur Verteufelung von rotem Fleisch?

    Klinische Studien stehen aus Konsum von rotem Fleisch rückläufig  🥩 Seit 1970 hat sich der Konsum von rotem Fleisch um 35 % vermindert. 🐓Der von Geflügel ist um 10 bis 15 % gestiegen. Seit 1800 ist der gesamte Konsum von Fleisch sogar um 37 % gesunken. Sklaven bekamen damals mehr Fleisch als wir heute essen. 🚑Gleichzeitig sind aber Diabetes, Krebs, Herz-Kreislauferkrankugen und Übergewicht gestiegen. Ergebnisse aus unseriösen Umfragestudien   Worauf beruhen die Warnungen vor Fleisch denn eigentlich? Sie beziehen sich ausschließlich auf epidemiologische Studien. 📋Das sind Fragebogen-Studien. Man kann mit diesen Studien alles zeigen, was man möchte. 📈Sie zeigen aber immer nur Korrelation, nie Kausalität, also keine erklärbare Ursache. 💯Micha R. untersuchte 2012, dass sich das relative Risiko für Herz-Kreislauferkrankungen beim Konsum von verarbeitetem Fleisch um 42 % (RR 1,42) und bei unverarbeitetem, aber rotem Fleisch um 0 % (RR 1,0) erhöht. 🌭Das relative Risiko an Diabetes zu erkranken erhöht sich bei verarbeitetem Fleisch um 51 % (RR 1,51), bei unverarbeitetem rotem Fleisch um 19 % (RR 1,19).   Relatives Risiko sehr gering und unwissenschaftlich Was sich nach viel anhört, ist es hier aber nicht. 👨‍⚕️Unter seriösen Wissenschaftlern werden eigentlich keine relativen Risiken unter 100 % (RR 2,0) anerkannt. 🚬Zum Vergleich: Das relative Risiko als schwerer Raucher einen Lungenkrebs zu bekommen beträgt 16 bis 36, also 1500 bis 3500 %! - 🍨Der Grund für das um 19 bis 51 % erhöhte Risiko durch Fleischverzehr liegt auch vermutlich darin, dass Leute, die in den letzten Jahrzehnten viel Fleisch aßen, gleichzeitig wenig Rücksicht auf Ernährungsratschläge gaben und deshalb auch sonst Ungesundes zu sich nahmen und einem ungesunden Lebensstil folgten. Viele Studien zeigen keine Zusammenhänge   🏥Nur klinische Studien, bei denen Patienten genau beobachtet werden, können Ursachen finden. Es fanden sich aber keine klinischen Studien, die einen Zusammenhang zwischen rotem Fleisch und Herzinfarkt, Diabetes oder Darmkrebs zeigten. 2009 gab es zwei große Meta-Analysen zu vielen vorangegangenen Studien. A. Mente und C.M. Skeaff zeigten, dass es keinen Zusammenhang zwischen dem Fleischkonsum und dem kardiovaskulärem Risiko gibt. Wissenschaftlicher Konsens ohne klinische Evidenz   Die Organisation IARC (International Agency for Research on Cancer) hat im Jahr 2016 veröffentlicht, dass rotes Fleisch Darmkrebs verursachen sollte. Sie nahmen aber keine klinischen Studienergebnisse als Beweis hinzu. Die Begründung war, dass man keine klinischen Studien zu krebserregenden Stoffen macht, weil es unethisch wäre, die Probanden toxischen krebserregenden Stoffen auszusetzen, wie bei Nikotin. Es wurden nur Zusammenfassungen der Arbeit veröffentlicht, nicht die Arbeit selber. Nach zwei Jahren kam heraus, dass sie nur 14 statt 800 epidemiologische Studien betrachtet hatten. Und nur eine dieser 14 Studien zeigte wahrhaftig einen Zusammenhang zwischen Darmkrebs und rotem Fleisch. Diese Studie war auch noch zu 100 % von der Religionsgemeinschaft der Adventisten durchgeführt worden, die ja Fleisch aus religiösen Gründen verachtet. Bacon verminderte die Krebsrate bei Mäusen   🐁Der Zusammenhang von Fleisch und Darmkrebs sollte durch eine Tierstudie bewiesen sein. Dabei wurden Mäuse mit reiner Blutwurst gefüttert. Sie zeigten aber auch nur die Neigung zu Darmkrebs, wenn man ihnen kein Calcium gab. 🥓Eine andere Tierstudie mit Schweinespeck (bacon) als Futter zeigten sogar eine Minderung der Krebsraten, aber die Studie wurde natürlich nicht veröffentlicht.   🎗Übrigens kann man bei allen Stoffen einen krebserregenden Zusammenhang feststellen. Erinnert ihr euch noch an die Zeit, als wöchentlich ein anderer krebserregender Stoff veröffentlicht wurde. Gesättigte Fette ebenfalls bedenkenlos   Dieselbe Sache lief zwischen gesättigtem Fett und Herzinfarktrisiko ab. Es gibt keine klinischen Studien, die einen Zusammenhang zeigen. Wohl aber viele getürkte epidemiologische Studien mit geringer Korrelation. Wir sehen aber leider meist nur die Schlagzeile und vertrauen den guten lieben Medien.   Es gibt jetzt viele Gerichtsprozesse in den USA, die Fleischgenossenschaften für Krankheiten verantwortlich machen. Soviel zum politischen Interesse. Die Nahrungsmittelfirmen, die fast ausschließlich Getreide und Pflanzliches weiterverarbeiten, freuen sich über einen größeren Anteil, den ihre Nahrung in Schulen und Krankenhäusern und am Ende auch in allen Haushalten ausmacht. Unser Gesundheitssystem wird immer größer. Das Geschäft brummt! Zum Weiterhören empfehle ich die Vorträge von Nina Teicholz auf YouTube mit dem Titel "Red Meat and Health" . Ernährung gegen Krebs

  • 6 Tipps, wie du in der kalten Jahreszeit fitter, attraktiver und gesünder wirst

    1. Schlafe im zirkadianen Rhythmus   Schlechte Nachrichten für viele Schichtarbeiter. Das Sprichwort ist wahr: Der Schlaf vor Mitternacht ist der wichtigste. Regelmäßiger Schlaf im Einklang mit dem Sonnenlicht reguliert die ideale Freisetzung der Hormone Melatonin und Cortisol. Idealerweise ist das rund um die Uhrzeit von 22.00 - 6.00 Uhr. Je mehr unser Schlafrhythmus von der natürlichen Norm abweicht, desto mehr geraten unsere Hormone außer Balance. Insbesondere Cortisol spielt eine große Rolle für ein gesundes Hormonprofil. Es wirkt antagonistisch zu Progesteron, dem “Weiblichkeitshormon”, und Testosteron, dem "Männlichkeitshormon". Beide sorgen dafür, dass Menschen gegenüber dem anderen Geschlecht attraktiv wirken. Je höher der Cortisolspiegel, desto mehr fällt der Progesteron- und der Testosteronspiegel.    Ein unregelmäßiger Schlafrhythmus wirkt sich nicht nur schlecht auf unsere Sexualhormone aus, auch die Immunabwehr nimmt ab, denn die Bildung von Zytokinen erfolgt nicht mehr optimal. Diese Proteine werden in erhöhtem Maß beim Schlaf in der Nacht gebildet. Ihre Aufgabe ist die Abwehr von Infektionen und Entzündungen. Wenn der Schlaf dem natürlichen zirkadianen Rhythmus folgt, regeneriert der Körper Zellen, Gewebe und Muskeln am schnellsten. Schlaf von 22.00 bis 6.00 Uhr fördert die Konsolidierung von Erinnerungen und verbessert die Fähigkeit, Informationen zu lernen und zu verarbeiten. Regelmäßiger Schlaf außerhalb des zirkadianen Rhythmus fördert Insulinresistenz, Gewichtszunahme und die Entstehung von Diabetes. Ein Leben in Synchronität mit dem Sonnenlicht ist gerade in der dunklen Jahreszeit wichtig. Jeder Sonnenstrahl wirkt sich positiv auf unser Wohlbefinden und unsere hormonelle Balance aus.    2. Hör’ auf, dich täglich mit Koffein aufzuputschen   Koffein hat Einfluss auf die Nebennieren und damit auf die Cortisolproduktion. Um dem Körper schnelle Energie in Stresssituationen bereitzustellen, fördert Cortisol die Gluconeogenese durch Eiweißabbau. Der Stoff hemmt die Wirkung von Insulin in den Zellen. Folglich steigt der Blutzuckerwert an, Muskelmasse wird abgebaut und Fett eingelagert. Koffein steigert die Ausscheidung von Calcium aus dem Körper, so dass eine erhöhte Calciumaufnahme nötig ist. Die Kombination von Koffein und Zucker, wie sie in vielen Softdrinks (z. B. Cola) vorkommt, ist daher enorm schädlich für die Knochen. Kaffee, Energydrinks und Co. hindern den Körper daran, Adenosin zu verarbeiten. Die Folge ist, dass Tiefschlaf erschwert wird, insbesondere wenn man bedenkt, dass es bis zu 10 Stunden dauern kann, bis der Körper den Stoff vollständig abgebaut hat. Einige Studien legen nahe, dass hoher Koffeinkonsum die weibliche Fruchtbarkeit beeinträchtigt und den Menstruationszyklus stört (1). Bei mehr als einer Tasse Kaffee pro Tag steigt das Risiko einer Fehlgeburt auf das Doppelte (2). Koffein wirkt als Diuretikum. Dem Körper werden Mineralien und Nährstoffe entzogen. Bei übermäßigem Konsum kann dies zu einer Dehydrierung führen. Es wirkt auch als mildes Abführmittel, was Verdauungsbeschwerden fördert. Koffeinhaltige Getränke sind wirkungsvolle Mittel, um die eigene Produktivität zu maximieren. Jeder Mensch sollte sich beim Konsum jedoch über sein eigenes Stresslevel im Klaren sein. Ist man bereits überarbeitet und müde, bietet eine Tasse Kaffee zwar eine schnelle Lösung, um wieder munter zu werden, so zu handeln ist allerdings genauso wie ein erschöpftes Zugpferd auszupeitschen. Koffein stimuliert das sympathische Nervensystem, welches für die sogenannte "Kampf-oder-Flucht"-Reaktion verantwortlich ist. Dies führt zu einer erhöhten Produktion von Adrenalin (Epinephrin), einem Hormon, das die Herzfrequenz, den Blutdruck und die Energieverfügbarkeit erhöht. Die für den Moment freigesetzten Ressourcen kann unser Körper allerdings nicht aus dem Nichts entstehen lassen. Nach dem Leistungsschub folgt ein ebenso starker Abfall der Energie. In anderen Worten: Du leihst dir nur Energie vom Folgetag. Je nach Konstitution der Menschen vertragen sie die Substanz besser oder schlechter. Bei häufigem und intensivem Konsum stellen sich jedoch immer Nebenwirkungen und Entzugserscheinungen ein. Natürliche Energie über den Tag ist Folge von wenig Blutzuckerschwankungen und einer starken Nährstoffzufuhr der Zellen.    3. Iss deine letzte Mahlzeit vor 20.00 Uhr    Wenn dein Magen, während du schläfst, damit beschäftigt ist, Nahrung zu verdauen, sind regenerative Prozesse verlangsamt. Die Autophagie der Zellen funktioniert nicht mehr optimal und du stehst morgens unausgeruht auf. Ab ca. 19.00 Uhr verlangsamt sich der Stoffwechsel sukzessiv, und der Körper ist weniger effizient, Proteine, Fette und Eiweiße zu verarbeiten. Um 3 Uhr morgens beginnen die Verdauungsorgane wieder langsam in Gang zu kommen. Wenn man spät am Abend isst, kann dies zu erhöhtem Blutzuckerspiegel führen. Bei einer Ernährung, die sich auf leicht verdauliche tierische Lebensmittel beschränkt, hat dieser Fakt kein allzu großes Gewicht. Um jedoch am nächsten Morgen in Bestform aufzustehen, ist es unvermeidlich, nicht nach 20.00 Uhr zu essen.    4. Spaziergänge    Ein Spaziergang fördert die Gehirnaktivität (3) in enorm vielen Bereichen, hebt die Stimmung und verbessert den Lymphfluss. An der frischen Luft beim Laufen lässt der Körper vermehrt neue Mitochondrien entstehen. Spazieren ist eine Aktivität mit niedriger bis mittlerer Intensität, der Körper greift bevorzugt auf Fett als Energiequelle zurück. Bei intensiverem Training verwendet der Körper eher Kohlenhydrate in Form von Glykogen, da diese schneller Energie liefern können. Bei moderatem Tempo, wie beim Spazierengehen, kann der Körper dagegen Fett besser oxidieren und zur Energiegewinnung nutzen.    5. Kalt? Tierische Fette wärmen dich    Fettiger Fisch und fettreiche Säugetiere helfen den Inuit, in der eisigen Kälte zu überleben. Jeder Verdauungsprozess von Fetten, insbesondere von gesättigten Fettsäuren, ist relativ energieaufwändig und kann daher mehr Wärme freisetzen als andere Makronährstoffe. Menschen haben zwei Hauptarten von Fettgewebe – weißes und braunes Fettgewebe. Braunes Gewebe dient der Wärmeproduktion. Es enthält viele Mitochondrien, die Fettsäuren oxidieren und zur Thermogenese beitragen. Der Konsum von tierischen Fetten hilft, die Energieversorgung dieses braunen Fettgewebes aufrechtzuerhalten. Rindertalg, fettiger Fisch und Schmalz enthalten Triglyceride, die im Körper gespeichert und bei Bedarf wieder abgebaut werden können. Während des Abbaus von Fettzellen zur Energiegewinnung wird ebenfalls Wärme freigesetzt. Diese gespeicherten Fette dienen als Energiereserven und sorgen für die Aufrechterhaltung der Körpertemperatur.  Gesund bleiben mit gesunden Fetten   6. Iss mehr Leber    Dass Leber zu den nährstoffreichsten Lebensmitteln gehört, sollte jedem bekannt sein. Im Gegensatz zu vielen pflanzlichen „Superfoods“ hat Leber nach dem Konsum einen unmittelbaren Effekt. Gesteigerte Energie, verbesserte Laune und gesteigerte Libido. Wichtig beim Konsum ist es, eine optimale Verdauung zu gewährleisten. Während des Essens bis eine Stunde nach dem Essen sollten keine Flüssigkeiten getrunken werden. Es lohnt sich nicht nur, die Leber von Säugetieren zu konsumieren. Fischleber gehört zu den Vitamin D-reichsten Lebensmitteln. Gerade in der dunklen Jahreszeit ist es empfehlenswert, sie auf dem Speiseplan zu haben. Fischleber in Konserven ist nicht die beste Wahl, aufgrund der möglichen Schwermetallbelastung. Auch beim Konsum von Lebertran sollte man vorsichtig sein, dass Produkte nicht oxidieren und ranzig werden. Bei Präparaten mit gereinigtem und desodoriertem Lebertran werden künstliche Vitamine nachträglich zugegeben (4), was ebenfalls nicht optimal ist.    (1) https://www.womenshealthmelbourne.com.au/blog/does-caffeine-affect-fertility (2) Schwanger werden: Mythen und Fakten | Sanitas Magazin   (3) https://jneuroengrehab.biomedcentral.com/articles/10.1186/s12984-020-00797-w   (4) David Feldman, J. Wesley Pike, John S. Adams: Vitamin D. Third Edition. Vol. 1. Academic Press, 2011, ISBN 978-0-12-387035-3, S. 88

  • Tipps zum Einstieg!

    Eine Zusammenfassung aus meinem Carnivore Coaching Kurs bei Dr. Shawn Baker   1. Wie bei jeder Änderung des Lebensstils, kann man auch bei Carnivore auf zwei Weisen vorgehen. a. Die sofortige Umstellung: Sie ist vermutlich mit mehr Nebenwirkungen, wie Kopfschmerzen, Müdigkeit, Verdauungsprobleme oder Oxalatausschüttungen behaftet. Dafür sind die positiven Effekte dann aber auch schneller zu spüren. Sie ist eher jungen Leuten zu raten oder solchen, die bereits eine ketogene Ernährung durchgeführt haben.   b. Die langsame Umstellung, vermutlich mit weniger Nebenwirkungen, aber dafür einem längeren Zeitraum, bis die positiven Effekte zu spüren sind. Sie ist eher älteren Leuten anzuraten oder solchen, die bisher sehr kohlenhydratreich gegessen haben und natürlich für Leute, die viele Medikamente aufgrund von bereits bestehenden metabolischen Erkrankungen einnehmen. Auf diese Weise ist auch eine langsame Reduktion von Medikamenten, begleitet durch den Arzt, besser möglich.   2. Umstellung von ballaststoffreicher Nahrung Manche Leute erfahren keine Verdauungsbeschwerden, wenn sie Ballaststoffe weglassen. Für viele Leute, die bereits einen empfindlichen Magen-Darm-Trakt haben, ist es jedoch sinnvoll, sich 4-6 Wochen Zeit zu nehmen, um von den Ballaststoffen wegzukommen. Dazu die Menge an Ballaststoffen jede Woche um 25 % reduzieren.   3. Umstellung von kohlenhydratreicher Nahrung Hier ist wie auch bei Ballaststoffen eine Reduktion um 25 % pro Woche empfohlen für diejenigen, die vorher nicht schon ketogen oder low carb lebten.   4. Umstellung auf oxalatfreie Nahrung Plötzliches Weglassen von oxalsäurehaltigen Nahrungsmitteln kann zu Problemen führen. Werden nämlich keine oxalsäurehaltigen Lebensmittel mehr zugeführt, geschieht eine Ausleitung der Oxalsäure aus dem Körper. Dies kann sich zum Beispiel in Hautausschlägen äußern. Oxalate sind insbesondere in Mandeln, dunkler Schokolade, grünem Blattgemüse und Beeren enthalten.   5. Umstellung der Nahrungsmengen Zu Beginn wird der Körper sehr viele Nährstoffe auffüllen müssen. Außerdem möchte man die bisher negative Einstellung zum Essen und zu Kalorien loswerden. Deshalb sollte man zu Beginn bis zur Sättigung zu essen. Die Anzahl der Mahlzeiten sollte sich auch nach dem Appetit richten. Die meisten Leute werden nur ein- bis zweimal am Tag essen wollen. Aber manche werden mehrfach täglich das Bedürfnis nach einer Mahlzeit haben. Alleine, um die Gelüste nach anderen Mahlzeiten zu unterbinden, ist es wichtig, möglichst ungehemmt carnivore Mahlzeiten zu sich zu nehmen. Es ist ratsam, mehr zu kochen als man benötigt, um im Falle von Hunger schnell etwas griffbereit zu haben, das nicht kohlenhydratreich ist! Außerdem ist es wichtig, das Essen zu genießen. Deshalb möchten viele eine große Vielfalt an tierischen Lebensmitteln zu Beginn nicht missen. Auch wer noch gerne Gewürze mag, kann diese mit einbeziehen. Manche werden gerne Käse und Milchprodukte konsumieren.   6. Umstellungsprobleme wie Kopfschmerzen, Müdigkeit können durch folgende Maßnahmen erleichtert werden Größere Essensmengen, mehr Salze zu sich nehmen. Übelkeit oder Reflux durch eine Zugabe von Enzymen, wie Betain HCL oder Lipase und Protease. Durchfall durch weniger Fett oder weniger Eiweiß. Das muss man selbst abschätzen. Die Adaptionszeit wird zwischen zwei Monaten und einem Jahr für viele betragen! Einsteigerwissen zu Protease-Inhibitoren   7. Biohacking Das Zählen von Kalorien oder Makronährstoffen, also Kohlenhydraten, Eiweiß und Fett, wird auf alle Fälle nicht empfohlen! Denn es ist ja für die Zukunft wichtig, endlich auf seinen Körper zu hören! Auch das ständige Messen von Ketonen oder Blutzucker ist für viele sicher kontraproduktiv, da es eher Ängste hervorrufen könnte.

  • Kritik zum Film: Game Changers

    Das entzauberte Märchen von der veganen Ernährung! Kritik zum Film: The Game Changers   Gladiatoren waren Sklaven, die gemästet wurden Der Film startet mit den Gladiatoren als Beispiel für Athleten, die mit Hülsenfrüchten und Getreide im wahrsten Sinne „gefüttert und gemästet“ wurden. Sie waren nämlich Sklaven, die in den Kampf geschickt wurden zur Belustigung des Volkes. Ein Schimpfwort aus dieser Zeit war auch „barley-eater“, sprich Gerstenfresser. Wie das bei Sumoringern auch ist, so war der Speck, den sie sich durch diese Ernährungsweise anfüttern sollten, ein Schutzschild im Kampf. Ihre Nahrung sollte ihnen als Sklaven kein langes Leben bescheren. Der Irrglaube, dass Gladiatoren schlank und muskulös waren, wurde nur durch unsere Filmindustrie über römische Zeiten genährt. Die wahren Athleten dieser Zeit waren eigentlich die Olympioniken, die aber im Film „The Game Changers“ nicht erwähnt werden. Ihr Preisgeld war nämlich nach dem Wettkampf bestes Fleisch. Auch die Behauptung, dass die Gladiatoren aufgrund ihrer vegetarischen Ernährung eine hohe Knochendichte hatten, widerspricht alle sonstigen Knochenfunden, die man auf der Welt finden kann. Alle Knochenfunde von Jägern und Sammlern versus Bauern zeigen, dass die Knochendichte durch die Sesshaftwerdung und die Erhöhung der Stärke in der Ernährung gesunken ist. Vielleicht waren die Gladiatoren ja auch erst seit ihrer Sklavenhaltung Vegetarier und hatten die Knochendichte bereits zuvor durch eine fleischhaltige Ernährung aufgebaut.   Vegane Athleten müssen Dopingsubstanzen nehmen Als nächstes werden einige Athleten aus Kampfsportarten und auch aus dem Ausdauerlauf vorgestellt, denen es angeblich durch Veganismus besser geht. Hier muss man aber auch sagen, dass sie ihre Muskelmasse bereits zuvor durch eine fleischhaltige bzw. fischhaltige Ernährung aufgebaut hatten. Der Vorzeigeathlet im Film im Kampfsport hatte zudem bei seinem Sieg einen positiven Dopingtest abgegeben, was im Film nicht erwähnt wurde. Die Vitaminpräparate, die die Veganer einnehmen, enthalten laut Aussage von Dr. Ryan Lowery und Dr. Paul Saladino häufig dopingähnliche Substanzen. Was die Ausdauersportler anbetrifft, ist es durchaus vorstellbar, dass man durch einen kurzfristigen Gewichtsverlust bessere Ergebnisse beim Dauerlauf erzielen könnte, da diese Sportart nicht auf große Muskelmassen angewiesen ist. Die Leistung wird aber nicht auf Dauer so aufrechterhalten werden können, da man mit einer veganen Ernährungsweise keine Körpersubstanz aufbauen kann. Es erfolgt ein langsamer schleichender Abbauprozess an Muskeln, Sehnen und Knochendichte. Bei einer der erwähnten Sportlerinnen, Morgan Mitchell, war dies dann auch der Fall. Sie hatte wohl nach einiger Zeit der veganen Ernährung in einem regionalen Highschool-Wettkampf lediglich den vorletzten Platz gemacht. Unterschiede in der Bioverfügbarkeit von Proteinen werden ignoriert Womit der Film unheimlich fachlich falsche Informationen verbreitet, ist die Behauptung, dass man mit 100 g Hülsenfrüchten dieselbe Menge Protein für den Köper zur Verfügung hat wie mit 100 g Fleisch. Diese Information ist aus zweierlei Hinsicht vollkommen falsch. Zum einen ist die Aminosäurevielfalt in Fleisch wesentlich größer als in pflanzlichen Proteinen. Somit ist die Biologische Wertigkeit wesentlich größer und es gibt einige Aminosäuren, die durch die pflanzlichen Proteine gar nicht abgedeckt werden. Als zweites ist die Aufnahmefähigkeit der pflanzlichen Proteine nicht so gut möglich wie bei tierischen Proteinen. Dazu enthalten die Hülsenfrüchte zu viele Protease – und Amylase-Inhibitoren, die eine Aufnahme der Aminosäuren im Darm unmöglich machen. Auch fehlen uns viele Enzyme zur Spaltung dieser pflanzlichen Proteine. Die Verwertbarkeit von Proteinen wird seit 2013 mit der korrigierten Tabelle DIAAS statt PDCAAS betrachtet und ist darin für Hülsenfrüchte wesentlich schlechter als für tierische Produkte. Protease-Inhibitoren im Fokus   Es gibt keine ethischen Argumente für eine vegane Ernährung Die ethischen Aspekte der veganen Ernährung habe ich bereits in mehreren Artikeln entkräftet. Natürlich ist eine artgerechte Tierhaltung wichtig. Ein Veganer hat aber auch viele Kleintierleben zu verantworten, wenn er seiner getreidereichen Ernährung nachgeht.   Für weitere Infos empfehle ich diese drei Quellen: 1. YouTube-Film von food.lies „Game Changers DEBUNKED”   2. Fundamental Health Podcast mit Dr. Paul Saladino und Dr. Ryan Lowery, Episode 29 3. Joe Rogan Podcast mit Dr. Chris Kresser #1389

  • Folge 191: Reaktion auf Alicia Joe’s Video gegen Carnivore

    Räumen wir mal wieder auf mit Vorurteilen über die Carnivore Ernährung, so wie sie von Alicia Joe verbreitet werden - meine Reaktion dazu: Nein, Carnivoren sind nicht dogmatisch und essen auch Pflanzliches, sofern es ihre Gesundheit erlaubt. Ja, Pflanzliches enthält Giftstoffe oder Antinährstoffe, deren negative Auswirkungen nicht zu unterschätzen sind: Oxalsäure, Phytinsäure, Protease Inhibitoren. Sie verhindern die Aufnahme von Nährstoffen. Nein, der Mensch hat nicht den Verdauungstrakt eines Pflanzenfressers. Ja, der CO2-Fußabdruck ist eine Farce und spiegelt nicht den wahren ökologischen Fußabdruck wider. Fossile Brennstoffe sind die Hauptverursacher von Treibhausgasen und deshalb ist regionale Landwirtschaft das Beste für unsere Umwelt. Nein, unsere Landwirte sind nicht ignorant gegenüber dem Wohlergehen und der Gesundheit ihrer Tiere. Nein, bei einem Carnivore besteht keine Gefahr für Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Durch Carnivore sinken die Triglyceride, während die HDL-Werte steigen, was der beste Schutz dagegen ist. Ja, wir sind eine tolle Community, weil wir endlich, ohne uns rechtfertigen zu müssen, gemeinsam Fleisch essen können.  Protease-Inhibitoren und Carnivore Diät

  • Kritik am "Iss gut jetzt!"

    Aus der Zeitschrift Spiegel vom Juni 2019   Kritik am Spiegel-Artikel zu den angeblichen Vorteilen von Ballaststoffen Ich möchte jeweils Kritik an den einzelnen Aussagen tätigen. Deshalb folgt jeweils auf das Zitat mein Kommentar dazu.   ·        „Menschen, die pflanzliche Kost und damit Polysaccharide verschmähen, haben häufiger verkalkte Arterien, einen gestörten Stoffwechsel und Krebs – weil sie sich falsche Freunde herangezüchtet haben?“   Hier wird eine typische epidemiologische Studie erwähnt. Es tritt also eine Korrelation auf zwischen Menschen, die wenige Ballaststoffe zu sich nehmen und Menschen, die Krebs oder Stoffwechselprobleme haben. Korrelation heißt aber nicht Kausation. Einen kausalen Zusammenhang gibt es nicht. Vielleicht sind die Menschen, die wenige Ballaststoffe zu sich nehmen, für gewöhnlich solche, die auch kohlenhydratreiche Nahrung, wie Weißmehl und Zucker konsumieren. Damit wären die Stoffwechselprobleme dann eher zu erklären! Eigentlich müsste nach jeder epidemiologischen Studie erst eine klinisch randomisiert kontrollierte Studie erfolgen   ·        „Forscher werteten die Daten von 243 Studien aus 40 Jahren aus und präsentierten das Ergebnis unlängst in der Medizinzeitschrift „Lancet“: Menschen mit dem größten Ballaststoffkonsum haben eine um bis zu 30 Prozent verringerte Sterblichkeit. Die koronare Herzkrankheit, Schlaganfall, Diabetes mellitus Typ 2 und Darmkrebs traten bei Ballaststoffkonsumenten statistisch gesehen viel seltener auf als bei Haferflockenmuffeln.“   Wieder wird hier eine epidemiologische Studie erwähnt. Dies ist eine reine Umfragestudie. Hier kann so viel nach Wünschen und Belieben verändert und gedeichselt werden. Eigentlich müsste nach jeder epidemiologischen Studie erst eine klinisch randomisiert kontrollierte Studie erfolgen, um diese Behauptungen zu stützen. Lancet ist eine medizinische Zeitschrift, die sehr stark von der Industrie unterstützt wird, und somit auch von einer Lobby für die pflanzenbasierte Kost. Dazu gehören die großen Nahrungsmittelkonzerne, die keine tierischen Lebensmittel vertreiben. Dazu gehört auch die Chemieindustrie, die stark am Ackerbau verdient. Dazu gehört die verarbeitende Industrie, die aus Pflanzlichem Müsliriegel oder vegane Burger produzieren möchte. Der EAT-Lancet Report von 2019, der den Fleischkonsum so sehr verteufelte, enthielt viele fehlende Referenzen und ominöse Rechenmethoden. Dr. Georgia Ede: The Problem with epidemiological studies.   Diese ganze Studienauswertung steht auch im Widerspruch zu den Ergebnissen von Eskimos und Massai, die trotz einer Ernährung ohne Ballaststoffe keine Herzkreislauferkrankungen oder Diabetes aufwiesen. Gerade die Lektine aus Hülsenfrüchten sind im Verdacht, den löchrigen Darm herbeizuführen.   ·        „In Luxemburg wählt Desai an diesem Mittag einen Lunch aus Bällchen von Bohnen und Kichererbsen…"   Desai ist hier einer der zu Wort kommenden Wissenschaftler an den vermeintlichen Vorzügen der Ballaststoffe. Bohnen und Kichererbsen enthalten sehr giftige Lektine. Wer diese im ungekochten Zustand zu sich nimmt kann davon schwere Vergiftungen bekommen. Im gekochten Zustand sind ein Großteil dieser Lektine aufgespalten, aber nur zu circa 80 %. Gerade die Lektine aus Hülsenfrüchten sind im Verdacht, den löchrigen Darm herbeizuführen: Dr. Paul Mason - 'How lectins impact your health - from obesity to autoimmune disease' Carnivoren haben eine gute Bakterienflora im Darm   ·        „Wer zu wenige Ballaststoffe in seiner Nahrung hat, riskiert, dass unerwünschte Bakterien Löcher in den Darmschleim fressen.“   Gerade das Gegenteil zeigt sich bei Carnivoren. Durch den Wegfall der Ballaststoffe und den Wegfall der Lektine , wird der Darm erstmals geheilt und die Autoimmunerkrankungen werden aufgelöst. Ballaststoffe füttern die Bakterien und bei einer zu großen Aktivität entstehen Säuren, die die Darmhaut angreifen. Eine Darmbakterienuntersuchung bei meiner Co-Autorin Claire Koenig attestierte ihr sogar eine perfekte Darmflora. Bei mir war das Ergebnis auch sehr positiv. Durch natürliche Lebensmittel statt Supplemente zum gesunden Darm   ·        „Mit dem Geld will Desai gemeinsam mit Kollegen in klinischen Studien herausfinden, welche Polysaccharide genau Kinder mit Nahrungsmittelallergien oder Erwachsene mit Darmentzündungen essen müssten, um den Darmschleim zu schützen und die Erkrankung zu überwinden. Am Ende könnten maßgeschneiderte Nahrungsergänzungsmittel stehen, sogenannte Probiotika“   Hier wird sofort klar, dass es sich beim Geldgeber dieser Forschung um die Nahrungsergänzungsmittelindustrie handelt. Es sollte doch eher das Ziel der Forschung sein, durch natürliche Lebensmittel statt Supplemente einen gesunden Darm zu erhalten. Im Dickdarm findet keine Nährstoffaufnahme mehr statt   ·        „Im Dickdarm dagegen ballen sich bis zu eine Billion Lebewesen in einem Millimeter Darminhalt. Der Körper lässt die Bakterien gewähren, weil für ihn selbst nicht mehr viel zu holen ist.“   Im Dickdarm findet also keine direkte Nährstoffaufnahme mehr statt, sondern nur mehr die Fermentation durch diese Bakterien. Für eine Nährstoffaufnahme ist es hier zu spät. Die Fermentation bedeutet auch gleichzeitig die Entstehung von Gasen, sprich Blähungen. Übrigens können Schimpansen aus Ballaststoffen noch Energie gewinnen. Sie haben einen längeren Dickdarm. Somit beruhen bei ihnen 60 % des Verdauungsvorgangs auf Fermentation, beim Menschen nur 17 %! [2] Warum hat der Mensch in der Entwicklung vom Affen zum Menschen diese Fähigkeit der Fermentation aufgegeben? Es liegt nahe, dass es daran liegt, sie nicht mehr benötigt zu haben. Der Mensch konnte bessere Energiequellen auftreiben.   Wenn Bakterien im Dickdarm Vitamin B12 herstellen, nützt uns das nichts ·        „Die kleinen Helferlein stellen Vitamin B12 her…“   Warum leiden dann gerade Vegetarier und Veganer unter Vitamin-B12-Mangel? Im Dickdarm nützen uns Nährstoffe nichts mehr. Sie werden ja bereits im Dünndarm aufgenommen. Die größten Vitamin-B12-Quellen sind Leber, Niere, Fleisch und Eier.   ·        „[sie] dienen dem Immunsystem als Sparringspartner, damit es lernt, zwischen guten und bösen Mikroorganismen zu unterscheiden. Sie hemmen Entzündungen und unterstützen die Wundheilung. Giftige Stoffe fangen sie ab und schützen vor Infektionen.“   Hört sich schön an. Erklärungen fehlen hier aber weitgehend. Ja, es gibt eine Darm-Hirn-Achse, aber ob eine Übermenge an Bakterien sich darauf positiv auswirkt? Carnivoren sind eigentlich der beste Gegenbeweis. Warum sollen denn giftige Stoffe erst im Dickdarm abgefangen werden? Serotonin, das im Darm hergestellt wird, kommt nicht im Gehirn an   ·        „Sie stellen den Botenstoff Serotonin her“   Serotonin wird sowohl im Darm als auch im Hirn hergestellt. Es entsteht aus L-Tryptophan, was wiederum ein Eiweiß ist! Serotonin im Hirn kann nicht aus diesen Bakterien gebildet werden. Serotonin kann nicht die Blut-Hirn-Schranke überwinden. Die kurzkettigen Fettsäuren aus tierischen Quellen sollen wir meiden, aber unsere Bakterien im Darm sollen sie für uns herstellen.   ·        „Darüber hinaus produzieren Darmbakterien kurzkettige Fettsäuren…. Tatsächlich […] sind die kurzkettigen Fettsäuren neuerer Forschung zufolge ein Balsam für den menschlichen Stoffwechsel.“   Kurzkettige Fettsäuren sind gesättigte Fette. Sie werden deshalb von Wiederkäuern am meisten produziert, sprich Rindern oder Schafen. In kleineren Mengen auch von Schweinen oder Geflügel. Also eben von all den Lebewesen, die bei einem möglichst großen Anteil ihrer Verdauung fermentieren. Hier ist also wieder ein Widerspruch bei den Ernährungsempfehlungen. Die kurzkettigen Fettsäuren aus tierischen Quellen sollen wir meiden, aber unsere Bakterien im Darm sollen sie für uns herstellen. Das eigentliche Problem ist, dass wir alles, was die Bakterien im Dickdarm produzieren gar nicht mehr selbst nutzen können. Im Dünndarm, also davor, werden alle Nährstoffe aufgenommen. Acetat entsteht im ketogenen Stoffwechsel in großen Mengen.   ·        „Acetat etwa gelangt ins periphere Gewebe, wo es beim Cholesterinstoffwechsel eine Rolle spielt.“   Hier wird die wichtige Rolle des Cholesterins betont. Cholesterin selber steckt nur in tierischen Fetten, nicht in pflanzlichen. Wir können es also auch durch tierische Produkte zu uns nehmen. Acetat entsteht im ketogenen Stoffwechsel übrigens in großen Mengen.   Propionsäure steckt in allen tierischen Produkten ·        „Propionat wiederum schützt im Tierexperiment das Herz“   Propionsäure kann entweder im Dickdarm selbst hergestellt werden. Es steckt aber auch in allen tierischen Produkten, die bereits etwas länger gelagert wurden und somit auch den Prozess der Fermentation durchlaufen haben. So zum Beispiel Käse oder länger gelagertes Fleisch.   ·        „Sie sehen einen Zusammenhang zwischen dem Anstieg von Fettleibigkeit, Nahrungsmittelallergie […] und dem Verlust der ursprünglichen Darmflora…“   Die Menge an Gemüse und Obst, die die Leute heute zu sich nehmen, ist sehr viel größer als früher. Insbesondere die Rohkost. Den ganzen Winter hindurch gab es früher nur Eingelegtes oder Eingekochtes. Der Verlust der Darmflora kann also nicht von einem gesunkenen Ballaststoffkonsum herrühren. Der Ballaststoffkonsum ist ja bereits erheblich gestiegen.   ·        „Unter anderem der Einsatz von Antibiotika, antiseptischen Mitteln […] hätten die Mikrobiota vergrämt. Auch chloriertes Trinkwasser, künstliche Säuglingsnahrung, industrielle Süßungsmittel und Emulgatoren schmecken vielen Darmbewohnern nicht.“   Dem kann ich nur zustimmen. Ein Eingriff durch Antibiotika oder Antiseptika, der sowohl die guten als auch die bösen Bakterien abtötet, hilft dem Körper nicht, sondern schwächt ihn in der Immunabwehr. Die Frage ist, ob viel Mikrobiom auch besser ist als weniger Mikrobiom. ·        Ein Experiment wird geschildert, bei dem das Mikrobiom wächst bzw. schrumpft bei der Fütterung von mehr bzw. weniger Ballaststoffen an Mäuse   Das bezweifele ich nicht. Die Frage ist nur, ob viel Mikrobiom auch besser ist als weniger Mikrobiom. Die obige Schilderung der Vitamin-B12-Produktion oder der Produktion von gesättigten Fettsäuren ist beim Vegetarier trotzdem zu wenig, als dass sie Mängel vermeiden könnten. Butyrat entsteht ebenfalls im ketogenen Stoffwechsel   ·        Butyrat, Buttersäure, wird hier als wichtiger Energielieferant geschildert, der von der Darmwand aufgenommen wird.   Auch wieder eine Form, die wir durch fermentierte Produkte zu uns nehmen können, wie Käse, Fleisch oder Fleischsaft, Sauerkraut. Hier ist also die Eigenproduktion nicht nötig im Dickdarm nicht nötig. Butyrat entsteht ebenfalls im ketogenen Stoffwechsel, als bei den Leuten, die auf Kohlenhydrate verzichten.   ·        „Ohne diesen [Darm-] Schleim wäre jeder Stuhlgang ein anstrengendes Unterfangen.“   Diese Behauptung ist absolut nicht erwiesen. Im Gegenteil. Es wurde in Versuchsgruppen festgestellt, dass alle Probanden eine Verbesserung ihrer Verdauung und eine Auflösung ihrer Verstopfung durch das Vermindern oder Weglassen von Ballaststoffen erfahren haben.   ·        „Darüber hinaus ist die …Schleimschicht dazu da, die Bakterien nicht an die Darmzellen und damit an den Körper heranzulassen…“   Sind die Bakterien also doch schädlich für den Darm? Die Bakterien produzieren doch die Schleimschicht. Wessen Ernährung mit weniger Ballaststoffen und Pflanzlichem ausgestattet ist, der wird weniger Bakterien und Schleimschicht im Darm haben, aber gleichzeitig weniger Giftstoffe, die dem Darm schaden könnten.   ·        „[Sie] begannen damit, den Darmschleim zu zersetzen. […] sie fraßen Löcher in den Schleim. Damit hatten sie diese wichtige Barriere durchbrochen.“   Beim löchrigen Darm wird insbesondere von den Löchern berichtet, die durch Lektine zustande kommen und die gesamte Darmhaut durchziehen, was wiederum die Ursache für Autoimmunerkrankungen ist.   ·        Mäuse mit löchriger Darmschleimhaut wurden mit Bakterien gefüttert, die tödlich verlaufende Darmentzündungen verursachten.   Wer sich ballaststoffarm ernährt, der besitzt eine wesentlich stärkere Magensäure. Beim Menschen liegt der pH-Wert bei 1,5. Das ist stärker als bei Mäusen. Wir sind somit durch diese starke Magensäure in der Lage, fast alle Bakterien zu zerstören. Kritische Betrachtung - Magensäure und Ernährung   ·        „Die Löcher, die unsere Bakterien machen, wenn sie die Schleimschicht wegfressen, dienen als Eintrittspforten für pathogene Mikroorganismen. Nicht nur eine Infektion, sondern auch eine überschießende Immunantwort könnte die Folge sein“   Hier werden die Bakterien wieder kritisch beäugt. Ein Zuviel an Bakterien im Dickdarm erzeugt ein Zuviel an Säuren, was die Darmhaut schädigt.   ·        Weiter geht es über den Bakterientransfer, der bei der Geburt sehr wichtig ist und der bei Kaiserschnittgeburten dann künstlich eingeleitet wird.   Stimme ich absolut zu, dass dieser Bakterienübertrag wichtig ist. Dass diese Bakterien aber alle nur durch Ballaststoffe gefüttert werden, bezweifele ich und dass man so große Mengen an Bakterien benötigt.   ·        Weiter geht es über die Zerstörung der Bakterien durch Antibiotika und deren Folgen.   Durchaus ein sehr negativer Einfluss auf unsere Gesundheit, der unvorhersehbare Konsequenzen haben könnte. Vergleiche auch bei unser Interview mit Dr. Surya Narayanan, Episode 49 .   ·        „Mikrobengabe…nach einer Antibiotikabehandlung…“   Halte ich durchaus für sinnvoll.   ·        „Mikrobiota im Darm per Gentechnik aufzumöbeln“   Bezweifele ich, dass hier der Nutzen gegenüber dem Aufwand überwiegt.   ·        „In Jena wiederum werden Darmbakterien entwickelt, die den Pilz Candida albicans abtöten können.“   Candida ist ein weitverbreitetes Problem. Dieser Pilz kann aber durch carnivore Ernährung ebenso abgetötet werden. Kohlenhydrate sind hier das Problem.   ·        Im nächsten Abschnitt wird Skepsis gegenüber Probiotika ausgedrückt.   Dem schließe ich mich ebenso an.   ·        „Viele dieser Polysaccharide sind weit mehr als Ballast zum Erleichtern. Ein Großteil von ihnen ist Futter für die nützlichen Bakterien: Es sind die fermentierbaren Oligo- und Polysaccharide. Unterschiedliche Bakteriengruppen arbeiten zusammen, um diese zu zerlegen. Forscher suchen nun nach jenen Stoffen, die den Bakterien besonders gut schmecken. Sie werden Präbiotika genannt.“   Ob wir wirklich Futter für die Bakterien benötigen? Gerade fermentierte Lebensmittel vertragen die Menschen besser. Das bedeutet zu alten Traditionen zurückzukehren und eher Sauerkraut oder Essiggurken zu essen oder eben auch dry-aged Rindfleisch oder gereifter Käse. Denn wenn die Bakterien bereits im Vorfeld die Stoffe im Lebensmittel fermentiert haben, dann stehen die Nährstoffe für uns besser zur Verfügung. Wie bereits erwähnt: Im Dickdarm ist es zu spät für die Nährstoffaufnahme.   ·        „In Luxemburg hat Mahesh Desai ebenfalls <<vielversprechende Präbiotika<< im Blick, die er nun erforschen will. Derzeit rekrutiert er Patienten, deren Darm chronisch entzündet ist. Den Betroffenen schmerzt häufig der Bauch, und sie haben meist Durchfall. Ihre Mikrobiota ist mitunter so derangiert, dass sie eine normale Zufuhr von Ballaststoffen gar nicht mehr vertragen. Ihr Risiko für Darmkrebs ist deutlich erhöht“   Das ist wirklich ein großes Problem, dass immer mehr Menschen Darmentzündungen haben und dass diese Menschen auch ein stark erhöhtes Risiko für Darmkrebs haben. Interessanterweise sind diese Leute mit Carnivore innerhalb weniger Tage geheilt! @tailoredketohealth , Rebekah Farmer zum Beispiel hatte Sibo, auch mehrere Fäkalientransplantationen ohne Erfolg, bevor sie auf Carnivore stieß, was sie im Podcast berichtet . Meine Co-Autorin Claire Koenig @gesund_erklaert hatte Morbus Crohn, worüber sie im Fleischzeitpodcast berichtet. Viele Morbus Crohn Patienten sind innerhalb weniger Tage beschwerdefrei.   ·        „…Begründer der modernen Ernährungskunde, Max Rubner […] hielt Ballaststoffe für wertlos. […] das Getreide samt Schale, Keimling und Randschichten zu vermahlen, wollte er aufgehoben sehen…“   In der Schale sitzen auch am meisten Giftstoffe, nämlich natürliche Pestizide, die dem Samen mitgegeben werden, damit es beim Auskeimen nicht von Insekten gefressen wird. Vollkorn ist für viele Leute der Anfang aller Darmprobleme.   ·        „In Uganda war es Burklitt aufgefallen, dass die Einwohner wesentlich mehr Ballaststoffe zu sich nehmen als Menschen in Industriestaaten. Sie produzierten auch viel mehr Kot und konnten selbigen leichter ausscheiden.“   In den Industriestaaten nimmt der die Menge der aufgenommenen Ballaststoffe ebenfalls immer mehr zu. Viel Kot zu haben heißt nicht, ihn leichter ausscheiden zu können. Viel Kot bedeutet ja auch sehr uneffektiv zu verdauen. Verstopfung wird meist durch Opioide in Milchprodukten oder Getreideprodukten ausgelöst. Sie entspannen die Muskulatur und somit auch die Darmperistaltik. Das führt zu einem trägen Darm und zu Verstopfung.   _________________________________________________________________________   Meine abschließenden Gedanken zur Nachhaltigkeit von Ballaststoffen oder viel Mikrobiota:   Ballaststoffe sind im Grunde unverwertbares Material, welches der Mensch wieder ausscheidet. Und somit stellen sie auch einen großen Schaden für die Umwelt dar, insbesondere wo man auch weiß, dass sie einen Teil der Nährstoffaufnahme hemmen, wie Phytate oder Protease Inhibitoren. Somit sind selbst die Nährstoffe aus Fleisch schlechter absorbierbar mit Gemüse als ohne! Diese Uneffektivität wird ganz offensichtlich, wenn man die Tierhaltung betrachtet. Kühe in den Entwicklungsländern wie Indien oder Afrika benötigen wesentlich mehr Futter, um dieselbe Größe zu erreichen wie Tiere aus der westlichen Welt. Dies liegt daran, dass sie von zahlreichen Bakterien im Darm besiedelt sind, die mitessen. Man könnte auch Parasiten oder Schmarotzer dazu sagen. Dies liegt an der schlechten Hygiene in diesen Ländern und der fehlenden tierärztlichen Versorgung. So wie ich das jetzt sehe, wird uns aber gerade mit der ballaststoffreichen Ernährung dazu geraten, uns möglichst viele von diesen Schmarotzern und Parasiten heranzuzüchten und zu füttern. [1] Monastyrsky, Konstantin 2008: Fiber Menace, S. 33 [2] Baker, Dr. Shawn 2021: Die Fleischfresser Diät, S. 45

  • Ernährungspyramide auf den Kopf gestellt!

    Viel Fett, mäßig Eiweiß, wenig Kohlenhydrate Alle Hormone werden aus Eiweißen und Fetten hergestellt 🔺Ein Umdenken unserer Makronährstoffverteilung ist längst überfällig. 🤔Glaubt man den heutigen Ernährungsempfehlungen, dann sind die Kohlenhydrate der wichtigste Nährstoff, gefolgt von Eiweiß und Fetten. 🔬Betrachtet man dagegen unseren Körper, dann besteht dieser fast ausschließlich aus den letzten beiden Makronährstoffen. Unsere Haut, unsere Zellen und unsere Organe bestehen aus Eiweiß und Fett. Letzterer ist ein wichtiger Botenstoff und unser "Schmiermittel".🥓 Und, geht man tiefer in die Funktion unseres Körpers, so erkennt man, dass auch alle Hormone aus Eiweißen und Fetten aufgebaut sind. Cholesterin, was in tierischen Fetten vorkommt ist eine Vorstufe des Stresshormons Cortisol und Sexualhormone.   Kohlenhydrate sind ein Treibstoff, aber kein Nährstoff 🏃Wenn wir uns hauptsächlich von Kohlenhydraten ernähren, dann ernähren wir uns also fast ausschließlich von einem Stoff, den wir nur als Treibstoff nutzen können, nicht zum Aufbau unseres Körpers oder zur Signalgebung über Hormone oder zur Regeneration unserer Wehwehchen. 🩹Dabei treiben wir ja kaum noch Sport, um diesen Treibstoff zu verbrauchen. 👩‍🍳Der Körper kann übrigens sowohl aus Eiweiß als auch aus Fetten Glucose, also Zucker selbst erzeugen, wenn er es will. Glucose ist also nicht essentiell. Umgekehrt können wir aus übriggebliebenen Kohlenhydraten nur Palmitinsäure, ein gesättigtes Fett erzeugen, was eingelagert wird, aber kein Eiweiß und keine vielfältigen Fettsäuren. Nach dem Hochgefühl, kommt das Tief   😁Klar, Kohlenhydrate machen glücklich, denn sie führen zur unmittelbaren Ausschüttung von Glückshormonen. 😥Aber wenn dieser Vorrat an Serotonin und Tryptophan leer ist, weil wir kaum noch Eiweiß oder tierisches Fett zu uns nehmen, wird der Effekt immer geringer, es entsteht kein dauerhaftes Zufriedenheitsgefühl und das anschließende mentale Tief ist vorprogrammiert.   Fettes rotes Fleisch als Grundlage 🥩Ganz unten auf der carnivoren Ernährungspyramide sollte rotes Fleisch stehen. Rotes Fleisch, insbesondere Rindfleisch, besitzt eine bessere Fett- und Aminosäurenzusammensetzung als weißes Fleisch. Zum einen, weil es von Natur aus einen geringeren Anteil an mehrfach ungesättigten Fetten enthält, dafür mehr gesättigte Fette. 🥥Die brauchen wir uns also nicht aus der Kokosnuss der Tropen holen, um unseren Fettstoffwechsel anzukurbeln. 🐂 Und zum zweiten, weil Rind noch am meisten Grünfutter erhält, was eine bessere Omega-3-Bilanz zur Folge hat. Außerdem enthält rotes Fleisch wesentlich mehr Eisen und Carnitin als die anderen Fleischsorten. 🤧Interessanterweise ist auch die Allergiewahrscheinlichkeit gegen dieses Eiweiß sehr viel geringer.   Milchprodukte nicht essentiell 🧀Milchprodukte bzw. Käse würde ich an die letzte Stelle, also an die Spitze der Pyramide, setzen. Ihre Notwendigkeit für unsere Ernährung wird immer wieder bezweifelt.🦇 Kein Tier nimmt nach dem Säuglingsalter weiter Milch zu sich. 🦴Es ist also eine Mär, dass wir dies für unseren Calciumbedarf benötigen. 🤧Die Proteine in Milchprodukten, wie das Molkeneiweiß und Casein sind häufig ebenfalls allergieauslösend. Milchprodukte enthalten Opioide, also süchtig machende Stoffe, die unser Sättigkeits- und Hungergefühl stören. Und zu guter Letzt enthalten Milchprodukte sehr viele Hormone, unter anderem Wachstumshormone. Sie stören unser Hormonsystem. 🤷🏼‍♀️Wer also am Nutzen der Milchprodukte für sich selbst zweifelt, sollte darauf vielleicht vorübergehend verzichten.

  • Gesundheit durch Carnivore, Bewegung und Psyche 

    Asthma, Reizdarm, Histaminintoleranz, Lipom, Warzen Folge 148: Daniel - Gesundheit durch Carnivore, Bewegung und Psyche    Daniel, 43, hatte als Kind und Jugendlicher Asthma, Allergien, häufige Kopfschmerzen und Übergewicht. Seine Ernährung war typisch kohlenhydratlastig. Im Erwachsenenalter kamen noch hinzu: Lipom, Reizdarmsyndrom, Sodbrennen, Warzen und Histaminintoleranz.  Gesundheit, Bewegung und Histamin   Vor 8 Jahren begann er Sport zu treiben und etwas mehr auf die Ernährung zu achten. Doch außer dem Gewicht verbesserte sich nichts dadurch. Mit seiner Frau, die an Morbus Crohn erkrankte und Immunsuppressiva einnehmen musste, suchte er weiter nach hilfreichen Ernährungsweisen. So kam er zunächst auf die Basische Ernährung. Damit ging auch tatsächlich das Sodbrennen weg, aber sonst nichts weiter. Nach dem Hören der Bücher von Dr. Strunz, stießen sie beide auf die ketogene Ernährung. Damit verschwanden dann das Lipom und die Warzen. Auf Carnivore bzw. eine fleischbasierte Ernährung kamen sie dann über Denny Kircheis von Schubfrei. An diesem Darmcoaching nehmen sie nach wie vor teil. Insbesondere die Psyche tiefer zu beleuchten hat Daniel gut getan. Heute macht er zusätzlich Yoga mit Meditation. Das hat am Ende noch die morgendlichen Stresshormone gesenkt.     Ihr könnt Daniel bei Fragen erreichen auf Instagram: @danielundsteffi3108 .

  • 'Cholesterin - Wunderwaffe des Immunsystems'

    Zitate von Dr. Udo Pollmer aus dem YouTube-Video ‚Brotzeit: Cholesterin – Wunderwaffe des Immunsystems“   ·        „Cholesterin heftet sich an fast alle Krankheitserreger an und inaktiviert sie, insbesondere das LDL“   ·        „Ratten, denen tödliche Bakterien und Gifte gespritzt werden, überleben, wenn ihnen menschliches LDL injiziert wird.“   ·        „Je höher der Cholesterinspiegel, desto seltener erkranken Menschen an Infekten“   ·        „Eine Meta-Analyse mit fast 70 000 Todesfällen ergab: Je niedriger das Cholesterin, desto mehr Menschen verstarben an Atemwegs- und Magen-Darm-Erkrankungen, die ja meist Infekte sind.“   ·        „In einer weiteren Studie mit über 120 000 Probanden wurde diese im Verlauf von 15 Jahren um so seltener wegen einer Infektion ins Spital eingeliefert, je höher ihr Cholesterin war.   ·        Da das LDL in der Lage ist, Viren zu inaktivieren, schützt es auch vor Corona. Nachdem Covid-19-Patienten auffällig niedrige Cholesterinspiegel aufwiesen, bestätigte nun eine Meta-Analyse mit 12 000 Coronapatienten, dass die Aussichten umso schlechter sind, je niedriger das Cholesterin ist.   YouTube Brotzeit: Cholesterin – Wunderwaffe des Immunsystems https://youtu.be/hYZX9pPWSho LDL-Cholesterin - ein Überblick Cholesterin und weitere Blutwerte, die man mit der Carnivoren Diät messen sollte

  • Blutwerte nach 6 Monaten Carnivore

    Hoher LDL-Wert bringt den Arzt in Rage Was mich belustigt hat. Der Doktor ist heute bei meinen extrem hohen LDL-Werten schier aus den Latschen gekippt und meinte, dass ich geradewegs auf einem Herzinfarkt zusteuere. Mich haben als eingelesene Low Carb Carnitarierin diese Werte nicht geschockt und dass sie nicht auf ein kardiovaskuläres Risiko hindeuten, war mir auch klar. Schließlich ist mein HDL-Wert recht hoch und mein Triglyceridwert recht niedrig, womit ich überhaupt nicht zu den Risikopatienten gehöre. (vgl. Beitrag Cholesterin) Schade wieder, dass die Ärzte noch immer mit längst widerlegten Dogmen informiert werden und sich nicht selbst informieren. Meine Daten, im Dave Feldman Cholesterolcode eingegeben, ergaben sogar ein extrem niedriges Herzinfarktrisiko. Als Lean Mass Hyperresponder (LMHR) ist dies ein typischer hoher LDL-Wert, der bei „Nur Fleisch“-Essern öfter auftritt. (siehe  YouTube-Video ). Auch Dr. Paul Mason hat über hohe LDL-Werte in der ketogenen Diät als unproblematisch hingewiesen (siehe dieses  YouTube-Video ). Was ich interessant finde. Meine Tochter, die dieselbe Größe (165 cm) und ähnliche Masse (ca. 54 bzw. 57 kg) wie ich hat, aber eine andere Haut-, Augen- und Haarfarbe, hat nahezu dieselben Blutwerte. Mein Cholesterinwert ist etwas höher, mein Eisenwert etwas niedriger. Ist es jetzt die Ernährung oder die Genetik? Was Skeptiker gegenüber der Carnivoren Diät beruhigt. Trotz kaum Vorkommnissen in Fleisch, sind unsere Werte an Vitamin C und Magnesium im normalen Bereich. Und unsere Harnsäurewerte sind nicht erhöht! Hier könnt ihr alle Blutwerte nachlesen, die euch in Bezug auf Gefäßgesundheit beruhigen werden. Was mich verwundert. Der Vitamin-D-Spiegel ist etwas niedrig und der Wert an Arachidonsäure sehr hoch. Das ist die tierische Omega-6-Fettsäure. Sie ist wichtig für den Organismus, wird aber auch bei zu hohen Dosen als entzündungsfördernd angesehen. Aber wie hoch sollte sie sein? Gibt es da jemanden unter euch, der mir hierzu seine Werte oder Erfahrungen nennen kann?

  • Cholesterin

    Ernährungsmythos: Cholesterinhaltige Lebensmittel schädigen das Herz! Die Funktionen von Cholesterin Cholesterin ist lebensnotwendig. Jede Zellwand besteht zu 1/3 aus Cholesterin. Unser Gehirn besteht zu 1/6 aus Cholesterin. Unser Körper erzeugt aus Cholesterin in der Haut Vitamin D. Sexualhormone werden aus Cholesterin hergestellt. Cholesterin schützt vor vielen Krankheiten und sogar Krebs. (2015 Studie „Annals of Nutrition and Metabolism”) Eine Dotierung des Nahrungscholesterins mit radioaktiven Isotopen machte ein Verfolgen des Cholesterins im Körper möglich. Weniger als die Hälfte wurden überhaupt aufgenommen. Dann wurde die Eigenproduktion an Cholesterin runtergeregelt, so dass die Cholesterinwerte durch eine erhöhte Nahrungszufuhr gar nicht größer wurden. Die Mär des bösen Cholesterins stammt aus einer Studie in den 50er Jahren von Dr. Ancel Keys, der unbedingt eine Korrelation zwischen dem Konsum fettreicher, cholesterinreicher Nahrungsmittel und des Risikos für Herzinfarkt herstellen wollte. Er untersuchte 22 Länder und fand unter 7 Ländern diese positive Korrelation. Deshalb nannte er die Studie am Ende die 7-Länder-Studie. Dass eigentlich in allen 22 Ländern ein Zusammenhang zwischen Kohlenhydratkonsum und Herzinfarktrisiko bestand, wurde verschwiegen! Das cholesterinarme Margarine- und Pflanzenfettzeitalter sowie die Kunst im Fettaugenzählen wurde eingeläutet.   HDL, LDL und Triglyceride Dass der Gesamtcholesterinspiegel keine Aussagen treffen kann, wissen schon fast alle Ärzte. Inzwischen wird zwischen HDL, LDL und Triglycerid unterschieden. Das HDL bezeichnete man bis vor kurzem als gutes Cholesterin, das LDL als schlechtes. Ersteres hat sich bewahrheitet, letzteres nicht. Wer also einen hohen HDL-Wert besitzt, hat eine positive Herzgesundheit. Der LDL-Spiegel ist jedoch bei langlebigen Menschen sogar im Schnitt höher! Wie man heute weiß, sollte man hier zusätzlich zwischen oxidierten/glykierten kleinen LDL-Partikeln und großen LDL-Partikeln unterscheiden. Erstere entstehen bei einer kohlenhydratreichen Ernährung auf und werden von der Leber nicht weiter verstoffwechselt. Sie könnten also eine Ursache für die Plaques an den Gefäßwänden sein. Große LDL-Partikel dagegen, sind wichtig für den Fettsäuretransport im Körper. Sie werden von der Leber verstoffwechselt und recycelt. Sie entstehen vermehrt durch eine kohlenhydratarme und fettreiche Ernährung. Um welche LDL-Partikel es sich also handelt, sollte immer zuerst abgeklärt werden! Als Letztes bleibt nur noch ein Cholesterinwert, den man als negativ ansehen könnte, den Triglyceridwert. Hier gibt es neuerdings aber Erkenntnisse, dass man ihn sehr unterschiedlich je nach Tageszeit und abhängig vom Kaffeekonsum ändern kann (Dave-Feldman-Protokoll!). Ein hoher Triglyceridwert entsteht aber auch, wenn die Fettzellen überfüllt sind durch zu hohe Insulinausschüttungen. Das kann auch bei schlanken Menschen der Fall sein. Die Fettzellen spucken quasi die Triglyceride, also die Fettsäuren, direkt in die Blutbahn. Normalerweise packt sie die Leber für den Transport in der Blutbahn vorher in einen LDL-Partikel. Blut ist eine wässrige Lösung und somit nicht der richtige Ort für wasserunlösliche Fettsäuren. Wenn man hohe Triglyceridwerte hat und somit viele Fettsäuren direkt unverpackt im Blut, ist dies also unnatürlich und gesundheitsgefährdend. ( noch mehr Wissenswertes über Cholesterin ) Was ändert sich bei Carnivore? Unter Carnivore erhöhen sich meistens beide Marker, das HDL- und das LDL-Cholesterin, und die Triglyceridwerte sinken! Somit verbessert sich durch eine fettreiche Ernährung die Voraussetzung für eine gesundes Herz. Ansonsten gibt es keine ausreichenden Korrelationen bzw. erst recht keine erklärlichen Zusammenhänge zwischen Herzerkrankungen und dem Cholesterinwert eines Menschen! Welche Blutwerte sollte man als zusätzlich zu LDL Carnivore messen? Tipps zum Weiterforschen: ·       „Lies, my doctor told me” 2019 Dr. Ken D. Berry, ·       Youtube Film “Carnivory Conference 2019 Siobhan Huggins” ·       “Mehr Fett!” 2010 systemed, Ulrike Gonder, Dr. Nicolai Worm, ·       „Syndrom X“ 2002 systemed, Dr. Nicolai Worm ·       „The Big Fat Surprise“, Scribe UK 2015, Nina Teicholz

  • Arteriosklerose, LDL, Blutzucker, Stresshormone, etc.

    Medizinstudent Maxim im Interview Dave und Maxim reden über folgende Themen: Arteriosklerose, LDL, Blutzuckerschwankungen, zirkadiane Rhythmus, Fettverbrennung, Cortisol, Stress, Sport, Gewichtsabnahme, Kaffeekonsum, Dogmatismus bei der Ernährung, regionale und saisonale Lebensmittel, Wiedereinführung von Lebensmitteln, Carnivore, Jagd, Überleben im Wald, anthropologische Evidenz, dass der Mensch ein Carnivore ist, Fettanteil der Megafauna. Welche Blutwerte solltest du als Carnivore messen, um dein Herz-Kreislauf-Risiko zu testen?

  • Sprudelwasser

    Zero Carb und immer noch Darmprobleme? Nur Rind, Salz und Wasser?   All deine Nährstoffbedürfnisse sind gedeckt, doch deine Darm- und Autoimmunprobleme sind noch nicht gänzlich abgeklungen? Hör auf, Wasser mit Kohlensäure zu trinken. Kohlensäure hat bereits negative Effekte im Mund, da sie zur Ablösung vom Zahnschmelz beiträgt. [1] Später zerfällt die Kohlensäure im Körper in Wasser und Kohlendioxid (CO₂). Das freigesetzte CO₂ führt zu einer Blähung des Darms, da es nicht sofort absorbiert oder abgeatmet werden kann. Der Druck auf die Darmwände kann unangenehm sein, zu Blähungen, Völlegefühl und Krämpfen [2] führen und die Schleimhaut mechanisch reizen. Ein gereizter Darm kann seine Schutzfunktion verlieren, was zu einer erhöhten Durchlässigkeit der Darmschleimhaut („Leaky Gut“) führen kann. Dadurch können unerwünschte Stoffe leichter in den Blutkreislauf gelangen. Diese einfache Kausalkette ist der Grund für viele Krankheiten. Weitere Faktoren, die den Heilungsprozess enorm verlangsamen, sind Stress und mangelnde Schlafhygiene. Der Schlaf im zirkadianen Rhythmus ist enorm wichtig für die Regeneration im Körper [3]. Insbesondere der Non-Rapid Eye Movement-Schlaf ist entscheidend für die körperliche Erholung, da er die Ausschüttung von Wachstumshormonen fördert. Zwei bis drei Stunden vor dem Schlaf sollte idealerweise nichts mehr gegessen werden, um dem Körper Verdauungsarbeit zu ersparen und den Fokus auf Regeneration zu legen. Proteinreiche Ernährung am Abend verbessert den Tiefschlaf. Das liegt zum einen daran, dass Eiweiß länger sättigt und den Blutzucker stabil hält, aber auch an den darin enthaltenen Aminosäuren. Glycin, vermehrt in Gelatine und Hackfleisch zu finden, vermindert Wach- und fördert Tiefschlafphasen. [4] Falls deine Eliminationsdiät nicht zu gewünschten Ergebnissen geführt hat, kann es auch an anfänglichen Adaptionsproblemen der Verdauung liegen. Gerade wenn ausschließlich eine Mahlzeit am Tag eingenommen wird, ist der Verdauungstrakt enorm belastet. Im Mikrobiom müssen sich langsam erst ausreichend eiweißspaltende Bakterien bilden. Auch entsprechende Verdauungsenzyme wie Pepsin werden bei metabolisch kranken Menschen nicht immer sofort in ausreichenden Mengen gebildet. Um dem entgegenzuwirken, ist es wichtig, tagsüber nicht zu viel Wasser zu sich zu nehmen und mindestens erst zwei Stunden nach dem Essen Flüssigkeit zu sich zu nehmen. Zwei oder drei Fleischmahlzeiten am Tag sind in der Adaptionsphase zur Zero-Carb-Ernährung ideal. Eliminationsdiät und Getränke [1] Hyo-kyung Ryu et al. 2017: Effect of carbonated water manufactured by a soda carbonator on etched or sealed enamel. [2] Lori Welstead and Courtney Schuchmann. 2023: Is sparkling water good for you? What about hard seltzer? [3] Dev Desai et al. 2024: Exploring the Role of Circadian Rhythms in Sleep and Recovery: A Review Article.   [4] Meerza Abdul Razak et al. 2017: Multifarious Beneficial Effect of Nonessential Amino Acid, Glycine: A Review.

  • Klimadebatte Vegan & Vegetarier vs. Bekenner zu Fleisch

    Wer spielt in der Klimadebatte eigentlich wem die Karten zu? Wer nachhaltig sein möchte, sollte auch nose-to-tail essen   Jetzt doch ein paar extra Worte, weil es mich so wütend macht, zu beobachten, wie wir uns manipulieren lassen, im Glauben, etwas Gutes für unsere Umwelt zu tun, wenn wir Unmengen Getreide und Hülsenfrüchte statt Fleisch zu uns nehmen. Inzwischen wird man so böse gemustert, wenn man bekennt, viel Fleisch zu essen. Dass man natürlich bei keinem Teil des Tieres die Nase rümpfen sollte, wie bei Fett oder Organen, ist ja selbstverständlich für ein nachhaltiges Denken.   Vegetarier fördern den Zweig der Milchindustrie statt Regionalität Dabei finde ich, dass gerade die Befürworter der veganen und vegetarischen Ernährung der gesamten großen Nahrungsmittel- und Pharmaindustrie aus der Hand fressen, ohne es zu merken! Ein Großteil der Zahlen sind zum Nachteil des Fleischkonsums gefälscht worden. Dass Tiere die Abfälle aus der Getreideproduktion erhalten, die für uns Menschen gar nicht verwertbar sind, wird in die Rechnung oft gar nicht mit einbezogen. Und dass es allen Tieren eigentlich am besten ginge, wenn sie artgerecht ernährt würden statt mit Kraftfutter, wird auch unter den Teppich gekehrt. Schließlich sind Milchprodukte, die ohne Kraftfutter nicht in diesem Ausmaße produziert werden könnten, nach der politisch korrekten Meinung ganz in Ordnung. Dabei werden die Tiere durch die Milchwirtschaft sehr belastet, und auch die Bauern ausgenutzt. Profitieren tun auch hier wieder nur die großen Player der Milchindustrie. Klimadebatte: Vegan, Vegetarier oder Fleischesser?

  • 1000 Krankheit - 4 Ursachen

    Warum wir mit Carnivore so viele Verbesserungen unserer Gesundheit erfahren Warum steigen Infektanfälligkeit, Autoimmunerkrankungen, psychische Erkrankungen sowie Diabetes und Krebs? Es hat sich durch unsere zunehmende pflanzenbasierte Ernährungsform einiges verändert. Im Folgenden möchte ich die vier Hauptaspekte, die als Ursachen für diese zunehmenden Zivilisationserkrankungen gesehen werden können, aufführen:   1. Nährstoffmangel: Wenn man über Vitamine nachdenkt, dann denken alle zunächst an Obst und Gemüse als gute Lieferanten. Dem ist aber gar nicht so.   Vitamin A gibt es in der pflanzlichen (Betacarotin) und der tierischen Form (Retinol), wobei aber nur die tierische Form für uns bioverfügbar ist. Die Konvertierungsraten sind klein, manche können sogar gar kein Retinol aus Betacarotin bilden.[1] Insbesondere Innereien enthalten hohe Mengen an tierischem Vitamin A.   Dass man als Vegetarier oder gar Veganer eine Mangel an B-Vitaminen hat, insbesondere Vitamin-B12 ist weitläufig bekannt.   Vitamin C ist in Obst und manchem Gemüse zu hohen Anteilen enthalten, aber auch in Innereien und frischem Fleisch. Unter Carnivoren traten bislang keine Fälle von Skorbut auf.[2]   Dass wir unter einem Mangel an Vitamin D leiden, ist ebenfalls bekannt, aber auch dies, welches eigentlich ein Hormon ist, findet man nicht in Obst und Gemüse. Dagegen kann man es in tierischen Fetten zu geringen Mengen finden oder eben über die Sonne aus Cholesterin synthetisieren.   Vitamin K muss wie Vitamin A zwischen der pflanzlichen Variante, dem K1 und der tierischen Variante, dem K2 unterschieden werden. Letzteres hat eine wichtige Funktion bei der richtigen Verstoffwechslung von Kalzium und ersteres findet sich auch in tierischen Produkten.[3]   Mangel an Mineralien und Spurenelementen: Tierisches Eisen, sogenanntes Hämeisen, ist wesentlich besser bioverfügbar als pflanzliches Eisen, wie zum Beispiel Eisenoxid. Die Konversionsrate liegt bei wenigen Prozent.[4] Dazu kommt, dass Antinährstoffe in Pflanzlichem, z.B. Phytinsäure in Getreide, die Aufnahme von Mineralien, wie Eisen und Zink, hemmen.[5] Diese finden sich vor allem in Innereien, die heute kaum noch konsumiert werden. Dagegen ist die Aussage, Innereien, insbesondere die Leber, seien Giftfilter, ein Märchen. Vergleicht man die Schwermetallkonzentrationen von Innereien mit denen von Meerestieren, findet man in Innereien praktisch nichts, im Gegensatz zu in Fisch.[6] Kein Wunder also, dass viele Carnivoren nicht nur über einer Verbesserung ihrer Anämie berichten, sondern auch allgemein mehr Leistungsfähigkeit und ein besseres Immunsystem entwickeln.    2. Durchlässiger Darm als Ursache für alle Autoimmunerkrankungen.[7][8] Pflanzliche Lektine zerstören unsere Darmwand[9]. Ganz grob erklärt: Sie durchdringen diese, treten dadurch in unseren Körper, schwirren dort frei als Fremdeiweiß umher. Sie binden sich an unsere Organe. Fremdeiweiße gehören nicht in unser Körperinneres. Das führt zu einem Angriff unseres Immunsystems gegen unsere Organe. Eine Autoimmunerkrankung entsteht: Allergie, Rheuma, Hashimoto… Eine Besserung tritt hier oft nur durch 100%-igen Verzicht auf pflanzliche Lektine ein. Die Zugabe von Retinol, das ist die tierische Form von Vitamin A, hauptsächlich in Leber enthalten, kann außerdem zu einer Verbesserung des durchlässigen Darms führen.[10]   Wer Blähungen hat, der muss sich darüber im Klaren sein, dass Ballaststoffe den Fäulnisbakterien im Darm dazu dienen, giftige Gase herzustellen.[11]   3. Fettmangel im Hirn: Unser Hirn besteht aus großen Mengen tierischer Fettsäuren und Cholesterin[12]. Außerdem nutzt es sehr gerne Ketone als Treibstoff[13], die bei der Fettverbrennung gebildet werden. Wir können nicht ausreichend Cholesterin selbst bilden und die pflanzlichen Omega-3- und Omega-6-Fettsäuren kaum in die tierischen Komponenten umwandeln. Nur diese, insbesondere Arachidonsäure und DHA, können aber die Bluthirnschranke überwinden. Somit ist es also kein Wunder, dass viele Carnivoren über eine Verbesserung von Migräne, Depression, Autismus, Epilepsie, Alzheimer oder Demenz berichten.   Arachidonsäure wird zu unrecht verteufelt und ist eine sehr wichtige Fettsäure. Sie steckt in jeder Zellmembran und hat außerdem wichtige Funktionen im Nervensystem, in unserer Muskulatur sowie unserem Immunsystem.[14][15] Als Typ-3-Diabetes bezeichnet man deshalb Erkrankungen wie Demenz und Alzheimer, da unsere Gehirnzellen durch zu viel Glucose insulinresistent geworden sind.[16] Dr. Kaschel über Demenz und Entwicklung   4. Metabolisches Syndrom: Durch unsere fettarme und kohlenhydratreiche Lebensweise haben wir genau das verschlechtert, was wir verbessern wollten, nämlich Übergewicht, koronare Herzerkrankungen und Diabetes. Wir haben zu hohe Insulinausschüttungen, befinden uns ständig im anabolen, also aufbauenden Stoffwechsel. Kohlenhydrate sind Treibstoff, niemals aber Nährstoff. -> Diabetes, Gicht, Übergewicht… Eine starke Besserung kann hier schon mit weniger Kohlenhydraten und einer fleischbasierten Ernährung eintreten. Des Weiteren führt die Linolsäure aus Saatenölen zu einer Blockierung der Mitochondrien und somit einem trägeren Stoffwechsel.[17] Denn wir konsumieren nicht mehr Kalorien als früher und dennoch steigt Fettleibigkeit rapide an.   [1] Vitamin A [2] Kein Vitamin-C-Mangel als Carnivore! [3] Vitamin K2 [4] Eisen [5] Gibson, R. S. et al. 2010: A review of phytate, iron, zinc, and calcium concentrations in plant-based complementary foods used in low-income countries and implications for bioavailability https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/20715598/ [6] https://www.carnitarier.de/2019/08/22/leber-kein-giftfilter/ [7] Kinashi. Hase. 2021: Partners in Leaky Gut Syndrome: Intestinal Dysbiosis and Autoimmunity https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/33968085/ [8] Lucius, K. 2020: Dietary Lectins: Gastrointestinal and Immune Effects. doi:10.1089/act.2020.29286.klu [9] Sureda, E. A. et al. 2018: Early effects on the intestinal barrier and pancreatic function after enteral stimulation with protease or kidney bean lectin in neonatal rats. https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/29457572/ [10] Abdelhamid, Luo. 2018: Retinoic Acid, Leaky Gut, and Autoimmune Diseases https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/30081517/ [11] Pollmer, Udo. Warmuth, Susanne. 2006: Lexikon der populären Ernährungsirrtümer. S. 324. [12] https://www.ahajournals.org/doi/full/10.1161/01.atv.0000120374.59826.1b [13] https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/33233502/ [14] Tallima, H. El Ridi, R. 2017: Arachidonic acid: Physiological roles and potential health benefits - A review. https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/30034874/ [15] Arachidonsäure [16] https://www.lchf-deutschland.de/diabetes-typ-3-alzheimer-2/ [Zugriff am 17.11.2023] [17] Linolsäure - Der unscheinbare Killer

  • Priv. Doz. Dr. Reiner Kaschel – Evolution und Demenz 

    Episode 170 von der Medizinischen Woche in Baden-Baden Folge 170: Priv. Doz. Dr. Reiner Kaschel – Evolution und Demenz     In diesem Interview befragen wir Priv. Doz. Dr. Reiner Kaschel über seinen Vortrag auf der Medizinischen Woche in Baden-Baden. Er forscht an der Universität Osnabrück im Bereich Verhaltenstherapie und ist Heilpraktiker sowie klinischer Neuropsychologe.    Die Ketose sieht er als eine Chance zur Prävention und Verbesserung von Demenz im Alter. Dies haben bereits mehrere Studien gezeigt. Auch ein gutes soziales Umfeld wirkt sich positiv auf unsere geistige Verfassung aus. Depression begünstigt dagegen spätere Demenz. Geistiges Training, das mit dual-tasking einhergeht, ist wesentlich wirksamer als reine Gedächtnisübungen. So hat Dr. Kaschel Studien durchgeführt, in denen Personen mit einem Alltags-Simulations-Training wesentlich größere Verbesserungen in ihrer kognitiven Fähigkeit erlangt haben als durch reines Gedächtnistraining. Ein verminderter Hirnstoffwechsel lässt sich auch an der Iris erkennen. Gingko-Extrakt kann bei milden kognitiven Beeinträchtigungen positive Wirkungen erzielen. Auch dazu hat Dr. Kaschel Studien durchgeführt. Wer Ausdauersport betreibt, sollte ihn “genussvoll” durchführen. Stress durch Wettkämpfe wirkt sich kontraproduktiv aus, da sie auch in einer Erschöpfungsdepression enden können.

  • YouTube Video zu Cholesterinsenkern

    Der Cholesterinsenker-Betrug Hier der Link zu einem interessanten deutschsprachigen Beitrag aus 3sat von vor sieben Jahren! Nicht nur wird darin erklärt, wie häufig und ohne positive Wirkung Cholesterinsenker verschrieben werden. Auch zeigt der Beitrag auf, dass hohes Cholesterin in den seltensten Fällen überhaupt gesundheitsschädlich ist! Und welche uralten Tierversuche, die gar nicht auf den Menschen übertragbar sind, zu der Cholesterinlüge geführt haben. Wissenswertes über Cholesterin und Carnivore

  • Acrylamid - Wer hat Angst vorm schwarzen Rand?

    Ist verkohltes Steak krebserregend? Wer hat Angst vorm schwarzen Rand? - Niemand! - Oder etwa doch? Dabei ist die Bombendrohung „Acrylamid sei krebserregend“ längst entschärft worden. Aber eben nicht laut genug. Was steckte hinter dieser Warnung vor Acrylamid? Es hatte sich in Tierversuchen ergeben, dass Acrylamid für Ratten tatsächlich krebserregend ist[1]. Diese Meldung wurde groß veröffentlicht und natürlich auch dieselbe Folge für den Menschen angenommen. Allerdings konnte man anschließend beim Menschen keine diesbezügliche Korrelation oder gar einen Zusammenhang feststellen[2]. Udo Pollmer erklärt das so: Ratten sind nicht an gekochte oder gar gebratene Nahrung gewöhnt. Sie leben ja schließlich nicht schon immer in den Resteküchen der Großstädte.[3] Außerdem waren die Mengen an Acrylamid und anderen Aminen, die den Nagetieren verabreicht wurden 100- bis 1000-fach höher als die Mengen, die ein Mensch jemals essen würde.[4]   Der Magen-Darm-Trakt eines Menschen dagegen ist sehr wohl an Gebratenes angepasst. Denn seit er das Feuer erfunden hat, brät der Mensch sein Fleisch über der Flamme, lange bevor er den Kochtopf zum schonenden Garen erfunden hatte. [1] Tereke E. et al. 2000: Acrylamid: a cooking carcinogen? https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/10858325/ [2] Thulesius O., Waddell W. J. 2004: Human exposures to acrylamid are below the treshold for carcinogenesis. https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/15311854/ [3] Pollmer Udo et al. 2012 rororo Verlag: Wer hat das Rind zur Sau gemacht?, S. 18 [4] Berry, Ken D. 2019 Victory Belt Publishing: Lies my doctor told me. S. 210

  • Warum hat man bei Keto kaum bis keine Erkältung?

    Ketone sind entzündungshemmend Ketose gut für das Immunsystem und gegen Entzündungen Woran kann das wohl liegen? Mein Endokrinologe (der frei war, weil er keine Kassenzulassung hatte!) meinte einmal, als ich eigentlich wissen wollte, ob ich für eine eventuelle vierte Schwangerschaft in Ketose sein dürfte, dass Ketose das Beste für unser Immunsystem sei. Hmm… aber warum wohl? Gerne freue ich mich hier über eure Erklärungen! Julia Tulipan hat uns im Fleischzeitpodcast in der Episode 53 erklärt, weshalb Ketone entzündungshemmende Stoffwechselvorgänge mit sich bringen. LDL-Cholesterin wirksam gegen Infektionen Gerade habe ich von Udo Pollmer einen Beitrag gepostet , dass sich Cholesterin an Keime andockt und sie deaktiviert. Auch das kann also eine Ursache haben. Bakterien fehlt Glucose als Futter Bei bakteriellen Infekten kann man auf alle Fälle auch folgende Erklärung betrachten: Bakterien sind Schmarotzer. Sie vermehren sich am besten, wenn sie viel Futter bekommen. Und dieses Futter ist Glucose. Ist der Blutzuckerspiegel hoch, durch den Konsum von vielen Kohlenhydraten, dann bietet man ihnen in unserem Körper einen tollen Nährboden. Gerade bei Kohlenhydraten am Abend, die man nicht mehr durch Bewegung abbaut, hat man am nächsten Tag ein böses Erwachen. Aber auch alles über 100 g KH pro Tag ist einfach zu viel für unseren Organismus. Entgiftung als Ursache trotz Keto Gerade zu Beginn der Umstellung auf Keto oder nach einer stressreichen Episode kommt dann doch immer wieder bei dem ein oder anderen eine Erkältung auf. Diese könnte man als Entgiftungsprozess betrachten. Der Körper entledigt sich von Giftstoffen, die sich in der Vergangenheit oder während einer anstrengenden Zeit angesammelt hatten.

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