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Fussabdruck

Heute wurde ich gefragt, ob ich nicht ein schlechtes Gewissen hätte, wenn ich mich nur von tierischen Produkten ernähre. Es sei ja bekannt, dass der CO_2-Abdruck beim Fleischkonsum soo viel größer sei als bei pflanzlichen Produkten. Ich behaupte nach dem Standpunkt meines aktuellen Wissens, dass diese zur Zeit in den Medien kursierende These schlichtweg falsch ist. Warum, werde ich im Folgenden aufzeigen, doch ich bitte jeden, der jetzt weiterliest, auch meinen Beitrag „Gibt es eine Verschwörung gegen unsere Gesundheit?“ zu lesen. Dann weiß man nämlich, wer in unserer Welt die Fäden zieht. Keiner der großen Lebensmittelkonzerne verarbeitet viel Fleisch! Ich

frage mich, warum gerade viele Linksaktivisten, die sich sonst gegen die Großindustrie wehren, gerade was das Thema Fleischkonsum anbetrifft, dieser nur so zuarbeiten.

Dann möchte ich noch einen zweiten Gedanken vorneweg richten, der nur indirekt mit dem Thema zu tun hat, ob Fleisch einen höheren CO2 Konsum zur Folge hat. Wenn der Fleischkonsum nämlich, wie sich unter der Carnivore-Bewegung in den USA zur Zeit herausstellt, eine so viel bessere Gesundheit zur Folge hat, ist es dann nicht energetischer Blödsinn ein Volk voll lauter kranker Leute zu haben, die auf Medizin und sonstige Nahrungsergänzungsmittel angewiesen sind. Der CO2-Ausstoß der Pharmabranche ist in den USA nämlich bereits um ein Vielfaches größer als der durch die Viehhaltung entstandene.

Die ideale Umgebung für Wiederkäuer ist die Weidehaltung. Keine andere Form. Getreide, Soja und Mais machen die Tiere genauso wie uns krank. Damit ist auch der Konsum von Milchprodukten in Frage zu stellen, denn dazu müssen die Rinder Kraftfutter erhalten.

Die Produkte, die „umweltbewusste“ Leute zur Zeit bei uns verzehren, kommen zu einem großen Teil von weit her. Das betrifft Früchte, Öle, Getreide und Soja. Energieverschwendung durch Transportwege werden nicht berücksichtigt. Regionalität als Carnivore ist bei mir eine hohe Prämisse!

Die Weiterverarbeitung von Getreide und Hülsenfrüchten zu allen möglichen Produkten benötigt viel Energie und Verpackungsmaterial!

Wer carnivore lebt, der schreckt auch meist nicht vor Innereien, Knochen und Unmengen an Fett zurück, die von all den Leuten im Kohlenhydratstoffwechsel als eklig empfunden werden. Wir sind also auch gute Resteverwerter und produzieren wenig Abfall.

In der Weidehaltung ist Bewässerung nicht nötig. Jeder Tropfen Regenwasser wird von dem Humus aufgenommen und versickert nicht wie auf Ackerflächen. Dass die Nussplantagen in Californien den Grundwasserspiegel senken, ist bekannt. Auch der Avocadoanbau verbraucht Unmengen an Wasser. Die Kokos- oder Palmölplantagen verdrängen den Regenwald.

Weidetiere verwandeln tatsächlich das anspruchslose Gras in besten Eiweißnährstoff mit großer biologischer Verfügbarkeit für uns. Ohne tierische Eiweiße müssen wir wesentlich größere Mengen an pflanzlichen Eiweißen zu uns nehmen, scheiden aber wesentlich mehr ungenutzt aus!

Dazu kommt, wie ich bereits in einem weiteren Beitrag geschrieben habe, dass 60 % unserer weltweiten landwirtschaftlichen Flächen zu nährstoffarm oder klimatechnisch zu ungünstig für den Anbau von Getreide oder gar Hülsenfrüchten sind. Sollen diese Flächen versumpfen? Dann hätten wir wirklich ein Problem mit der Ernährung der Weltbevölkerung.

Laut Studien von Professor Frank Mitlöhner an der UC Davis Universität widerlegen die neuesten Behauptungen bei Weitem, dass die CO2 Emissionen der Wiederkäuer so hoch sind. Die größten Anstiege beim Methan rühren übrigens vom Fracking hat man herausgefunden, denn die Zahl der Wiederkäuer hat nicht zugenommen in der letzten Zeit. Inklusive Futtermittelherstellung, Methanausstößen, Dung und Transport kommt man für die USA auf einen Wert von 3,3 %, in Irland, mit viel Weidehaltung, aber kaum Industrie, auf 33 %. An diesen Zahlen muss also ganz stark herumgedoktert worden sein. Und da sind wir wieder bei den Interessen….