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Estrogeneration

 

Estrogeneration - Östrogene in unserer Nahrung und unserer Umwelt

 

Im Folgenden möchte aus dem Buch „Estrogeneration“ von Dr. Anthony G. Jay einige Informationen zum Thema Östrogene in unserer Umwelt erläutern.

 

Dass der Fall bereits sehr brisant ist, zeigt eine zunehmende Verweiblichung unserer Männer. Ihre Testosteronspiegel haben sich von 1940 bis heute halbiert. Viele Menschen leiden immer mehr an Gewichtszunahme. Ein Östrogenüberfluss begünstigt dies schwer. Außerdem steigt der Anteil der Paare mit unerfülltem Kinderwunsch. Die Grenzwerte für Östrogene in Gewässern sind vielerorts bereits überschritten. Auf Dr. Jay bin ich aufmerksam geworden, als er in einem Podcast berichtete, dass die Studienlage bereits so klar ist. Denn es existieren schon tausende Studien, die die negativen Auswirkungen der östrogenen Substanzen auf uns und auf die Tierwelt beweisen. Bei manchen Wirkstoffen haben die Europäer bereits Verbote durchgesetzt, aber auch da finden die Firmen immer wieder andere Alternativen, die nicht viel besser sind. Die USA haben leider bisher kaum Substanzen verboten. Das Problem ist, dass diese Substanzen in sehr vielen profitorientierten Produkten stecken. Deshalb versuchen die Firmen negative Veröffentlichungen mit aller Macht zu verhindern.

 

Warum wirken all diese Stoffe wie Östrogene. Sie haben die passende Struktur, so dass sie an unsere Östrogenrezeptoren andocken und somit dieselbe Wirkung haben. Außerdem bauen sie sich sehr langsam ab in unserer Umwelt, so dass eine Akkumulierung dieser Stoffe auch in der Zukunft noch unvorhersehbare Folgen haben wird.

 

Eine kurze Hilfe für alle Waschmittel, Cremes und Parfüms: Alle Stoffe mit den Zwischen- oder Vorsilben Benz- oder Phen- sind östrogen!

 

#1 Phytoöstrogene: Die stärkste natürliche Belastung mit Östrogenen erfahren wir und die Tierwelt aus Soja. Soja enthält 104 000 Microgramm (mcg) pro 100 g Phytoöstrogene. Leinsamen sogar noch mehr mit 380 000 mcg/100g, wird aber weniger konsumiert. Sesam 8000 mcg/100g und Lakritze 1000mcg/100g. Auch Lavendel, Cannabis und Marihuana enthalten hohe Mengen, die auch als Dämpfe eingeatmet starke Wirkung zeigen.

 

#2 Mycoöstrogene in Schimmel und Hefe kommen in Getreide, Kaffee und Schokolade vor. Da sie auch ein toxisches Potential aufweisen können, gibt es in der EU Grenzwerte von 20mcg/kg in Babykost bis 350mcg/kg in Tierfutter. Die USA haben hier keine Grenzwerte.

 

#3 Atrazine ist ein Pestizid mit stark östrogener Wirkung. Es hat bereits zu viel Froschsterben in den USA geführt, aber auch in Versuchen zum Tod von Mäuseembryos. Deshalb wurde es bereits in der EU verboten. Das nützt uns aber für alle importierten Waren aus den USA oder aus anderen Ländern der Erde nichts.

 

#4 Seifenöstrogene: Dazu gehören Alkylphenole, die den schönen Seifenschaum erzeugen oder Triclosan zur Desinfektion. Beide Stoffe sind in der EU und in China verboten. Nicht aber in den USA. Dort müssen Alkylphenole nicht einmal deklariert werden. Triclosan dagegen schon. Es ist ähnlich zu Bisphenol A.

 

#5 Sonnencremes: Jetzt müssen auch Europäer aufhorchen!! Sie enthalten fast alle östrogene Stoffe. Hier auf die Zwischensilben Benz- und Phen- achten!!!

 

#6 Rotfarbstoffe: Es gibt viele östrogene Rotfarbstoffe, die zusätzlich Hyperaktivität in Kindern begünstigen. Teilweise wurden die Rotfarbstoffe bereits verboten und teilweise besteht eine Deklarationsvorschrift bezüglich der Warnung zu Hyperaktivität. Hier ist aber die Lobby der Nahrungsmittelindustrie sehr stark, denn so viele Produkte, insbesondere Süßwaren, aber auch Soßen lassen sich besser mit greller Farbe verkaufen.

 

#7 Parabene in Parfüms und Kosmetika: Auch hier existiert bereits ein Verbot in der EU sei 2014, nicht aber in den USA. Sie sollen auch die Schilddrüsenunterfunktion begünstigen. Nötig waren sie als antimikrobieller und fungizider Wirkstoff.

 

#8 Phtalate: Dieser bekannte PVC-Weichmacher Zusatzstoff hat den Kunststoff auch transparenter gemacht. Er ist seit 2016 in der EU bis auf bei medizinischen Utensilien (Zahnbürsten) verboten, in den USA aber nur für Spielsachen. Er verhält sich wie Glitter, verteilt sich leicht überall und löst sich sogar noch leichter, wenn Kunststoff erwärmt wird. Er ist witterungsbeständig, was die Anreicherung in unseren Gewässern zur Folge hat. Und wie auch bei dem Mikroplastik, so landet alles am Ende im Meer.

 

#9 Bisphenol A & S: Die Erleichterung kann ich dieses Mal für die EU nicht aussprechen. Denn auch wenn Bisphenol A inzwischen verboten ist, so haben die Firmen schnell eine Alternative gefunden, die nicht minder schädlich ist, und zwar Bisphenol S. Im Gegensatz zu den Phtalaten ist Bisphenol aber kein Zusatz, sondern ein großer Bestandteil der thermoplastischen Kunststoffe und auch das Zwischenprodukt für unsere Kassenzettel aus Thermodruckpapier.

 

#10 Die Pille: Sogar in Schweizer Bergseen konnte man das künstliche Östrogen aus der Anti-Baby-Pille finden. Auch dieses baut sich in unserer Umwelt nicht ab. Besonders schlimm betrifft diese Umweltverschmutzung aber China. Denn dort ist Verhütung gesetzlich vorgeschrieben und die Flüsse werden dort in den großen Städten unheimlich angereichert mit Östrogenen. Die Liste der Nebenwirkungen ist auch hier sehr lang.

 

 

Infos über Bisphenol S auf Wikipedia

https://de.wikipedia.org/wiki/Bisphenol_S