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Urahnen

 

Interessanterweise hatten Neanderthaler und Denisovane keine Amylase zur Spaltung von Stärke (James WPT , Fundamental Health Podcast #31 ). Die größten Urahnen, die Gravettiane lebten in Mitteleuropa vor 30 000 Jahren, waren Mammutjäger und größer als die Holländer heute (Shawn Baker ‚The Carnivore Diet‘, S. 44). Ob unsere Urahnen wirklich nicht sehr alt wurden, ist nicht klar. Für uns ist Knochendichte eine Größe, um das Alter festzulegen. Diese war aber wohl aufgrund der Carnivoren Ernährung wesentlich höher, so dass alle Skelette jünger eingeschätzt wurden. Ab der Zeit des Ackerbaus wurden auf alle Fälle schlechte Zähne und poröse Knochen gefunden. Dabei zeigen Isotopenstudien an Skeletten, dass der Neanderthaler wohl ein reiner Fleischesser war, denn der Stickstoffgehalt ist dort noch höher als bei anderen carnivoren Tieren. (Max-Planck-Gesellschaft ) Der Mammut und der Elefant waren in früheren Zeiten sehr begehrte Tiere für den Menschen. Sie hatten aber auch einen sehr hohen Fettgehalt. (M. Ben-Dor ) Man vermutet, dass der Mensch auch deshalb mit dem Ackerbau begonnen hat, als der Mammut ausgestorben war. Da nutzte man als Ersatz für das gute Fett, die Kohlenhydrate, mit vielen nachteiligen Auswirkungen. So hat sich das Volumen unseres Hirns in 25 000 Jahren ebenfalls verringert. Man weiß nämlich aus Knochenfunden, dass der Mensch immer ganz scharf auf das Hirn und das Knochenmark der erbeuteten Tiere war. Und diese Fähigkeit, den Schädel oder die Röhrenknochen aufzubrechen, hat den Mensch vom Tier unterschieden und vielleicht auch überlegen gemacht (Nicolai Worm ‚Syndrom X oder ein Mammut auf den Teller‘, Kapitel ‚Hirn fürs Hirn‘). Dass der Mensch relativ wenig Fermentationsprozesse in seiner Verdauung vollziehen kann, erkennt man an dem signifikant kürzeren Dickdarm gegenüber den Schimpansen und auch Schweinen! (Shawn Baker ‚The Carnivore Diet‘, S. 40)