· 

Alkaloide

 

Im Folgenden möchte ich einige Informationen von Dr. Giorgia Ede und Udo Pollmer über die giftigen pflanzlichen Bestandteile der Alkaloide in Nachtschattengewächsen wie Tomaten, Paprika, Auberginen, Tabak und Kartoffeln zusammenfassen. Wie bei allen Pflanzen, ist auch bei den Nachtschattengewächsen die Frucht der am wenigsten belastete Teil der Pflanze, also Tomaten, Paprika und Auberginen. Die Kartoffel als Knolle enthält den größten Anteil dieser giftigen Substanz. Noch dazu ist das Solanin in Kartoffeln eine extrem giftige Variante der Alkaloide.

 

In kleinen Dosen führt es nur zu Magen-Darm-Erkrankungen und Verkrampfungen der Muskeln. In höheren Dosen, gerade bei Kindern kann es durchaus sehr toxisch wirken bis hin zum Tod. Das Gift wirkt sich auch auf Ungeborene im Mutterleib aus. Man nimmt eine Solaninvergiftung als Ursache für die Gaumenspalten oder Spina bifida an, so Pollmer. Dr. Giorgia Ede ergänzt dazu, dass man bei Kindern mentale Störungen wie Apathie, Halluzinationen und Kopfschmerzen gefunden hat.

 

Das hört sich jetzt für euch vielleicht übertrieben an, aber wer gibt denn schon der Kartoffel oder der Tomate die Schuld, wenn man Magen-Darm-Erkrankungen bekommt. Es sind ja sicher die tierischen Produkte, die das ausgelöst haben, wird einem eingeredet.

 

Die Problematik bei der Kartoffel hat sich nun leider durch unsere Liebe zum Natürlichen verstärkt. Natürlich wie bei allen pflanzlichen Giften, haben auch Alkaloide die Aufgabe Insekten abzuhalten. Im biologischen Anbau, wo von außen nicht so viel gespritzt werden darf, muss eben etwas mehr Gift in die Kartoffel. So hat man dieses Gift mit wilden Sorten durch Kreuzungen einfach erhöht. Und bekanntlich sitzt ja das meiste Gift unter der Schale. Die alten Salzkartoffeln waren da noch die sicherste Zubereitungsmethode, denn es wurde ein großer Teil der Außenhülle vorher abgeschält. Mit der Pellkartoffel ist es dann schon nicht mehr so gut bestellt, die immer beliebtere Frühkartoffel enthält auch höhere Giftanteile im Knolleninneren und noch ärger wird es durch unsere Naturpur-Phobie. Denn jetzt ist es im Trend, die Schale mitzuessen. Dabei lässt sich das Solanin nicht durch Erhitzen zerstören. Gerade ein Kind isst pro Kilogramm Körpergewicht einen großen Anteil an Kartoffeln und wird so von lauter unwissenden Eltern diesem Gift ausgesetzt.

 

Weitere Infos: Udo Pollmer „Wer hat das Rind zur Sau gemacht?“, Dr. Giorgia Ede.

 

Kommentar schreiben

Kommentare: 0