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Basische Ernährung

 Die Theorie mit der basischen Ernährung war mit immer schon sehr suspekt. Warum sollte eine Zitrone basisch auf den Körper wirken und ein neutrales Steak sauer?

 

Deshalb habe ich mich sehr gefreut, dass Moritz Schäfer, alias @mo.magnon, sich vor einiger Zeit die Mühe gemacht hat und einen ausführlichen Artikel zu diesem Thema geschrieben hat. Wieder einmal ist es eigentlich erstaunlich schockierend, dass solch eine alte Theorie ohne wissenschaftliches Fundament für so lange Zeit von so vielen Medizinern einfach nicht angezweifelt wird!

 

Also der Urheber dieser Theorie war der Schwede Dr. Ragnar Berg. Er führte zwei Experimente aus.

 

Zunächst verbrannte er diverse Lebensmittel und nahm anschließend den PH-Wert der Asche auf. Er dachte, wenn in unserem Körper einen Vorgang der Oxidation abläuft, dann ist das ähnlich zu einem Verbrennungsprozess. Die Asche von Zitrusfrüchten und Pflanzlichem enthielt nurmehr basenbildende Mineralien wie Magnesium, Kalium oder Kalzium, die Asche von tierischen Produkten dagegen viel säurebildende Stoffe wie Phosphor und Schwefel. Was er aber nicht berücksichtigt hat, ist die Tatsache, dass bei der Verbrennung der säurebildende Wasserstoff verdampft. Das geschieht in unserem Organismus bei der Verstoffwechslung natürlich nicht.

 

Dann nahm Dr. Berg Messungen im Urin vor und stellte fest, dass man nach dem Konsum von Pflanzlichem einen eher hohen PH-Wert und nach dem Konsum von Tierischem. In unserem Körper gibt es aber saure Bereiche (Magen, Scheide, Haut) und basische Bereiche (Knochen, Dünndarm, Blut). Deshalb verfügt unser Körper auch über einen perfekten Mechanismus, um Basen und Säuren herzustellen. Er nutzt dazu Wasser und Kochsalz (NaCl) und erzeugt daraus entweder Salzsäure (HCl) oder Natriumhydroxid (NaOH), alias Natron. Nimmt man also Säuren zu sich, dann muss der Körper Natriumhydroxid herstellen, um diese auszugleichen. Das tut er nur, wie bei Insulin gegen Blutzucker im Überfluss, so dass die basische Seite etwas zu stark wiegt und der Urin basisch wird. Mit tierischen Produkten bleibt der Urin so sauer wie er es natürlicherweise ist. Kein Anzeichen von negativem Stoffwechsel.

 

Moritz hat noch wesentlich mehr Details in seinem pdf-Dokument aufgeführt, unter anderem den Warburg-Effekt, bei dem durch Zucker und viele Kohlenhydrate in der Ernährung ein dauerhaft saures Milieu im Körper entsteht mittels Vergärung. Gerne zum Nachlesen unter www.momagnon.com

 

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