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Herz

 

In diesem Beitrag möchte ich Infos von Dr. Stephen Hussey @drstephenhussey aus dem HPO-Podcast-Interview #149 weitergeben. Stephen hat viele Nachforschungen zur Ursache von Herzinfarkten betrieben und darüber das Buch „The Heart“ geschrieben.

 

Aus den anatomischen Berichten von Dr. Giorgio Baroldi weiß er, dass 50 % der Herzinfarktpatienten eigentlich keine ausreichende Arterienverkalkung für einen Herzinfarkt aufweisen, teilweise sogar gar keine. Kann also Arterienverkalkung als Hauptursache für den Herzinfarkt ausgemacht werden?

 

Dr. Hussey vermutet ein weiteres Versorgungsproblem des Herzens. Die Herzzellen, so behauptet er, verbrennen lieber Fett oder Ketone als Glucose. Das sei auch der Grund weshalb es keinen Krebs des Herzens gibt. Ein Herz verbrennt, wenn möglich zu 70 % Fette. Außerdem erhöht sich die Leistungsfähigkeit des Herzens um 28 %, wenn der Körper im Fettstoffwechsel ist.

 

Ist ein Mensch nicht fettadaptiert und auch nicht im Ketostoffwechsel, zwingt er sein Herz, Glucose zu verbrennen. Dies führt bei zusätzlichem Stress oder starker Belastung des Herzens zu hohen Mengen an Milchsäure (lactic acid). Beim Herzen ist Angina die Folge bzw. ein brennender Schmerz (heartburn). Erleidet das Herz dauerhaft oder häufiger diesen Zustand, können die Zellen des Herzens kein Calcium aufnehmen, was zur Kontraktion des Muskels benötigt wird. Dadurch entstehen Ödeme, also wassergefüllte Zellen, die auch absterben können. Diese Ödeme blockieren die Zu- und Abflüsse zum Herzen.

 

Ich finde diese Theorie logisch, denn nur das erklärt, weshalb Ausdauersportler gelegentlich meist gegen Ende eines Dauerlaufs einen plötzlichen Herztod erleiden. Und man kann sich gut vorstellen, dass dies hauptsächlich bei nicht-fettadaptierten Sportlern der Fall ist.

 

Dr. Stephen Hussey betont, dass auch psychischer Stress und oxidativer Stress durch Giftstoffe vermieden werden sollte. Denn diese beiden Formen erhöhen den Adrenalinspiegel, was wiederum die Glucoseverbrennung statt der Fettverbrennung ankurbelt und das für das Herz eben sehr schlecht ist.

 

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