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Insulinausstoß

 

Fast alle wissen bereits darüber Bescheid, dass der hohe Insulinausstoß beim Verzehr von Kohlenhydraten unser gesamtes Hormonsystem durcheinanderbringt, Wassereinlagerungen fördert, den Fettabbau unterbricht. Dass auch ein niedriger glykämischer Index, die alte GLYX – Diät uns hier keine Vorteile bringt, weil wir dann halt über einen längeren Zeitraum mit der Verdauung der Nahrung beschäftigt sind und die Fettverbrennung wieder verzögert wird, ist auch schon wohl bekannt, denn vom GLYX-Index spricht niemand mehr.

 

Jetzt ist Keto in. Alle sind sich einig, dass es ihnen auf alle Fälle besser dabei ergeht als mit der Standardernährung. Die Gelüste werden weniger aufgrund der geringeren Blutzuckerschwankungen. Die Wassereinlagerung sind dauerhaft verringert, aufgrund der geleerten Glykogenspeicher. Ein gutes Gefühl.

 

Nur manchen ergeht es mit Keto besser als anderen. Manche haben gar keine Probleme, nehmen sehr schnell ab, müssen sich mit den Mengen nicht kasteien, sondern haben ein gutes ausgewogenes Hunger- und Sättigkeitsgefühl. Anderen ergeht es aber nicht gleich so gut. Sie erwischen sich doch ab und an dabei, zu große Mengen zu essen und sind dann ohne es zu verstehen schneller aus der Ketose als sie es für möglich gehalten hatten, denn sie haben ja nicht viele Kohlenhydrate zu sich genommen.

 

Meiner Ansicht nach liegt dies an der unterschiedlichen Ausprägung des Insulinausstoßes bei Eiweiß. Einige haben bereits eine Hyperinsulinämie entwickelt. Sie haben bei Eiweiß größere Insulinausstöße als andere. Da Insulin ein Gegenspieler der Ketose ist, fallen sie aus der Ketose heraus.

 

Laut den Forschungen von Dr. Ben Bikman ist es aber nicht die Gluconeogenese, die sie herauswirft, denn diese würde nur in Ketose eintreten ohne Insulin und auch nur nach Bedarf des Körpers.

 

Dr. Zsofia Clemens von Paleomedicina allerdings behauptet, dass eine Restriktion des Eiweißes sehr wichtig ist, um in Ketose zu bleiben. Ich verstehe aber nicht, was es für ein Prozess ist, der hier die Ketose verhindert. Ich spüre danach auch Wassereinlagerungen. Das heißt, es ist Glucose in meinem Körper anschließend produziert worden. Aber wodurch, wenn nicht durch Gluconeogenese? Hierzu habe ich noch keine Antwort gefunden und würde mich über Hinweise freuen.

 

So habe ich den Fettanteil stark erhöht, so dass ich ca. 80 % meiner Kalorien aus Fett beziehe mit einem 2 zu 1 Verhältnis von Gramm Fett zu Gramm Eiweiß. Und nicht mehr als 1 g Eiweiß pro Kilogramm Körpergewicht. Viele Leute aus der Carnivore-Szene berichten auch davon, dass ihnen ein hoher Fettanteil besser tut.

 

Jeder sollte es ausprobieren, aber eins bleibt klar: Am wenigsten fett macht Fett!