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Hormesis

 

In Wikipedia ist zu lesen: „Hormesis ist die von Paracelsus formulierte Hypothese, dass geringe Dosen schädlicher oder giftiger Substanzen eine positive Wirkung auf den Organismus haben können“.

 

Hormesis bezeichnet also nichts anderes als die Verwendung eines Gegengiftes. Die Wirkung jedes Kräutertees fällt also quasi unter diese Kategorie. Übrigens gibt es Ratschläge, dass man nicht mehr als zwei bis drei Tassen Kräutertee zu sich nehmen sollte, denn die Dosis macht das Gift.

 

Jetzt kann man also gegen das Wehwehchen A, welches man durch Pflänzlein B bekommen hat, das Kräutlein oder Pflänzlein C zu sich nehmen und gegen Wehwehchen D von Gemüse E den Samen F. Das hört sich dann am Kaffeetisch so an: „Also Broccoli ist gut gegen Blablabla, Tomaten sind gut gegen tralala und hast du gehört…, der chinesische Tee!“

 

Ich schweige in letzter Zeit nur mehr bei diesen Unterhaltungen und mir fällt erst jetzt auf, wie oft und unter wie vielen Leuten jeden Alters, vom Kindergartenkind bis zur alten Oma, und jeden Intellekts darüber geredet wird.

 

Krebskranke sollen zum Beispiel Aprikosenkerne zu sich nehmen, in der Hoffnung, dass sie die Krebszellen abtöten. Aber wer sagt, dass nicht die intakten Zellen dadurch auch geschädigt werden?

 

Die öffentlichen Medien warnen doch eigentlich nur vor Antibiotika und Hormonen in Fleisch, dabei gibt es auch natürliche Antibiotika und Hormone, die wir tagtäglich durch unser Grünzeug zu uns nehmen, und zwar in größeren Mengen als diese Restrückstände im Fleisch!

 

Deshalb ist es die Logik der Carnitarier, einfach alles Kraut wegzulassen. Und interessanterweise verschwinden durch diese Methode wirklich die meisten Wehwehchen.