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Wurst und Nitrat

 

 

Wurst enthält weniger Nitrat als Gemüse!

 

Zunächst eine Unterscheidung: Nitrat ist NO3 und Nitrit NO2. Man liest, dass Nitrit toxisch sei, Nitrat nicht. Unser Körper kann allerdings Nitrit aus Nitrat selbst herstellen und tut dies auch gezielt, um damit Bakterien abzutöten, vornehmlich im Darm. Unsere Spucke enthält deshalb selbst große Mengen Nitrat!

 

Laut Ken Berry beruhen die Warnungen vor dem krebsverursachenden Nitrit wieder nur auf epidemiologischen Studien mit geringer Korrelation sowie auf Tierstudien an Nagetieren. Es konnte aber bisher kein logischer Zusammenhang zwischen Nitrat bzw. Nitrit und Krebs gefunden werden, der diese epidemiologischen Studien stützt.

 

Wenn man den Gehalt an Nitraten in Wursterzeugnissen mit dem aus Gemüse vergleicht, fehlen einem für die anerkannte öffentliche Meinung nur noch die Worte.

 

Über 1000 mg/kg Nitrat in grünem Salat, Spinat, Grünkohl, Weißkohl, Radieschen, Rettich, 500 bis 1000 mg/kg Nitrat in Karotten, Kohlrabi, Sellerie, Blumenkohl, Lauch, Auberginen, Zucchini und durch längere Lagerung oder durch Sonnenlicht werden diese Nitrate in Gemüse auch in Nitrite umgewandelt!

 

Der Gehalt an Nitraten ist in Wurstwaren auf bis zu 250 mg/kg normiert! Aber in den USA ist es so, dass sich Wurst nitratfrei nennen darf, wenn Sellerieextrakt als Nitratgeber hinzugefügt wird! Einen Abstrich müssen wir bei der Wurst leider mit Geschmacksverstärkern oder Gewürzen machen. Wer diese meiden möchte, der sollte wirklich nur mehr Fleisch und Wasser pur verzehren.

 

Der Anteil an Dextrose oder Stärke in der Wurst ist übrigens in Deutschland so gering, dass man keine Angst haben muss, aus der Ketose zu fallen. Außer bei Sülzen und Pasteten ist der Anteil meist höchstens bei 0,5 g/100g. In Osteuropa oder in Großbritannien werden dagegen Bacon und Wurst mit bis zu 10g/100g Stärke gestreckt. Das spürt ein Low Carber sofort.

 

Wer außerdem bedenkt, dass Wurst verglichen mit Gemüse und auch verglichen mit Muskelfleisch viel größere Mengen an bioverfügbaren Vitaminen, Mineralstoffen, tierischen Omega-Fettsäuren, Gelatine und Collagen enthält, dann darf sich die gute Wurst eigentlich gar nicht mehr verstecken, sondern sollte eigentlich als SUPERFOOD deklariert werden! Toll ist auch, dass Wurst für viele in Ketose, die sich vor dem Fettrand oder der Sehne am Steak ekeln, einen prima Ersatz für diese so wichtigen tierischen Bestandteile darstellt.

 

Wer die Pommes und den Ketchup zur Bratwurst weglässt, der tut seiner Gesundheit sehr viel Gutes! Kein Wunder also, dass die Kleinkinder beim Metzger immer nach der Wurst fragen. Ihr Hirn ist noch nicht so stark auf süß getrimmt wie unseres und sie fragen noch nach dem, was ihr Körper braucht.

 

Quellen und weiterführende Literatur:

 

·       www.eufic.org/de/health-living/article/suliva-more-than-just-water-in-your-mouth

 

·       https://www.lgl.bayern.de/lebensmittel/chemie/kontaminanten/nitrat/

 

·       „Lies my doctor told me“, Victory Belt Publishing 2019, Dr. Ken D. Berry

 

·       http://writingscience.de/artikel/nitritpoekelsalz_osterath.pdf