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Pflanzenöle

Der einzige Teil einer Pflanze, der dazu da ist, gegessen zu werden, ist die Frucht. Der Zweck liegt ja darin, dass die Samen der Pflanze auf diese Weise verstreut werden soll. Dabei soll der Samen aber unverdaut bleiben und vom Lebewesen wieder ausgeschieden werden. Alle anderen Teile, wie Wurzeln, Stamm, Blätter und Blüten schützen sich davor gefressen zu werden, indem sie auf natürliche Weise Giftstoffe enthalten. Diese Giftstoffe sind rein chemisch gesehen nichts anderes als Pestizide bzw. Insektizide. Wenn man sich überlegt, welcher Teil der Pflanze davon am meisten enthält, kommt man logischerweise auf den Samen. Er muss für das sich daraus entwickelnde Pflänzchen alle Schutzstoffe enthalten. Jetzt sind die Menschen vor ca. 40 Jahren darauf gekommen aus diesen Samen Öl zu pressen. Tierische gesättigte Fette wurden als ungesund deklariert, und bis heute hat diese Ernährungsempfehlung Bestand, obwohl sie längst wissenschaftlich widerlegt ist. Es wird nicht mehr mit Rinder- oder Schweineschmalz gekocht und gebraten.

 

Wie viele Giftstoffe ein jeder mit diesen Pflanzenölen aber aufnimmt, kann man sich aus obiger Beschreibung gut denken. Es handelt sich übrigens um Nervengifte oder um Enzyminhibitoren, die unsere Verdauung beeinträchtigen.

 

Dass Saatenöle so viele natürliche Pestizide in sich tragen, erkennt man auch, wenn man sich sieht, dass praktisch alle Pestizide aus Rapsöl hergestellt werden. Da heißt es ganz unverfroren auf der Verpackung „Wirkstoff: Rapsöl“!

 

So jetzt essen wir seit Jahrzehnten Saatenöle statt tierischer Fette. Und? Ist die Zahl der Herzinfarkte oder Schlaganfälle gesunken? Keineswegs! Übrigens zählt Olivenöl nicht zu diesen Saatenölen, da es sich beim Olivenöl um ein Fruchtöl handelt. Nussöle zählen dagegen schon dazu. Wer viel auswärts isst, wird viel in Rapsöl Gebratenes verzehren. Es werden also heutzutage große Flächen Ackerland für den Anbau von Samen oder Nussbäumen benötigt und gleichzeitig zahlen unsere Metzger hohe Entsorgungskosten für den Speck vom Rind und vom Schwein, den keine Sau mehr will.

 

Zusätzlich zu den Giften sind bei diesen Ölen die mehrfach ungesättigten Fettsäuren mit ihrer leichten Verderblichkeit ein Problem. Sie oxidieren in unserem Körper und zerstören bei jedem Oxidationsprozess im Körper Zellen. Die Erkenntnis, dass diese pflanzlichen mehrfach ungesättigten Fettsäuren, am bekanntesten Omega-3 bzw. Omega-6-Fettsäuren nur zu 0 bis 9% im menschlichen Körper in tierische Omega-Fettsäuren umgewandelt werden können, macht sie außerdem so wertlos. Unser Gehirn lässt nur die tierischen Omega-Fettsäuren durch die Bluthirnschranke. Das ist wohl auch ein Grund, weshalb so viele Leute unter der Carnivore-Diät über eine so starke mentale Klarheit und bessere Konzentrationsfähigkeit berichten, insbesondere die ehemaligen Veganer unter ihnen.

 

Für weitere Informationen empfehle ich die Bücher „Fett!“ von Ulrike Gonder und „Big Fat Surprise“ von Nina Teicholz. Des Weiteren Artikel von Dr. Giorgia Ede "The Brain Needs Animal Fat" oder Voträge von Tucker Goodrich "Scary Seed Oils and Omega-6 Fats".

 

 

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Kommentare: 2
  • #1

    Gundula (Donnerstag, 25 März 2021 14:02)

    Und wie ist das mit Kokosöl? Es heißt zwar Kokos"nuss", jedoch hat das weiße Fruchtfleisch einen hohen Anteil an gesättigten Fettsäuren. - Ich bitte um Aufklärung.
    Danke. Gundula

  • #2

    Andrea Sabine Siemoneit (Donnerstag, 25 März 2021 21:30)

    Liebe Gundula,
    da Kokosnussöl auch das Öl einer Frucht ist, ist es eigentlich recht unbedenklich. Der hohe Anteil an gesättigten Fetten ist natürlich auch für die Ketose sehr von Vorteil.
    Da ja tierisches Fett auch so schlecht geredet wurde, ist das Kokosfett in der ketogenen Szene sehr beliebt geworden.
    Allerdings bekommst du wesentlich mehr fettlösliche Vitamine aus tierischen Fetten. Auch die tierischen Varianten der Omega-Fettsäuren findest du darin nicht.