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Ernährungspyramide

 

 

Ein Umdenken unserer Makronährstoffverteilung ist längst überfällig.

 

Glaubt man den heutigen Ernährungsempfehlungen, dann sind Kohlenhydrate der wichtigste Nährstoff, gefolgt von Eiweiß und Fetten. Betrachtet man dagegen unseren Körper, dann besteht dieser fast ausschließlich aus den letzten beiden Makronährstoffen. Unsere Haut, Zellen und Organe bestehen aus Eiweiß und Fett. Letzterer ist ein wichtiger Botenstoff und unser Schmiermittel. Geht man aber noch eine Stufe tiefer, so erkennt man, dass auch alle Hormone aus Eiweißen und Fetten aufgebaut sind. Wir ernähren uns also fast ausschließlich von einem Stoff, den wir nur als Treibstoff nutzen können, nicht zum Aufbau unseres Körpers oder zur Regeneration unserer Wehwehchen. Dabei treiben wir ja kaum noch Sport, um diesen Treibstoff zu verbrauchen. Der Körper kann übrigens sowohl aus Eiweiß als auch aus Fetten Glucose, also Zucker selbst erzeugen. Glucose ist also nicht essentiell. Umgekehrt können wir aus übriggebliebenen Kohlenhydraten nur Palmitinsäure, ein gesättigtes Fett erzeugen, was eingelagert wird, keine Eiweiß und keine vielfältigen Fettsäuren.

 

Klar, Kohlenhydrate machen glücklich, denn sie führen zur unmittelbaren Ausschüttung von Glückshormonen, aber wenn dieser Vorrat an Serotonin und Tryptophan leer ist, weil wir kaum noch Eiweiß oder tierisches Fett zu uns nehmen, wird der Effekt immer geringer, es entsteht kein dauerhaftes Zufriedenheitsgefühl und das anschließende mentale Tief ist vorprogrammiert.

 

Warum habe ich die Pyramide genau so aufgebaut? Rotes Fleisch besitzt eine bessere Fett- und Aminosäurenzusammensetzung als weißes Fleisch oder Schweinefleisch mit weniger Omega 6-Fettsäuren. Zum einen, weil es von Natur aus einen geringeren Anteil an ungesättigten Fetten enthält, dafür mehr gesättigte Fette. Die brauchen wir uns also nicht aus der Kokosnuss der Tropen holen, um unseren Fettstoffwechsel anzukurbeln. Und zum zweiten, weil Rind oder Wild noch am meisten Grünfutter erhalten, was eine bessere Omega-3-Bilanz zur Folge hat. Außerdem enthält es wesentlich mehr Eisen und Carnitin als die anderen Fleischsorten. Interessanterweise ist auch die Allergiewahrscheinlichkeit gegen dieses Eiweiß sehr viel geringer.

 

Milchprodukte bzw. Käse würde ich an die letzte Stelle setzen. Ihre Notwendigkeit für unsere Ernährung wird immer wieder bezweifelt. Kein Tier nimmt nach dem Säuglingsalter weiter Milch zu sich. Es ist also eine Mär, dass wir dies für unseren Calciumbedarf benötigen. Die Proteine in Milchprodukten, wie das Molkeneiweiß und Casein sind häufig ebenfalls allergen. Milchprodukte enthalten Opioide, also süchtig machende Stoffe, die unser Sättigkeits- und Hungergefühl stören. Und zu guter Letzt enthalten Milchprodukte sehr viele Hormone, unter anderem Wachstumshormone. Sie stören unser Hormonsystem. Wer also am Nutzen der Milchprodukte für sich selbst zweifelt, sollte darauf vielleicht vorübergehend verzichten.

 

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