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Depression

 Gestern habe ich wieder mal einen HPO Podcast gehört, der mich sehr beeindruckt hat. Dr. Ann Childers, eine Psychiaterin (www. lifebalancenw.com) hat darin berichtet, dass sie bei Patienten mit unerklärlichen Stimmungsschwankungen als Erstes einen Oralen Glucose Toleranz Test (OGTT) durchführen lässt. Denn in den meisten Fällen stellt sich bei diesen Leuten heraus, dass sie zwei Stunden nach der Glucosezufuhr einen extrem starken Unterzucker haben, der sie depressiv und lethargisch macht. Somit haben sie doch eine Form des Prediabetes und können diese Symptome durch eine Einschränkung auf Lebensmittel mit niedrigem glykämischem Index oder durch eine ketogene Ernährung komplett beheben. Normalerweise nimmt der Hausarzt lediglich den Nüchternblutzuckerwert oder den Nüchterninsulinwert auf. Dieser ist leider erst bei einer bereits weiter fortgeschrittenen Form der Diabetes auffällig. Des Weiteren, wenn sich bei diesem OGTT keine Besonderheiten zeigen, gibt die Psychiaterin Ann Childers ihren Patienten ein Gerät zur dauerhaften Glucosemessung mit (CGM Constant Glucose Monitor). Spätestens hier zeigt sich dann meist bei Patienten mit Stimmungsschwankungen bzw. bipolaren Störungen, dass eventuell auch zu einer anderen Tageszeit als nur unbedingt postprandial, ein Blutzuckertief aufkommt, welches für die schlechte Stimmung sorgt. Dies kann auch bedingt durch zu hohe Insulinausschüttungen verursacht werden. Auch hier wird dann letztendlich zur low carb- oder gar ketogenen Ernährung geraten, je nachdem auf welche Einschränkungen sich der Patient einlässt.

 

Was richtige Depressionen anbetrifft, so stellt die Psychiaterin ebenfalls ihre Diagnose erst nach einer Blutentnahme. Zuallererst ist ein Eisenmangel häufig die Ursache für Depressionen. Und dieser lässt sich am besten beheben, indem man Hämeisen zu sich nimmt und nicht den üblichen Eisen(III)-Komplex, den es in Tablettenform gibt. Hämeisen bedeutet Eisen, welches in roten Blutkörperchen, sprich Hämoglobin, vorkommt. Dieses findet sich ausschließlich in rotem Fleisch oder in der Leber sämtlicher Tiere.

 

Weitere Blutmarker sind der Folat- (B9 und B11) oder der Vitamin-B12-Wert sowie die Rate an Omega-3-Fettsäuren. Alles nur in tierischen Produkten zu finden.

 

Dr. Ann Childers behauptet, ihre Patienten auf diese Weise nicht sehr oft zu sehen, da sich die Probleme durch diese Ernähungstipps sehr schnell in Luft auflösen. Die Notwendigkeit psychologischer Pharmaka ist somit auch nichtig.

 

Ein toller, vielversprechender Ansatz, finde ich. Schade wiedermal, dass sich diese Kunde, hauptsächlich in Deutschland, obwohl so logisch nachvollziehbar, überhaupt nicht durchsetzt. Wir sind doch alle Opfer eines getriebenen marktwirtschaftlichen Gesundheitssystems!

 

Wer diesen Podcast nachhören möchte, findet ihn unter www.humanperformanceoutliers.libsyn.com, Episode 117.