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Darmkrebs

 

Zu diesem Beitrag zitiere ich jetzt einen Abschnitt aus dem Buch „Syndrom X“ von Nicolai Worm (S. 151, 2002)

 „Bis zum Frühjahr 2000 sind 16 solcher Langzeit-Beobachtungsstudien zur Frage „Fleisch und Darmkrebs“ veröffentlicht worden. Nur in Dreien fand sich ein erhöhtes Risiko bei hoher Fleischzufuhr. Es handelte sich ausschließlich um US-amerikanische Untersuchungen. Die anderen 13 Studien, das heißt die überwältigende Mehrheit, erbrachten keinen Zusammenhang zwischen Fleisch und Darmkrebs. ….. Der Darmkrebsverdacht, speziell für rotes Fleisch, wird dennoch weiterhin und unverändert von gewissen Ernährungskreisen kolportiert. Für sie zählen weder die oben zitierten Langzeit- noch die Vegetarierstudien. Wenn man unbedingt vor Fleischkonsum warnen will, dann bezieht man sich eben auf die Fall-Kontroll-Studien und auf die Tierexperimente mit bedenklichen Inhaltsstoffen aus dem stark erhitzten Fleisch [Anm. siehe Instagram-Beitrag zu Acrylamid] und verschweigt den Rest der Geschichte, gewarnt wird pauschal…“

 Was eine Fall-Kontroll-Studie ist, möchte ich hier kurz erwähnen. Übrigens wäre so eine wissenschaftliche Folgerung in den Kreisen der Ingenieurwissenschaften oder der Physik eine Katastrophe!

 Der Fall Darmkrebs ist eingetreten. Der Patient wird gefragt: „Haben Sie in der Vergangenheit viel rotes Fleisch gegessen?“ Der Patient bejaht die Frage, vermutlich, weil er bereits ein schlechtes Gewissen bekommt, und prompt hat man das gewünschte Geständnis und veröffentlicht groß die mögliche Ursache für Darmkrebs!

 In den meisten Langzeitstudien wird gar nicht betrachtet, was der Patient sonst noch gegessen hat. Zum Beispiel wird der Kohlenhydratkonsum nicht mit abgefragt oder der Konsum des inzwischen als darmschädlich vermuteten pflanzlichen Eiweiß Lectin!

 

Dass sich auch seit 2000 nichts an dem Stand der Wissenschaft geändert hat, wurde gerade von Peer Ederer auf der Seite www.achgut.com unter dem Titel „Populäre Fleischirrtümer 1 Falschalarm Krebs“.