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Ballaststoffe für Kinder und Senioren

 

Ein 1-jähriges Kind hat einen Dickdarm, dessen Länge nur ein Zehntel von dem eines Erwachsenen beträgt. Gleichzeitig hat ein 1-jähriges Kind aber einen Kalorienbedarf der in etwa der Hälfte eines Erwachsenen entspricht. Wenn ein Kleinkind also in demselben Anteil wie ein Erwachsener Ballaststoffe in seiner Nahrung erhält, dann überlasten diese Ballaststoffe seine Verdauung sehr stark. Das beginnt im Magen, wo die vielen Ballaststoffe keine ausreichende Säureproduktion des Magens ermöglichen, so dass die Nahrung nicht vollständig aufgespalten wird. Das geht weiter im Dünndarm, wo die Ballaststoffe die Nährstoffaufnahme aus dem Essensbrei verhindern. Und es geht dann weiter im Dickdarm, der mit der großen Menge überfordert ist. Bauchschmerzen, Blähungen und Durchfall sind also dann kein Wunder. Aber langfristig führt die geringe Nährstoffaufnahme auch zu Wachstumsstörungen, Konzentrationsschwierigkeiten und einer verminderten geistigen Entwicklung.

 

Bei Senioren ist die Lage dann wieder anders. Senioren wird immer zum Konsum von möglichst vielen Ballaststoffen für einen besseren Stuhlgang geraten. Bei Senioren ist aber der Darm bereits schwer geschädigkt. Die Nährstoffaufnahme wird im Allgemeinen schlechter im Alter. Deshalb wäre es umso wichtiger, mit weniger Ballaststoffen, die Nährstoffaufnahme im Dünndarm zu verbessern. Im Dickdarm besteht dann das Problem, dass die Bakterien Gase verursachen sowie Säuren produzieren, die wieder Entzündungen an den Darmwänden erzeugen. Die großen voluminösen Stuhlgänge führen dann zu Hämorrhiden, Verletzungen am After und Blut im Stuhl. 50 % der Senioren haben Hämorrhiden. Großer Stuhl führt auch zu einer zu starken Dehnung der Darmhaut, was dort Verletzungen verursacht und dann Polypen und Divertikel erzeugt.

 

Quelle: Monastyrsky, Konstantin 2008: Fiber Menace

 

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