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Vorsätze einhalten

 

Dr. Robert Cywes möchte Kohlenhydrate ganz klipp und klar von sonstigen Nahrungsmitteln trennen. Sie sind nicht essentiell, aber dafür stark suchterregend. Deshalb nennt er sich den @carbaddictiondoc und zeigt zum Beispiel auf YouTube Wege und Lösungen beim Kampf gegen die Kohlenhydratsucht auf.

 

Zunächst sollte jedem bewusst sein, dass man eines Tages scheitern wird, trotz großer Vorsätze. Dann darf man aber auf keinen Fall aufgeben, sondern sollte die Ursachen des Fehlers erkennen, um daraus zu lernen.

 

Er spricht vom Emotions-Management-System, wenn es um das Überwinden der Süchte geht. Meist ist man gestresst oder müde und benötigt eine Möglichkeit, um zu entspannen oder Kraft zu tanken. Es fehlt einem die Fähigkeit seine Emotionen anderweitig in den Griff zu bekommen als durch das Essen. Stattdesssen sollte man sich zur Entspannung angewöhnen, sich kurz auf die Couch zu legen oder wenn man angespannt ist, eine Runde an der Natur zu laufen. Es fehlt einem also ein ordentliches Emotions-Management-System.

 

Wer süchtig ist, wird kurzfristig meist eine falsche Entscheidung treffen. Wenn die Schokolade bereits vor einem steht, oder das Brot, ist es für viele bereits zu spät. Da steht die Sucht über dem Verstand. Deshalb sollte man im Vorhinein Pläne ausdenken. Sich bereits im Vorfeld klarmachen, dass man zu jeder angebotenen Schokolade „Nein!“ sagt, im Restaurant die Kohlenhydratbeilage im Voraus abbestellen, beim Einkaufen nur von der Liste zu kaufen oder in der Küche eine Ersatzhandlung parat zu haben, wenn man kurz davor ist, schwach zu werden.

 

Außerdem beschreibt er das Dopaminbelohnungssystem. Der Geist benötigt alle 20 bis 30 Minuten eine Dopaminausschüttung. Wer sich alle halbe Stunde etwas in den Mund schiebt oder etwas mit Geschmack trinkt, befriedigt dieses System, schüttet aber jedes Mal Insulin aus und macht die Sucht noch stärker. Auch eine Abwechslung in der Tagesroutine schüttet jedes Mal Dopamin aus. Wer also alle 30 Minuten seine Aktivität etwas abändert, der befriedigt seine Bedürfnisse genauso.

 

Zuletzt empfiehlt Dr. Robert Cywes das sequentielle Essen (sequential eating). Um das Sättigkeitshormon Leptin zu aktivieren statt die Dehnungsrezeptoren des Magens, sollte man langsam in kleineren Portionen essen und auf seinen Körper hören. Wenn man sich genug Zeit lässt, spürt man das Sättigkeitssignal und verstärkt Stück für Stück die Fähigkeit auf dieses zu hören.

 

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