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Chris

Folge 52: Chris im Gespräch - Neurodermitis geheilt, Fettmasse verloren, Muskelmasse aufgebaut, Roh Carnivore

 

Chris, 26, war unzufrieden mit seiner Haut und seiner Figur. So kam er zunächst zu AIP, dem Autoimmunprotokoll, schließlich zu Paleo und Keto und letztlich zu Carnivore. Seine Neurodermitis ist dadurch ganz verschwunden innerhalb von zwei Monaten, er hat durch Carnivore auch an Fettmasse verloren, aber dafür an Muskelmasse zugenommen.

 

Über Ballaststoffe und deren Probleme wurde in diesem Podcast intensiv diskutiert. Chris kann seit er Carnivore lebt auch auf all die Nahrungsergänzungsmittel verzichten. Damit spart er sich monatlich eine Menge Geld. Das investiert er jetzt lieber in Fleisch und Rinderfett aus bester Tierhaltung. Was ihm dann noch weitere Nährstoffe liefert, ist rohe Leber, die er manchmal noch fermentieren lässt oder auch rohes Blut. Inzwischen ist sein Organismus so gut geheilt, dass er sich auch hin und wieder einmal Ausnahmen gönnen kann. Seid gespannt auf das Interview mit Chris!

 Arikel vom 19.12.2019:

„Ich habe eigentlich vegan gelebt aus ethischen und „gesundheitlichen“ Gründen, habe sehr viel Sport gemacht, verdammt viele Hülsenfrüchte gegessen und sehr viele Haferflocken. Somit habe ich sehr viele Antinährstoffe zu mir genommen und das hat mir nicht gut getan. Ich hatte große Hautprobleme und habe mich sehr ermüdet gefühlt.

 

Also bin ich zunächst auf eine Art Paleo-Diät nach dem Autoimmun-Protokoll gestoßen. Sie war sehr hilfreich und brachte mir eine Verbesserung der meisten Symptome durch Süßkartoffeln, grünem Gemüse und Fleisch in großen Quantitäten. Das hat für mich recht gut funktioniert und ich habe gemerkt, wie sehr tierische Produkte die Gesundheit enorm verbessern können. Es blieben ein paar Wehwehchen. Ab und an Hautprobleme und starke Lethargie manchmal, also nicht wirklich optimal.

 

Dann bin ich das erste Mal auf das Thema Carnivore über den Joe Rogan Podcast mit Jordan Peterson gekommen. Die Möglichkeiten, die diese Diät eröffnen sollte, fand ich sehr interessant. Also habe ich die Kohlenhydrate reduziert und mich am Ende nur noch von gekochtem Fleisch ernährt. Dabei hat sich mein Hautbild sehr schnell aufgeklärt. Es war ein sehr spürbarer Unterschied, auch was die mentale Klarheit anbetrifft. Ich fühlte mich ruhiger, hatte insgesamt nicht mehr diese Blutzuckerachterbahnen, hatte keinen großen Hunger mehr. Ein weiterer Effekt war, dass ich sehr sehr stark abgenommen habe und meine Blutwerte sich sehr verbessert haben. Mein Eisenwert ist in die Norm gerückt, mein B12-Wert auch, Vitamin A war damals noch zu niedrig, aber ich denke, dass er jetzt auch im Normbereich ist, weil ich sehr viel Leber inzwischen esse. So habe ich mich zwei Monate nur von gekochtem Fleisch ernährt. Was ich aber zugeben muss, ist dass ich dennoch Verdauungsprobleme hatte. Es waren natürlich sehr sehr große Mengen, die ich verzehrt habe.

 

Also bin ich auf die Videos von Sv3erige gestoßen, der Fleisch roh isst. Das habe ich dann ausprobiert. Wieder habe ich einen großen Unterschied bemerkt, was eben jetzt schlussendlich die Verdaubarkeit anbetrifft und generell dieses Bauchgefühl. Rohes Fleisch ist einfach wirklich besser verdaulich.

 

Dann bin ich auf Aajonus Vonderplanitzes Buch „We want to live“ gestoßen und auf ein paar andere Bücher, die ich sehr inspirierend fand. Die Einzelheiten hierzu möchte ich nicht ausführen, aber dass rohes Fleisch noch sehr viel gesünder ist, davon bin ich überzeugt. Auch was meine Energie und gleichzeitig eine stärkere Leichtigkeit im Alltag anbetrifft. Bei bestimmten Dingen, die ich esse, wie beispielsweise Rinderfett habe ich große Entspannungseffekte, die ich spüre, wie geerdet fühlt sich das dann an. Und das Sättigungsgefühl ist bei rohem Fleisch wesentlich besser. Natürlich ist es auch sehr praktisch, weil ich nicht kochen muss und keine Rückstände in der Küche entstehen. Demzufolge bin ich jetzt sehr sehr glücklich.

 

Was auch komplett verschwunden ist, das sind meine saisonalen Allergien. Meine Augen haben immer gejuckt. Das ist vollends verschwunden. Ich fühle mich morgens ausgeschlafen und nicht mehr lethargisch über den Tag.

 

Gesundheitliche Nachteile habe ich eigentlich jetzt keine mehr. Nur, was den Kraftsport anbetrifft, merke ich schon, dass ich nicht mehr so viel Pump habe. Also nicht mehr so viel Glykogen in den Muskeln. Sie sind manchmal etwas flach. Das kann ich aber durch extra große Mengen Fleisch wieder bessern. Das ist aber der einzige negative Effekt, der mir einfallen könnte.

 

Über den Tag verteilt esse ich ca. 1 Kilogramm Fleisch. Davon ca. 800 g Hackfleisch, dann noch Zander, Rinder- oder Hähnchenleber, ca. 50 g Rinderfett und ca. 50 g Kokosfett.“

 

Chris lebt in der Nähe von Berlin und ihr könnt ihn jederzeit bei Fragen per Email cregen95@gmail.com kontaktieren

 

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Kommentare: 5
  • #1

    Katha (Donnerstag, 05 August 2021 10:42)

    Hallo Chris,
    gestern hatte ich das erste Mal zwei Stückchen rohes Roastbeef gegessen und war überrascht, wie lecker ich das fand.
    Ich würde gerne weitermachen, da ich unter Nahrungsmittel Allergien leide. Nun, ich habe etwas Bedenken in Bezug auf Würmer und Co.....
    Wie lange lagerst du dein Fleisch im Kühlschrank? Verwendest du Gewürze? Entfernst du alles Blut? Und wie ist das mit den Metzgereien, wie beurteilst du, dass das Fleisch absolut frisch ist?
    Hoffentlich stehle ich dir nicht deine Zeit!
    LG, Katha

  • #2

    Andrea Sabine Siemoneit (Donnerstag, 05 August 2021 14:30)

    Hallo Katha, ich werde deinen Kommentar an den Chris weiterleiten! An seine E-Mail-Adresse, die ja auch im Artikel angegeben ist.

  • #3

    Chris (Sonntag, 08 August 2021 14:42)

    Hallo Katha,
    Ich persönlich lagere mein Fleisch max. eine Woche in Kühlschrank. Theoretisch kannst du, wenn die Qualität stimmt dein Fleisch auch mehrere Monate fermentieren lassen, ohne dass es zu Problemen beim Verzehr kommt. Ich verwende keine Gewürze und trinke das Blut. Bei der Wahl der Metzgerei würde ist das wichtigste die Bezugsquelle. Wie sind die Haltungsbedingungen, werden die Tiere artgerecht gefüttert und nicht geimpft etc. Frische erkennt man meistens an der Farbe des Fleisches und natürlich am Geschmack. Muskelfleisch verliert mit der Zeit die rötliche Färbung. Beste Grüße Chris

  • #4

    Gundula (Freitag, 20 August 2021 12:00)

    1) Ich liebe Blutwurst, jedoch ist die gekaufte meist unangenehm salzig, obwohl ich auch gern salzig esse. Und ich würde auch Blut trinken, wenn ich es von einer vertrauenswürdigen Quelle bekäme. - Die Verwertung von nose to tail umfasst alle Bestandteile eines Tieres. Früher, wenn geschlachtet wurde, war es selbstverständlich, dass Blutsuppe gekocht wurde. Heutzutage ist so etwas "iihh", warum eigentlich?

    2) Seit einigen Tagen habe ich ein 8stündiges Essfenster eingeführt. Inspiriert hat mich dazu Euer Podcast und das Buch von Dr. Satchin Panda "Der Zirkadian-Code". Ich komme bestens damit klar.
    Früh gibt es gegen 8 Uhr 1 Tasse Kaffee mit 10%iger Kaffeesahne, gegen 11 Uhr nochmals 1 Tasse Kaffee und etwa 13.30/14.00 Uhr ein richtig gute Mittagessen mit etwas Fleisch/Innereien/Wurst und viel Fett, gelegentlich etwas Käse. Damit komme ich bis zum nächsten Morgen aus, ohne überhaupt so etwas wie Hunger in jeglicher Form zu verspüren.
    Allerdings geht das bei mir nur mit wirklich viel Fett. Rinderfett ist wegen des talgigen Geschmacks noch etwas gewöhnungsbedürftig, Schweinefett dagegen geht immer.

    Und ich trinke ganz normales Leitungswasser über den Tag. Nicht zu viel, nicht zu wenig, eben nach Bedarf.

    3) Mein Schlafen (ab 22 Uhr bis 7 Uhr) könnte besser sein, ich wache noch nachts zu oft auf. Ja, unser großer Hund im Schlafzimmer hat natürlich nachts auch sein Eigenleben, und mein Mann schnarcht doch immer wieder recht gut. Er sagt, ich würde auch ab und zu schnarchen, was ich nicht bestreite. - Jetzt erwarte ich durch das nur 8stündige Essfenster innerhalb von einigen Wochen eine deutliche Schlafverbesserung, ob mit oder ohne "Störungen" durch Dritte.
    Wir wohnen auf dem Land, da gibt es außer den Straßenlaternen keine wirklichen äußeren Störquellen. ;-)

  • #5

    Gundula (Freitag, 20 August 2021 14:12)

    Nachtrag
    Ich möchte Chris zustimmen, wenn er wenig Salz verwendet. Ist man das Fleisch/die Innereien roh, dann ist der Geschmack am besten, wenn kein Salz hinzugefügt wird. Das habe ich immer wieder festgestellt.
    So wie es vom Fleischer kommt: entweder einfach reinbeißen oder nur mit den Fingern essen oder Messer und Gabel benutzen.
    Und wenn ich wenig oder gar nicht salze, dann ist der Geschmack von Wurst oder auch verarbeitetem Fleisch häufig viel zu intensiv salzig, gleichgültig, ob vom örtlichen Dorf-Metzger oder vom Bio-Metzger.
    Gerade hatte ich den neu gekauften geräucherten Speck von Seefried probiert - gut, jedoch mir unendlich salzig vorkommend. Während das Griebenschmalz von Seefried wenig gewürzt schmeckt - genau das Richtige für mich.

    Meine Einschätzung:
    Je würziger/salziger ein Lebensmittel ist, desto mehr habe ich Appetit auf das Gegensätzliche, also etwas Süßes. Das habe ich auch schon bei TCM gelesen: Yin und Yang müssen immer ausgeglichen sein. So ist Salziges "Yin" und Süßes "Yang".

    Meine Schlussfolgerung:
    Deshalb sollten die Lebensmittel so weit wie möglich neutral sein.