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Knochenkunde

 

So wie ich inzwischen ein Gespür für Rinderfett entwickelt habe, geht es mir mit Knochen.

 

Folgende Zubereitungsmethoden empfehle ich jeweils. 1. Markknochen sind zu schade für die Suppe. Das Mark einfach auszulöffeln ist eine heilsame Kur! Es enthält Glucosamine, Collagen und Glycin, die anti-entzündlich wirken sowie die konjugierte Fettsäure CLA. Zubereitsungsempfehlungen: 1.1 Manche mögen es roh bei Zimmertemperatur. Da schmeckt es wie Butter. 1.2 Wer keine Probleme mit Mikrowellen hat, der kann zwei bis drei Markknochen für zwei Minuten bei 600 Watt garen. 1.3. In der Pfanne lassen sich Markknochen auch prima anbraten. Nicht zu große Hitze verwenden. 1.4 Oder natürlich im Ofen, aber nicht zu lange, um nicht die Vitamine alle abzutöten.

 

2. Gelenkknochen enthalten viel Gelatine. Wer also seinen eigenen Gelenken Gutes tun möchte, der verwendet möglichst viel davon. Um die Gelatine möglichst vollständig aus den Gelenkknochen zu lösen, gibt es zwei Möglichkeiten: 2.1 Die Knochen in einen Topf geben. Den Topf mit Wasser füllen, bis die Knochen gerade vollständig bedeckt sind. Gewürze je nach Bedarf, es geht auch ohne! Aufkochen lassen und dann bei geringer Hitze 10 bis 12 Stunden köcheln lassen. 2.2 Oder die Knochen im Schnellkochtopf für 4 Stunden bei vollem Druck garen.

 

3. Fleischige Knochen liefern den Geschmack für die Rinderbrühe. Diese je nach Vorliebe zu einem kleinen oder größeren Anteil zu den Gelenkknochen geben und mitkochen.

 

Übrigens die medizinische These, dass sich Gelenkknorpel nicht mehr selber aufbauen könne, halte ich für falsch! Vielleicht können abgestorbene Zellen nicht mehr erneuert werden. Aber der Knorpel der Gelenke sollte regelmäßig mit Gelatine und Collagen gefüttert werden!