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Waterlogged

 

Wer kennt diesen total unlogischen Ratschlag nicht: „Trinke bevor du durstig bist!“? Das ist wie „Iss bevor du hungrig bist!“ oder „Atme bevor du…!“…

 

Heute möchte ich ein Buch empfehlen, das sich gegen die vielleicht gut gemeinten Ratschläge richtet. Hier existiert wieder einmal ein Dogma, das vielleicht auch nur durch die Firma Gatorade in den Ausdauersport eingeschlichen hat.

 

Am Beispiel einer jungen Frau, die bei kühlen Temperaturen beim Boston Marathon zusammengebrochen und schließlich im Krankenhaus verstorben ist, führt Dr. Tim Noakes dieses vermutlich häufig auftretende Problem aus. Der Salzgehalt ihres Blutes ist auf einen so tiefen Wert gesunken, was einen Zusammenbruch ihrer Körperfunktionen zur Folge hatte. Aufgrund der ständigen Wasserzufuhr hat sich ihr Wassergehalt sehr viel mehr erhöhte, bevor sich der Salzgehalt durch das Ausschwitzen von Wasser erhöhen konnte.

 

Grundsätzlich ist aber auch anzuführen, dass ein erhöhter Salzgehalt in den Körperflüssigkeiten die Leistungsfähigkeit zunächst erhöht, da die Osmolalität steigt. Somit können die Salze und andere Teilchen im Körper schneller zwischen den Zellen diffundieren.

 

Tim Noakes verweist hier auch auf die Jadgtechniken afrikanischer Ureinwohner. Sie trinken bei hohen Temperaturen, bei denen Jagden zu Fuß oft wie ein Marathonlauf über Stunden andauern, nicht zwischendurch.

 

Wer als Sportler also keinen Durst beim Dauerlauf verspürt, der sollte auch nicht zwischendurch trinken.

 

Für mich stellt sich zuletzt hier auch die Frage, wie es bei den alten Leuten ist. Vielleicht sollte man ihnen aber auch mehr salzhaltige Nahrung geben, dann würde sich der Durst auch bei dieser Altersgruppe von allein regulieren. Schließlich wurde der Zusammenhang zwischen Bluthochdruck und hohem Salzkonsum nie bestätigt!

 

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