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Mischung

 Die Mischung machts! Aus Fett und Eiweiß!

Diese Weihnachten wurde in meinem Elternhaus bereits ein großer Truthahnbraten angekündigt. „Da bring ich mein eigenes Essen mit!“ war meine Antwort.

Wer kann sich vorstellen, in eine trockene Hühnerbrust zu beißen? Und das auch noch freiwillig voller Genuss? Um dieses vermeintlich gesunde magere Protein zu essen, gibt es in meinem Elternhaus immer viel Soße dazu. So können wir die „gesunde Kost“ überhaupt erst schlucken!

Wer kann sich vorstellen einen Block Butter pur zu essen? Auch das erscheint widerlich.

Ich denke, dass unser Instinkt uns sehr gut leitet, wenn wir eher fettiges Fleisch als schmackhaft empfinden. Wer sich vor dem wabbeligen Speck ekelt, weil er das ja so gelernt hat, der mag aber meistens dennoch gerne Wurst.

Die Kombination aus Eiweiß und Fett ist für unseren Körper das nahrhafteste! Es macht langanhaltend satt und befriedigt den Gaumen.

Kein Wunder also, wenn man aus den Expeditionsberichten zu den Eskimos erfährt, dass die magere Lende des Caribou grundsätzlich an die Hunde verfüttert wurde! Nur fettarme Kleintiere zu essen, war bei den Inuit sogar als gesundheitsschädlich bekannt. Der sogenannte Kaninchenhunger war in mageren Zeiten schwer gefürchtet.

Wer sagt, dass er keinen Appetit auf Fettes hat, der ist noch nicht im Fettstoffwechsel. Sobald der Körper diese Umstellung durchgemacht hat, ändern sich die Geschmacksvorlieben. Natürlich muss man sich auch körperlich anpassen. Die Galle muss nämlich lernen genug Gallensaft zu produzieren.

Ihr könnt euch vorstellen, dass es für mich ein Riesenspaß ist, in der Metzgerei immer nach den besonders fetten Stücken zu fragen. Da machen die Bedienungen immer Augen! Und mein Geldbeutel freut sich auch!

 

Für weiterführende Literatur empfehle ich die Bücher:

 ·        „Fett!“ von Ulrike Gonder

·        „Mehr Fett!“ von Nicolai Worm und Ulrike Gonder

 ·        „The big fat surprise“ von Nina Teichholz

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