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Außenseiter

Die Außenseiter-Diät Carnivore – Oder die Frage: Muss zu jedem gesellschaftlichen Ereignis Essen dazu gehören?

 

Während man mit Keto noch so einigermaßen zu Rande kommt, wenn man im Restaurant nur die Kohlenhydratbeilage abbestellt, ist das als Carnivore noch viel komplizierter. Nur Fleisch auf den Teller, das versteht kein Kellner. Am leichtesten finde ich, ist das mir dem Schweinebraten oder der Schweinshaxe, da sage ich einfach, ohne Beilage und beim Schweinebraten bekomme ich dann einfach für denselben Preis eine Scheibe mehr. Beim Steak geht das schon nicht. Da berechnen sie dir den doppelten Preis, wenn du zwei Scheiben möchtest.

 

Wer Kaffee und Alkohol adieu gesagt hat, der kann nicht einmal mehr Kaffeetrinken gehen oder auf einen Anlass anstoßen! Man hat also zwei Möglichkeiten. Entweder man behält aus gesellschaftlichen Gründen diese beiden Angewohnheiten bei oder man wird zum totalen Außenseiter.

 

In allem Nachteiligem steckt auch etwas Gutes. Man lernt, an gesellschaftlichen Treffen und am Zusammenkommen nicht mehr das Essen als Anreiz zu sehen. Stattdessen konzentriert man sich allein auf die Leute und die Gespräche. Das ist ja eigentlich meistens auch der eigentliche Grund des Treffens. Und wie schön fühlt sich das plötzlich an, wenn man sich voll und ganz auf die Gespräche konzentrieren kann? Sehr gut! Manchmal auch fällt einem erst auf, wie langweilig die Gespräche mit anderen sind.

 

Auch eine Unterhaltung im Gehen, beim Spazierengehen oder Wandern ist viel interessanter und macht viel mehr Freude. Man genießt die Natur, während man mit anderen zusammenkommt, statt ins Café zu gehen.

 

Als ich jetzt vor Kurzem bei der Verwandtschaft zu Besuch war, fiel mir auf, wie viel Zeit eigentlich bei der traditionellen Ernährung mit Essenszubereitung, Essenseinkauf und dem Sitzen bei Tisch draufgeht. Mir war das zu viel. Ich war gelangweilt und hätte viel lieber weiter recherchiert oder meine To-Do-Liste abgearbeitet statt so viel Zeit mit den Mahlzeiten zu verbringen.

 

Wenn ich mal zum Einkaufszentrum komme, weil ich alle paar Wochen einknicke und für meine Jungs etwas Nicht-Carnivores kaufe oder etwas Drogerieartikel, da fällt mir erst auf wie die Leute alle wie verrückt alle zwei, drei Tage in diese überfüllten Supermärkte rennen. Das bedeutet Stress, Geld und Zeitverschwendung.

 

Man wird also zum Außenseiter, aber man sieht die Welt auch aus ganz anderen Blickwinkeln und weiß seine Zeit viel besser zu nutzen! Dafür bin ich sehr dankbar!